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Rocco
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Guten Abend

Beitragvon Rocco » 11. November 2019, 21:31

Guten Abend,
ich lese seit einigen Wochen hier im Öffentlichen Bereich mit und mich hat es mal interessiert, was sich noch so hinter den Kulissen so abspielt. Ich mag dieses Forum, ich finde die Beiträge Großteils sehr sachlich und gut Fundamentiert. Macht mir großen Spaß zu stöbern.

Seit einem längeren Zeitraum versuche ich mich und meine Probleme einzukreisen. Anfangs dachte ich, ich sei nur Introvertiert aber ich habe schon länger das Gefühl der inneren Zerrissenheit. Meine Zerrissenheit hatte mich dazu veranlasst, Schizophrenie zu googlen aber damit konnte ich nichts anfangen, mit dieser PS bin ich dann aber auf weitere PS gestoßen. Ich schwanke für mich zwischen SPS und ÄVPS. Ich vermute aber es ist eher die ÄVPS. Womit ich mich noch nicht so gut mit anfreunden kann, da es sich anhört wie ein Feigling. :lachen:

Ich kann nicht sagen ob es wirklich eine PS ist oder nur ein "Stil einer PS", denn Traumas sind mir nicht bekannt, obwohl ich mich an große Teile meiner Kindheit zurück errinnere und mich auch derzeit Intensiv mit ihr beschäftige.
Mir geht es aber auch gar nicht um eine Diagnose, sondern ich möchte mich einfach besser mit mir selber zurecht finden und wissen wie ich an mir zu Arbeiten habe.

Mir fällt es wahnsinnig schwer emotionale Beziehungen aufzubauen und Menschen zu Vertrauen. Ich habe zwar Soziale Kontakte, aber ich kann das nicht als Freunde definieren. Wobei ich denke das einige beleidigt wären, wenn sie wüssten, dass ich sie nicht als Freunde betiteln würde. Was ich im übrigen auch noch nie getan habe. Ich kann auch nicht sagen ob sich das für mich zu einer Freundschaft hin entwickelt.
Mir ist nur wichtig Sozial aktiv zu sein, denn ich habe auch schon die Erfahrung mit Isolation gemacht und das empfinde ich als ungesund. Ich weiß nur, dass ich mich auch unter Leuten oft sehr einsam fühle. Aber mit wem reden? ^^ Ich denke, es wäre nur Zündstoff für Konflikte, bei dennen ich nicht wüsste, wie ich damit umzugehen habe. Ich hätte Angst davor, dass sich dadurch jemand angegriffen fühlt. Ich hab schon öfter die Erfahrung gemacht, dass sich durch mein empfinden andere angegriffen fühlten.

Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann ist, auf der Arbeit verstehe ich mich mit meinen Kollegen/innen super, dort habe ich wirklich das Gefühl, der zu sein der ich bin. Wir lachen immer sehr viel und bin allgemein sehr witzig drauf. Privat dagegen bin ich oft sehr apathisch und hölzern. Es fühlt sich an wie ein Doppelleben wo wir wieder zu dem Thema der inneren Zerrissenheit zurück kommen, wofür ich auch meinen ehemaligen Drogenkonsum verantwortlich machen muss.

Das war ein kleiner Ausschnitt meiner derzeitigen Problemchen, irgendwie ungewohnt über mich zu schreiben.
Das ist etwas, was ich noch lernen muss.
"Sei selbst der Wandel, den du in der Welt sehen möchtest" Ghandi

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ToWCypress81
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Re: Guten Abend

Beitragvon ToWCypress81 » 12. November 2019, 06:56

Moin und Willkommen [;)]

