Tja, dann mal Hallo!

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maverick73
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Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon maverick73 » 21. Juli 2018, 21:07

Dann werde ich hier auch mal ein gepflegtes "Hallo" in die Runde werfen, obwohl Etwas in mir eigentlich nicht will. Eigentlich habe ich überhaupt nicht vor, irgendwelche Spuren auf diesen Planeten zu hinterlassen, geschweige denn in diesem Forum. Um ehrlich zu sein, würde ich meine sogar löschen, die ich irgendwo, irgendwann mal hinterlassen habe. Nichts soll jemals auf meine Existenz schließen lassen.
Und eigentlich habe ich auch nichts zu sagen, was nicht schon gesagt wurde.

Das war schon in meiner Kindheit so. Ich wollte nie irgendwo sein. Jeder Platz im Universum ist besser, als dieser hier.
Die Diagnose "schizoide Persönlichkeitsstörung" habe ich seit 10 Jahren, aber begleiten tut sie mich schon seit meiner Kindheit, zusätzlich zu den anderen netten Sachen natürlich.

Die wußten damals alle nicht, was mit mir war. Ärzte nicht, Lehrer nicht, mein Erzeuger interessierte es nicht und meine Mutter verstand es nicht. Der war halt anders. Merkwürdig, ruhig, viel zu sensibel, introvertiert. Sprech bloß nicht mit dem.
Damit war dann Tür und Tor offen für Mobbing. Und ohne Rückhalt, ging die Entwicklung nur in eine Richtung. Schnurstacks nach unten.
Seitdem war es mir eigentlich immer recht, ignoriert zu werden. Besser, als nach unten getreten zu werden.
Aber soweit will ich dann doch nicht ausholen.

Obwohl ich Parallelen zwischen mir und einigen Beiträgen hier sehe, kann es durchaus sein, dass ich mich auch irgendwann wieder zurück ziehe.
Ich komme mit anderen Menschen auf keinen Konsens, auch wenn sie ähnlich ticken. War auch schon immer so.

Ach ja, nebenbei, auch hier scheint es keine wütenden Smilies zu geben. Alles strahlt und lacht.
Egal, ich benutze die Dinger eh nicht. Ich degradiere sie immer zur Belanglosigkeit.

Bis dann!

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Re: Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon Yuri87 » 22. Juli 2018, 06:13

Hey,

die Spuren die du hier hinterlässt werden nicht all so viele Leute finden, und die die den Weg hier her dennoch finden, sind oft auch nicht grad gesellige Personen, dafür aber vielleicht tatsächlich an ein paar Themen interessiert. Auch das mit dem möglichen zurück ziehen musst du nicht vorab entschuldigen (sorry, wenn ich das falsch gedeutet haben sollte), das kann hier Jeder handhaben wie er/sie es möchte.

L.G. Yuri

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Re: Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon tiffi » 22. Juli 2018, 09:40

maverick73 hat geschrieben:Ich komme mit anderen Menschen auf keinen Konsens, auch wenn sie ähnlich ticken. War auch schon immer so.

Ach ja, nebenbei, auch hier scheint es keine wütenden Smilies zu geben. Alles strahlt und lacht.
Egal, ich benutze die Dinger eh nicht. Ich degradiere sie immer zur Belanglosigkeit.
Hallo.

wegen kein Konsens
► Text zeigen
Dann mal ein gutes wie auch immer hier sein (oder nicht hier sein)
tiffi

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Re: Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon Themis » 22. Juli 2018, 10:03

Hallo maverick73,

auch von mir willkommen und gutes Stöbern und Austauschen hier.
maverick73 hat geschrieben:Eigentlich habe ich überhaupt nicht vor, irgendwelche Spuren auf diesen Planeten zu hinterlassen, geschweige denn in diesem Forum. Um ehrlich zu sein, würde ich meine sogar löschen, die ich irgendwo, irgendwann mal hinterlassen habe. Nichts soll jemals auf meine Existenz schließen lassen.
Und eigentlich habe ich auch nichts zu sagen, was nicht schon gesagt wurde.
Diesen Gedanken kenne ich selbst sehr gut. Niemand sein wollen und unsichtbar, daher "sicher" bleiben. (Weiß natürlich nicht, ob das auch Dein Motiv dahinter ist?)
Kurioserweise muss ich aber sagen, ich war vor diesem auch noch nie in einem Forum und habe auch Googleergebnis-Forumsbeiträge zu beliebigen Suchanfragen i. d. R. ignoriert. Hier aber sprachen mich die sachliche Betrachtungsweise und das stark analytische Denken sehr an, deshalb hatte ich mich dann registriert. Rutschte dann zunächst aus Sachinteresse so in einige Diskussionen rein ... Und irgendwie ist es (für einen selbst, also für mich zumindest), als würde man durch das Äußern und Erklären mehr Kontur gewinnen. Für sich, meine ich. So ganz hab ich den Grund auch noch nicht raus. :rätseln:
Also lass Dich mal überraschen, was Dir hier so passiert. :)

