zeitungsartikel über Introversion

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moalix
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zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon moalix » 9. Februar 2019, 21:15


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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon knolle » 10. Februar 2019, 08:49

moalix hat geschrieben:huhu,

https://www.zeit.de/arbeit/2019-01/intr ... ben-tipps/

fand ich recht interessant

Ein guter Artikel, mir gehts auch oft so wie darin beschrieben. Nach Meetings und solchen Dingen muss erstmal ganz dringend wieder Kraft getankt werden. Vielen scheint das deutlich leichter zu fallen...

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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon Indigocat » 10. Februar 2019, 09:15

Wobei das auch am heutigen Arbeitsmarkt liegt, es widerspricht der menschlichen Jäger- und Sammlernatur, von Meeting zu Meeting zu hetzen... Damit haben auch nicht-schizoide Menschen Probleme und sind erschöpft. Die Leute machen sich auch viel zu wenig klar, dass "Karriere" ein dämliches Konstrukt ist, reich wird, wenn überhaupt, nur der Arbeitgeber und der Staat kassiert einen Großteil des sauer verdienten Geldes ab. Dann landen viele mit Burnout in der Therapie … Zu viel Ehrgeiz am falschen Platz...
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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon yxcvbnm » 10. Februar 2019, 19:25

Einerseits zeigt mir dieser Artikel, dass sich Introvertierte (bis zu 50%) und Extrovertierte die Waage halten, andererseits verstehe ich nicht, wie er dann - so meine Empfindung - als Minderheitenbericht einer Betroffenen/Insiderin daherkommt und zu sensibilisieren versucht. Daher der gut und vielversprechende Ansatz, dass die heutige Zeit/Arbeits- und Kommunikationswelt
dem Menschen Probleme macht. Und wenn wir hier von dem gewaltigen Anteil der Introvertierten in der Gesellschaft lesen, die sich ihrer Bedürfnisse, wohl aber der Überforderung, (nicht) bewusst sind, ist dieser Artikel vor allem ein Wink mit dem Zaunpfahl an komplexe Kommunikationsapparate/-abläufe (Stichwort "Etappenmarathon", bevor man an etwas weiterbearbeiten kann) im Arbeitsmarkt und Alltag.
Gut finde ich, dass das Thema Öffentlichkeit findet, weniger gelungen ist die Differenzierung der Begrifflichkeiten. Da hätte ich mir einen Absatz mehr 'Fundament' gewünscht (, vllt weil ich nicht möchte, dass Introvertiertheit als Entschuldigung für jegliche Art der Überforderung, ob intellektueller oder anderer Art, herangezogen wird oder aber als Freischein missbraucht wird, denn feststeht auch, dass Bedürfnisse von Extrovertierten direkter angesprochen und somit Angebote eher von anderen genutzt werden. Nun könnte man wieder 'leben, leben lassen' anführen, denn schließlich vollzieht man keine gesellschaftliche Trennung in Extros und Intros und wer sich nicht nimmt, was er braucht, sei selbst schuld... viele Nuancen, viele Geschichten, viele Perdpektiven auf menschliche Natur in der heutigen Zeit. Vllt bin ich auch einfach geschädigt, weil ich aus meiner langen 'Alienation' viel Wissen gesucht und in Foren mitgelesen habe, dann aber immer feststellen musste, dass bei all den Schilderungen um Introvertiertheit, Hochsensibilität und Hochbegabung viele Selbstdiagnostizierte als Heuler unterwegs waren. Es war dort immer 'zu laut'.)

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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon Zinzin » 12. Februar 2019, 17:57

knolle hat geschrieben:
Nach Meetings und solchen Dingen muss erstmal ganz dringend wieder Kraft getankt werden. Vielen scheint das deutlich leichter zu fallen...[/quote]

Geht mir auch so, wobei meine Meetings lediglich ein längeres Gespräch auf der Straße mit Bekannten ist.

yxcvbnm hat geschrieben:Einerseits zeigt mir dieser Artikel, dass sich Introvertierte (bis zu 50%) und Extrovertierte die Waage halten, andererseits verstehe ich nicht, wie er dann - so meine Empfindung - als Minderheitenbericht einer Betroffenen/Insiderin daherkommt und zu sensibilisieren versucht.


Stimmt! lol

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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon Zinzin » 12. Februar 2019, 18:06

Die meisten Introvertierten dürften vermutlich einfach lediglich ruhigere Gesellen sein. Etwas stiller, etwas weniger stürmisch mit ruhigerem Temperament. Damit kommt man gesellschaftlich an sich unauffällig und unaneckend durch.