Rocco hat geschrieben:Ich vermute aber es ist eher die ÄVPS. Womit ich mich noch nicht so gut mit anfreunden kann, da es sich anhört wie ein Feigling. :lachen:
In erster Linie beeinhaltet diese Störung (ÄVPS bzw UVPS) die Angst oder Auffassung, das alle um einen herum schlecht über einen denken, sodass man dieser permanenten Auffassung hin - auf andere eher gutwillig (recht-machend), rechtfertigend, vermeidend, emotions-starr oder unsicher zugeht.
Wenn man allerdings tatsächlich angegriffen wird (was durch das eher rechtmachende und Situationsvermeidende normal nicht so oft vorkommt) - reagiert man so gut wie immer im höchsten Maße wutentbrannt, aggressiv und sehr jähzornig - da sich ein solcher Persönlichkeitsgestörter Mensch, durch den beeinhaltenden Minderwertigkeitskomplex dadurch immer stark persönlich in seinem innersten Wesen angegriffen fühlt (sehr Persönlichkeits-verletzbar/reizbar ist).

Diese Störung ist sehr stark Lebensbeeinträchtigend, da vor allem im sozialen besonders stark Angst/Panik und Verzweiflungs-geprägt. Sehr starkes soziales Vermeidungsverhalten, großer Rückzug (Alleinsein), starker Stress und Anspannung unter Menschen.
Und alleine eher Antriebslos, Lethargisch, Gedankenkreisend und starke Egozentriertheit (genauso wie unter Menschen).

Vielleicht hilft dir das ja weiter..
Grüße

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Re: Guten Abend

Beitragvon Rocco » 14. November 2019, 18:29

ToWCypress81 hat geschrieben:Moin und Willkommen [;)]

In erster Linie beeinhaltet diese Störung (ÄVPS bzw UVPS) die Angst oder Auffassung, das alle um einen herum schlecht über einen denken, sodass man dieser permanenten Auffassung hin - auf andere eher gutwillig (recht-machend), rechtfertigend, vermeidend, emotions-starr oder unsicher zugeht.
Wenn man allerdings tatsächlich angegriffen wird (was durch das eher rechtmachende und Situationsvermeidende normal nicht so oft vorkommt) - reagiert man so gut wie immer im höchsten Maße wutentbrannt, aggressiv und sehr jähzornig - da sich ein solcher Persönlichkeitsgestörter Mensch, durch den beeinhaltenden Minderwertigkeitskomplex dadurch immer stark persönlich in seinem innersten Wesen angegriffen fühlt (sehr Persönlichkeits-verletzbar/reizbar ist).

Diese Störung ist sehr stark Lebensbeeinträchtigend, da vor allem im sozialen besonders stark Angst/Panik und Verzweiflungs-geprägt. Sehr starkes soziales Vermeidungsverhalten, großer Rückzug (Alleinsein), starker Stress und Anspannung unter Menschen.
Und alleine eher Antriebslos, Lethargisch, Gedankenkreisend und starke Egozentriertheit (genauso wie unter Menschen).

Vielleicht hilft dir das ja weiter..
Grüße


Hi, danke für deine Antwort, meine erste Reaktion über deine Überlieferung der Störung war zuerst eher verneinend, ich hab gedacht soo schlimm ist es nun auch nicht. Nach dem Verinnerlichen und Reflektieren aus bestimmten vergangenen und aktuellen Situationen ist es doch schon zutreffend.
Auf der einen Seite hatte ich bedenken, mich in eine Sache rein zu steigern und auf der anderen Seite hatte ich bedenken, diese Sache zu verharmlosen.

Ich hatte gerade ein Gespräch mit meinem Hausarzt, ich hatte ihn gefragt ob Persönlichkeitsstörungen bzw. Persönlichkeitsstile ausschließlich aufgrund von Traumata entstehen oder auch durch Drogenmissbrauch entstehen. Wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke ist seine Antwort ziemlich logisch. Er meinte das es zwangsläufig unter Drogenmissbrauch zu einer Persönlichkeitsstörung kommt.
Ich musste wegen einer anderen Sache zum Hausarzt, aber hatte mir auch vorgenommen das anzusprechen.
Im Wartezimmer war es schon eher ein nein, du sprichst das nicht an.
Im Behandlungszimmer wurde ich schon sehr nervös und dann kam ein scheiß drauf und habe es einfach angesprochen. :Sonne:
Es ist schon etwas anderes, wenn man sich damit Gedanklich auseinandersetzt und dann mal wirklich nach langem schweigen, darüber redet.
Es ist zwar keine Diagnose oder ähnliches aber er meinte, dass ich mich damit auf jeden fall intensiv auseinandersetzen muss.