An der Sache mit dem "Konsens oder nicht" blieb ich aus sehr aktuellem Anlass auch sofort hängen.
tiffi hat geschrieben:
maverick73 hat geschrieben:Ich komme mit anderen Menschen auf keinen Konsens, auch wenn sie ähnlich ticken. War auch schon immer so.

Ist nicht Unähnlichkeit "normaler" als Ähnlichkeit? Weil Blickrichtung und Werte und zudem
noch das eigene "flüssige" Ich / Positionen oder eben keine Position (wo man fest drin wäre)
sich verändern?

Oder kommt Konsens aus verbindlichen Werten, die kontinuierlich gut gefunden werden? (Sozialvertrag;
Untergruppierungen mit ähnlichen Interessen; Umweltschutz, pro Planet; Religion; Idealismus...)

Ich denke, das liegt an den Gesetzen der Ähnlichkeit, das Gehirn sucht sich lieber Ähnliches als Unähnliches und ist daher auch sehr gerne bereit, halb Ähnliches ganz ähnlich zu machen. Vgl. hier (wir hatten das mal in der Ausbildung, daher fiel es mir ein):
https://de.wikipedia.org/wiki/Gestaltpsychologie --> Absatz "Gestaltgesetze"

Ich persönlich sehe im "Konsens suchen" auch wenig Sinn, man engt doch seinen Horizont dadurch unnötig ein. :rätseln: Und festgelegt und irgendwo zugehörig sein mag ich auch nicht. Oder so deklariert werden, "ich verstehe Dich". Da könnte ich auch den Nackenhaaresträub-Smiley brauchen. :breites grinsen:
Finde aber, so im Schreiben hier genügen dann doch die "milden", deeskalierten Smileys meist - wenn nicht, sagen Worte ohnehin mehr. Aber ein :breites grinsen: z. B. kann schon ganz schön viel Wut ausdrücken oder ein :schweigen: oder :verwirrt: hilflose Wut. Für ganz schlimme Fälle :übel: ...
Ach, wenn man Smileys denn benutzen will, ist auch hier durchaus genug Angebot da.

Dir also guten Konsens hier oder auch nicht :engel: ,

Grüße,
Themis.
Everything is nothing, and nothing is everything. (Quelle strittig) :alien:

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Re: Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon maverick73 » 22. Juli 2018, 14:16

Danke erstmal, für die Antworten. Mit Konsens meinte ich eigentlch nur meine fehlende Kompatibilität mit anderen Menschen (nicht auf einen Nenner kommen, aneinander vorbei reden, zwei verschiedene Sprachen sprechen etc.). Dabei ging es mir nicht um bestimmte Meinungen oder Ansichten, die nicht Konform miteinander waren und ausdiskutiert werden müssen, um letzendlich doch auf einen Nenner zu kommen.

Klar kann man sagen: Unähnlichkeit ist normaler als Ähnlichkeit. Aber von meiner Perspektive aus, ziehen die "Normopathen" (die vermeintlich Gesunden) an einem Strang, an dem ich nicht ziehe, was widerum Futter für meine Andersartigkeit ist. Und das macht sie wieder ähnlich, zu mindestens was diesen Punkt angeht (Geld anhäufen, Ellenbogen-Gesellschaft, Familie gründen, Oberflächige Phrasendrescherei, bei Bagatellen Klappe aufreißen, bei existenziellen wichtigen Punkten Klappe halten), was mich wohl zusätzlich zum Nihilisten macht. Aber damit kann ich leben.

Wütende Smilies mögen vielleicht nicht regelkonform sein, aber diese Variante unterstützt die allgemeine Ansicht, das Wut böse ist und unter dem Teppich gehört. Ich komme aus einer Familie, wo das so gehandhabt wurde (weit verbreitete Ansicht). Aus diesem Umstand ist allerdings noch nie etwas Gutes entstanden. Ich vergleiche das immer mit der Quantenphysik. Energie bleibt immer vorhanden, selbst wenn sich der Aggregatzustand ändert. Und auch Wut ist Energie!