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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon knolle » 13. Februar 2019, 18:11

Indigocat hat geschrieben:Wobei das auch am heutigen Arbeitsmarkt liegt, es widerspricht der menschlichen Jäger- und Sammlernatur, von Meeting zu Meeting zu hetzen... Damit haben auch nicht-schizoide Menschen Probleme und sind erschöpft. Die Leute machen sich auch viel zu wenig klar, dass "Karriere" ein dämliches Konstrukt ist, reich wird, wenn überhaupt, nur der Arbeitgeber und der Staat kassiert einen Großteil des sauer verdienten Geldes ab. Dann landen viele mit Burnout in der Therapie … Zu viel Ehrgeiz am falschen Platz...
Das sehe ich ganz ähnlich, auch wenn mir persönlich immer gesellschaftliche Konformität vorgelebt wurde. Zumindest von den Eltern. Heute spüre man dadurch leider häufig die Tendenz, Aufgaben viel zu genau machen zu wollen. Das ist leider tatsächlich ganz im Sinne der Arbeitgeber und im Grunde eine ungesunde Einstellung für sich selbst.

Zinzin hat geschrieben: Etwas stiller, etwas weniger stürmisch mit ruhigerem Temperament. Damit kommt man gesellschaftlich an sich unauffällig und unaneckend durch.
Ehrlich gesagt ist meine Erfahrung hier oft eine andere gewesen. Besonders in den falschen Momenten zu schweigen, kann oft ungewollt Sympathien verspielen. Häufig durch Mißverständnisse beim Gegenüber.

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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon Zinzin » 13. Februar 2019, 19:25

knolle hat geschrieben: Ehrlich gesagt ist meine Erfahrung hier oft eine andere gewesen. Besonders in den falschen Momenten zu schweigen, kann oft ungewollt Sympathien verspielen. Häufig durch Mißverständnisse beim Gegenüber.


Mein Erfahrung ist, daß viele Introvertierten, also jene ferner von deutlicher Ausprägung, dennoch aber introvertiert, wenig auffallen im Umgang mit anderen. Und angenommen der 50% Anteil von Introvertierten in der Bevölkerung stimmt, eklatant bemerkbar finde ich die nicht. Da muß man dann schon etwas näher rangehen, damit sich das neben oder hinter der öffentlichen Person zeigt.

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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon Indigocat » 13. Februar 2019, 20:54

knolle hat geschrieben:Das sehe ich ganz ähnlich, auch wenn mir persönlich immer gesellschaftliche Konformität vorgelebt wurde. Zumindest von den Eltern. Heute spüre man dadurch leider häufig die Tendenz, Aufgaben viel zu genau machen zu wollen. Das ist leider tatsächlich ganz im Sinne der Arbeitgeber und im Grunde eine ungesunde Einstellung für sich selbst.
Das gesamte Schulsystem ist im Sinne der Arbeitgeber aufgebaut. Arbeite und konsumiere, damit du noch mehr arbeiten musst und gleichzeitig doppelt für Profit und Absatz sorgst... Eher müssten Fächer eingeführt werden wie finanzielle Bildung, wie lerne ich so kräftesparend und umweltschonend wie möglich zu leben, zugewandte Kommunikation statt Rivalität usw. …
Zinzin hat geschrieben: Etwas stiller, etwas weniger stürmisch mit ruhigerem Temperament. Damit kommt man gesellschaftlich an sich unauffällig und unaneckend durch.
Ehrlich gesagt ist meine Erfahrung hier oft eine andere gewesen. Besonders in den falschen Momenten zu schweigen, kann oft ungewollt Sympathien verspielen. Häufig durch Mißverständnisse beim Gegenüber.
Wenn man sich eine Skala vorstellt, auf der einen Seite Extraversion, auf der anderen Seite Introversion - befinden sich die Schizoiden ganz weit auf der introvertierten Seite. Alle, die sich weiter im Mittelfeld befinden, werden nicht groß auffallen. Wenn man die Augen aufmacht, erkennt man sie aber, es sind diejenigen, die am Tisch den anderen zuhören und mehr nicken als reden.
Etwas ruhiger zu sein, kann trotzdem negativ sein, wenn man eine andere Ausstrahlung hat. Ich wirke dominant und ziehe deshalb eher Aggressionen an, egal wie unauffällig ich mich verhalte. Ich habe darunter gelitten, mich aber auch nicht verteidigt, weil meine Mutter diese Fähigkeit bei mir zerstört hatte. Meine frühere Therapeutin hatte zu mir gesagt, das ist etwas, was ich gar nicht vermeiden kann, weil die Eigenschaft Dominanz angeboren ist. Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als mich durchzusetzen.
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Re: zeitungsartikel über Introversion

Beitragvon Kalliope » 14. Februar 2019, 17:36

*seufz* und danke für's Einstellen. Bin erst heute zum Lesen gekommen.
Fühle mich "ertappt" :).
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"Das Ideal einer vollkommenen Gesundheit ist bloß wissenschaftlich interessant. Krankheit gehört zur Individualisierung." Novalis


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