Ja irgendwie hat es mir weitergeholfen, viel Dank.
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 14. November 2019, 19:35

Rocco hat geschrieben:Er meinte das es zwangsläufig unter Drogenmissbrauch zu einer Persönlichkeitsstörung kommt.
Hallo Rocco :winken: , mmhh, kann der Arzt das irgendwie belegen? :rätseln:

Ich glaube ja eher, dass es im Zuge einer psychischen Störung zu Drogenmissbrauch im Sinne des Versuchs einer Selbstmedikation kommen kann. Drogen können natürlich temporäre oder bleibende Persönlichkeitsveränderungen auslösen (z.B. Psychose), aber ich denke, eher sind sie Folge als Ursache.
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Re: Guten Abend

Beitragvon Rocco » 14. November 2019, 20:36

Indigocat hat geschrieben:
Rocco hat geschrieben:Er meinte das es zwangsläufig unter Drogenmissbrauch zu einer Persönlichkeitsstörung kommt.
Hallo Rocco :winken: , mmhh, kann der Arzt das irgendwie belegen? :rätseln:

Ich glaube ja eher, dass es im Zuge einer psychischen Störung zu Drogenmissbrauch im Sinne des Versuchs einer Selbstmedikation kommen kann. Drogen können natürlich temporäre oder bleibende Persönlichkeitsveränderungen auslösen (z.B. Psychose), aber ich denke, eher sind sie Folge als Ursache.


Hi :peace:
In dem Moment hab ich es ehrlich gesagt nicht sonderlich hinterfragt.

Du hast höchst wahrscheinlich recht mit dem was du schreibst. Ich bin auch der Meinung das ich gewisse anteile schon im Vorfeld hatte und infolge dessen auf Drogen zurück gegriffen habe, um Leistungsfähiger oder Redseliger zu sein. Dies ist ja in deinem sinn der Selbstmedikation, um Unsicherheiten leichtfertig überspielen zu können. Es ist schließlich einfacher, als sich eine andere Strategie zu suchen, weil es sehr akut wirkt. Im Umkehrschluss ist es aber dann doch sehr kontraproduktiv, weil man ohne einfach absoluten keinen Antrieb mehr findet.

Ich wollte das Thema jetzt auch nur mal erörtern, ich weiß nicht inwiefern es hier gestattet ist dieses Thema zu handhaben. Ich bin nicht hier um mich darüber Auszutauschen. Ich hoffe es ist aus diesem Kontext heraus gestattet.
Ich möchte herausfinden, wie ich Strategien entwickeln kann um damit besser umzugehen. Ich hab das Gefühl, dass das hier der richtige Ort ist, um das herauszufinden. :)
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 14. November 2019, 21:03

Rocco hat geschrieben: Ich hab das Gefühl, dass das hier der richtige Ort ist, um das herauszufinden. :)
:begeistert: Na ja, am besten du suchst dir das raus, was dir nützt, solltest aber die Informationen kritisch hinterfragen, schließlich sind wir hier ein Laienforum. Aber auch in einer Therapie sollte man die Informationen hinterfragen, denn nicht jeder Therapeut hat immer recht.

Solange du keine Werbung für Drogen machst, kannst du dich selbstverständlich darüber austauschen. Am bestehen wäre es, dazu in den geschützten Teil des Forums zu gehen, dieser ist öffentlich einsehbar...