Gruß

Themis
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Re: Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon Themis » 22. Juli 2018, 14:38

Genau so hatte ich "Konsens" auch verstanden.
Everything is nothing, and nothing is everything. (Quelle strittig) :alien:

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Re: Tja, dann mal Hallo!

Beitragvon tiffi » 22. Juli 2018, 20:34

maverick73 hat geschrieben:Klar kann man sagen: Unähnlichkeit ist normaler als Ähnlichkeit. Aber von meiner Perspektive aus, ziehen die "Normopathen" (die vermeintlich Gesunden) an einem Strang, an dem ich nicht ziehe, was widerum Futter für meine Andersartigkeit ist. Und das macht sie wieder ähnlich, zu mindestens was diesen Punkt angeht (Geld anhäufen, Ellenbogen-Gesellschaft, Familie gründen, Oberflächige Phrasendrescherei, bei Bagatellen Klappe aufreißen, bei existenziellen wichtigen Punkten Klappe halten), was mich wohl zusätzlich zum Nihilisten macht. Aber damit kann ich leben.
Erlebe ich zum Teil wohl ähnlich.

Was für andere Wohlfühlbereich und wichtige Dinge und Einstellungen, ist für mich befremdlich;
für andere könnten Teile meiner Wesensart / Einstellung ect störend sein.
Kein richtiges Zusammenkommen, auf beiden Seiten im Prinzip nicht, oder ginge nur
unter ganz anderen Voraussetzungen. Wie Gesellschaft / Mensch im gros aber nicht tickt.

Das mit der Unähnlichkeit sehen ist mein eigener Schluss, der mir etwas Erleichterung bringt,
und wird nicht unbedingt von anderen angewandt. Da erlebe ich eher das kritische betrachten
und abwehren von unähnlichem. (oder Zwangsbekehrung, Zwangsintegration, wenn die Maßstäbe
so ins "alles muss eins sein" gehen.)

Dieses nicht passen, kein Nenner, geht ja häufig von beiden Seiten aus. Die Gruppe sagt,
passt nicht, man selber sagt, passt nicht. Bis zu einem gewissen Grad der Abweichung geht
ggf. noch Erziehung und Lernen/Gutwillen/ Anpasssung und doch Inklusion.
Ab nem gewissen Grad ist man draußen.

Gut, gibt ja auch keine Pflicht, jeder Club wählt selbst seine Mitglieder.
Bei der Familie ist es stellenweise etwas anders, da hat (zumindest ein Teil, der erwachsene Familien
gründen wollende) einen Club gewählt,
aber nicht, welches Mitglied da ankommt. Glücksspiel.

@maverick73
Bei dir liest es sich eher so, als gings wahrscheinlich nicht um zuviel Inklusion auf Krampf,
sondern eher so, dass auch keine Verbindung gesucht wurde von beiden Seiten?

Was mir nicht ganz klar ist -vielleicht gibt es da ja eine neue Perspektive-, warum Ausgrenzung
weil der Nenner fehlt, heute noch so auf das Gesamtbefinden wirkt?
Weil da doch sowas wie Selbstwert oder Sinn dran hängt, Mensch braucht Gruppe?
Oder wirkt es irgendwie auch, die Abstoßung, das Nicht dazugehören, auf irgendeiner
wahrnehmbaren Ebene? Fehlende Resonanz? Ignoranz und nicht vorkommen ist in
gewisser Form ein psychischer Angriff?

Dass man sich so Gedanken macht, wer ist krank, wer nicht; wer hat einen guten Sinn und Wert und wer nicht,
sind ja alles so Vergleichsgedanken; die zu den definierenden anderen hinweisen.

Ich fände manchmal sehr viel mehr Gelassenheit oder scheißegal (nicht meine Baustelle, passt eben
nicht) ganz gut. Aber kann man das überhaupt so steuern und das, was irgendwie wirkt, auch
ausblenden?
(edit- letzter Abschnitt ging im Satzbau so gut wie gar nicht, obwohl ich immer so geschrieben hab,
bevor die mittlere Stufe der Erziehung kam. Also letzten Abschnitt mehr geradeaus gemacht, dafür andere Teile
ergänzt :rätseln: )


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