Empathie - Sendung zur Hirnforschung

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Empathie - Sendung zur Hirnforschung

Beitragvon Themis » 8. Juli 2018, 14:20

Gerade läuft auf Servus TV die sehr interessante Sendung "The Brain - Das menschliche Gehirn: Brauche ich Dich?" mit den Themen Empathie, Gruppenbildung, Genozid, aber auch Autismus und allgemein soziale Kontakte bzw. Aspekte der sozialen Interaktion aus Forschungssicht.
Offenbar Teil 5 einer 6-teiligen Reihe und auch in der Mediathek des Senders verfügbar:

https://www.servus.com/de/p/The-Brain-- ... 3UG2D2112/
Everything is nothing, and nothing is everything. (Quelle strittig) :alien:

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Re: Empathie - Sendung zur Hirnforschung

Beitragvon tiffi » 9. Juli 2018, 09:55

Die zwei Fallbeispiele ( Asperger + Experiment: für wen Mitgefühl) fand ich interessant.
Auch welche Teile des Gehirns involviert sind.

Wäre ja auch interessant, inwieweit man selber z B den Frontallappen stimulieren
könnte.
Bei der EFT Technik klopft man ja auch erstmal auf dem Kopf herum, und versucht,
schwierige GEfühle irgendwie zu integrieren.

Beim Mitgefühl dachte ich an Übungen des Buddhismus (Metta), wo man erstmal Mitgefühl
für seine Nächsten, dann für Unbeteiligte, und dann für (etikettierte oder vorherrschender Konflikt)Feinde übt.
Interessant am Buddhismus ist, dass der sich vor der Wissenschaft und Hirnforschung
nicht verschließt und der Dalai Lama da sehr im Austausch ist mit der Wissenschaft.

Etwas verschwurbelt in der Doku fand ich den Schluss, dass der Mensch im Zusammen-
schluss eine erfolgreiche Rasse ist und sich braucht (dabei dann Bilder von johlenden
Fußballfans ----> Erfolg?).

Oder dass der Mensch kein (nicht nur) Individuum ist, sondern ein großer Organismus,
der verbunden miteinander funkt, ist auch jetzt eine gewagte Ableitung.
Da kann ich sogar mitgehen als grobe nette Idee, aber diese These finde ich dann nicht wissenschaftlich, sondern mehr in die Esoterik gehörend.

Z B. wird hier das Bild vertreten von "Morphogenetischen Feldern", dass es Termiten als Volk gibt, die wie ein einziger Organismus und eine Intelligenz an einem Haus bauen und man nicht weiß, wie die kommunizieren, aber sie bilden eben eine Intelligenz.

Wissenschaftlich denke ich da auch an die Versuche der Protonenspaltung, dass da eine
Proton "weiß", wann das andere zerschellt, wenn sie getrennt werden. Aber daraus jetzt
zu folgen, dass die Menschheit eine sinnvolle Masse ist und auch an irgendwas baut, am
Erfolg der Rasse?

So ganz klar ist mir auch nicht, wohin der "Erfolg" der Rasse Mensch so hinführen soll.
Wenn es eine Vernetzung der Intelligenz wäre und ein Dazulernen, ja gut, das wäre
optimal, so läuft es aber m. E. nicht.

Der Rüdiger Dahlke meinte z B eher, so vom Standpunkt der Erde
ist der Mensch eigentlich eher wie ein ausbeuterisches Krebsgeschwür, dass seinen
Wirt tötet.

Klar hat dann diese eine Rasse "Erfolg"- aber so auf lange Sicht und in Hinsicht auf
Umweltschädigung, und wie wird mit Tieren umgegangen? Wie wird mit sich selbst
umgegangen, lange wenn man aus dem hilflosen akuten Leid raus ist?
Zieht die Spiegelung in anderen Menschen alle raus auf die intelligente bessere Seite?
Ich kanns nicht so ganz sehen.


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