Filmvorstellung: Equals

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Herr Neumann
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Filmvorstellung: Equals

Beitragvon Herr Neumann » 17. Februar 2018, 21:23

Der Film spielt in der Zukunft, in einer, auf den ersten Blick, utopisch anmutenden Stadt. Ihre Bewohner leben in Frieden und Wohlstand. Der Grund, aus dem sie das erreicht haben und was ihre Gesellschaft zusammenhält, ist, dass sie keine Emotionen mehr haben. Diese werden sogar als Krankheit angesehen, es wird allgegenwärtig davor gewarnt. Leider kommt sie immer wieder bei einzelnen Personen zum Ausbruch, so auch beim Protagonisten Silas. Er ist mit diesen neuen Eindrücken überfordert, verängstigt, begibt sich in Behandlung.
Durch seine zunehmende Verhaltensauffälligkeit lässt sich sein Zustand nicht vor seinen Mitmenschen verbergen. Er erfährt soziale Ausgrenzung. Aber er entdeckt die Krankheit auch bei einer Arbeitskollegin. Beide fühlen sich, trotz aller Bedenken, zueinander hingezogen und beginnen ihre Gefühle auszuleben.
Dadurch begeben sie sich in Gefahr, was den Film am Ende doch wieder zu einer typischen Liebesgeschichte macht, wie etwa Romeo und Julia oder James Cameron's Titanic: zwei Menschen halten sich durch eine schicksalshafte Begegnung füreinander bestimmt, doch äußere Umstände stehen dem im Weg, gegen die sie ankämpfen müssen.
Normalerweise sind mir bei einer solchen Handlung die Charaktere egal, da es aus dramaturgischer Sicht nicht besonders originell ist. Doch obwohl Equals seine Möglichkeiten nicht vollständig nutzt, ist es diesmal anders. Ich kann nicht einschätzen, wie normale Leute den Film wahrnehmen, doch glaube ich, dass gerade Menschen, bei denen die Emotionen und die Körperwahrnehmung auch im normalen Leben stark reduziert sind, viel mehr damit anfangen können. Was wäre denn, wenn sie wieder in ihrer vollen Stärke auftreten würden? Außerdem wird die gesellschaftliche Isoliertheit aufgrund von unterschiedlicher Wahrnehmung und Deutung porträtiert.

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