Den Unterschied von ängstlich vermeidend und schizoid sehe ich so: der Änstlich-Vermeidende hat Angst, unter Menschen zu gehen, er kann auch im Rahmen einer Gruppentherapie nicht miit anderen am Tisch sitzen, der Schizoide hat keine Angst vor menschlichem Kontakt, es ist ihm bloß lästig und kostet Kraft. Man kann natürlich auch beides gleichzeitig haben, oft entwickelt sich aus einer Schizoidie auch eine soziale Phobie.
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Re: Guten Abend

Beitragvon Rocco » 14. November 2019, 21:49

Indigocat hat geschrieben:
Rocco hat geschrieben: Ich hab das Gefühl, dass das hier der richtige Ort ist, um das herauszufinden. :)
:begeistert: Na ja, am besten du suchst dir das raus, was dir nützt, solltest aber die Informationen kritisch hinterfragen, schließlich sind wir hier ein Laienforum. Aber auch in einer Therapie sollte man die Informationen hinterfragen, denn nicht jeder Therapeut hat immer recht.


Ich sehe mich reflektiert genug um mir das raus zu suchen, was ich benötige. Oft fehlen mir die Worte, um das zu beschreiben, was ich empfinde. Um meinen Wortschatz diesbezüglich zu erweitern, ist so ein forum ideal. Hier tauchen oft psychologische Vokabeln auf, die mir so nicht geläufig sind. Und dieses einkreisen hilft sehr sich selbst zu verstehen.

Den Unterschied von ängstlich vermeidend und schizoid sehe ich so: der Änstlich-Vermeidende hat Angst, unter Menschen zu gehen, er kann auch im Rahmen einer Gruppentherapie nicht miit anderen am Tisch sitzen, der Schizoide hat keine Angst vor menschlichem Kontakt, es ist ihm bloß lästig und kostet Kraft. Man kann natürlich auch beides gleichzeitig haben, oft entwickelt sich aus einer Schizoidie auch eine soziale Phobie.


Das ist was mich stutzig macht, es ist mal so und mal so. Kommt auch immer auf die Person an, mit der ich zu tun habe.
Mal denke ich mir es interessiert mich überhaupt nicht was du da redest.
Mal fühle ich mich wie ein Reh im Scheinwerferlicht bei der Erwartung der anderen.
Dann gibt es noch die handvoll Menschen mit denen sogar oberflächlicher smalltalk sehr viel Spaß macht. Von diesen Menschen empfinde ich dann keinerlei Erwartungen. Tauchen leider sehr selten auf.
Ich habe das Gefühl das ich unterbewusst sehr stark auf nonverbale Kommunikation reagiere und diese auch sehr stark aussenden.
Ist aber auch Tages Form abhängig. Wenn ich sehr nachdenklich bin und nicht viel geredet habe, fällt es mir sehr schwer mit Menschen zu interagieren bzw ein gerade ausgesprochenes Wort raus zu kriegen.
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 15. November 2019, 19:27

Rocco hat geschrieben:Das ist was mich stutzig macht, es ist mal so und mal so.
Das alles klingt aber nicht nach Angst, eher nach Ungeübtheit? Ich merke immer mehr, dass mit Menschen, mit denen die Kommunikation nicht klappt, ich gar nicht reden will, weil mein Unterbewusstsein mich irgendwie warnt. :kein Plan:
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Re: Guten Abend

Beitragvon Rocco » 15. November 2019, 23:10

Indigocat hat geschrieben:
Rocco hat geschrieben:Das ist was mich stutzig macht, es ist mal so und mal so.
Das alles klingt aber nicht nach Angst, eher nach Ungeübtheit? Ich merke immer mehr, dass mit Menschen, mit denen die Kommunikation nicht klappt, ich gar nicht reden will, weil mein Unterbewusstsein mich irgendwie warnt. :kein Plan:


Klar, aber das muss es ja nicht Ausschließen. Dieses Ungeübte ist ja auch irgendwo ein Indikator für Vermeidung und mit großen Anteilen hat da wahrscheinlich auch meine Faulheit/Antriebslosigkeit dazu beigetragen.
Antriebslosigkeit empfinde ich schon als sehr belastend. Es ist immer so, wenn ich von der Arbeit nachhause komme, dass ich plötzlich keine Kraft mehr habe für dinge, die ich mir eigentlich vorgenommen habe.

Zum Beispiel hab ich mir mal vorgenommen, etwas gegen mein Lispeln zu unternehmen. Ich hab da auf Youtube ein paar Videos gefunden, wo gezeigt wird was man für Übungen mit der Zunge machen kann, um die Zungenmuskulatur zu Stärken. Dazu dann noch in Kombination mich mit Zungenbrechern auseinander zu setzen.

In meiner Vorstellung hört sich das nach einem verdammt guten Plan an, aber wenn es dann heißt wirklich aktiv zu werden, werde ich müde sodass meine Ambitionen dann in Rauch aufgehen.

Ich hab mich mit 2 Leuten über das Thema Lispeln unterhalten und beide haben unabhängig voneinander gesagt, dass es ihnen gar nicht aufgefallen wäre, wenn ich es Ihnen nicht gesagt hätte.

Ich höre dieses zischen aber in meinen Gedanken. Ich gehe dann jegliche Konstellationen durch, wie ich was sagen kann. Aber der Zeitraum ist halt sehr begrenzt in dem man Antwort leisten kann, so kommt es nicht selten vor, dass ich erst gar nichts sage oder halt sehr karg antworte.

Ich habe vor einem halben Jahr vorgenommen es einfach zu Akzeptieren und drüber zu stehen. Im Beruf klappt das ganz gut, da fühle ich mich auch irgendwo wertgeschätzt vor allem als Mensch. Aber Privat ist es dann doch eine ganz große Hürde.

Ich denke dass das daran liegt, dass auf der Arbeit die Hierarchie klar gegeben sind, es besteht keinerlei Konkurrenz verhalten.
Unter gleichaltrigen sieht das doch schon anders aus, da gibt es hier und da mehr macht Spielchen, die sich aber auch eher unterschwellig austragen. soweit meine Theorie zu den Machtverhältnissen.

Zum Thema Angst
Es ist nicht einfach zu beschreiben. Ich habe einfach dieses ständige Gefühl geklemmt zu sein. Es ist ein bedrückendes Gefühl in den Bereichen Brust, Schulter und Nacken.

Intuitiv würde ich auch am liebsten vieles Vermeiden, wo der Kopf dann sagt, nein du machst jetzt.
Vor 2 Monaten habe ich mich zum Autogenen Training angemeldet.
In meiner Vorstellung war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung, dann kommt der Tag X wo ich aktiv werden soll und dann kamen auch wieder Gedanken ach bleib doch zuhause, fand es auch wieder beängstigend mich mit anderen Menschen auseinander zu setzen.
Aber ich habe darauf nicht gehört und bin dann dort hin gegangen, bin auch froh darüber weil ich merke, dass es mir gut tut.
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 16. November 2019, 17:39

Rocco hat geschrieben:Zum Beispiel hab ich mir mal vorgenommen, etwas gegen mein Lispeln zu unternehmen. Ich hab da auf Youtube ein paar Videos gefunden, wo gezeigt wird was man für Übungen mit der Zunge machen kann, um die Zungenmuskulatur zu Stärken. Dazu dann noch in Kombination mich mit Zungenbrechern auseinander zu setzen.
Vielleicht würden ein paar Stunden bei einem guten Logopäden hier Wunder wirken? Unter Anleitung klappt die Motivierung vielleicht besser.
Zum Thema Angst
Es ist nicht einfach zu beschreiben. Ich habe einfach dieses ständige Gefühl geklemmt zu sein. Es ist ein bedrückendes Gefühl in den Bereichen Brust, Schulter und Nacken.
Wenn es dich sehr belastet, kannst du es ja mal abklären lassen und eine Psychotherapie machen, es gibt auch sehr wirksame Medikamente. Das hilft auch gegen die Startschwierigkeiten. Bei den meisten schlagen diese Medikamente gut an, ich hatte leider Pech mit gravierenden Nebenwirkungen - andere Geschichte - aber dann kann man sie ja wieder absetzen.
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