Die Alt-Right Bewegung

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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon tiffi » 27. September 2018, 05:47

Achso, da kam erst eine sehr lange Liste von weiteren Videos drunter, aber dann.

Positive Kommentare sehr vereinzelt und zur Sache so gut wie gar nicht, weder in die eine noch andere Richtung.

Hohlphrasen statt Kommunikation?
Mal abgesehen vom dumpfen abwertenden Inhalt.

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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon 1stein » 11. Oktober 2018, 21:42

Ja ein paar Kanäle werden scheinbar systematisch downgevotet von Rechtsextremen, und zwar insbesondere von "Reconquista Germanica". Da sind dann vllt 30 Leute, die je 99 Accounts auf youtube haben und dann systematisch downvoten und sich viel Mühe machen, Kommentarspalten im "Infokrieg" zu erobern.

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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon sdsdsdsv » 11. Oktober 2018, 22:04


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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon tiffi » 14. Oktober 2018, 12:10


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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon tiffi » 19. Oktober 2018, 22:28

darf ich das hier auch posten? oder ist das zu politisch?
Gegengewicht.
..But Alive - Natalie

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Beitragvon sdsdsdsv » 19. Oktober 2018, 22:35

Gegengewicht zu... was?
...But Alive - Natalie hat geschrieben:Denn ich weiß was ihr mit globalem Denken meint:
dass man ihnen zwar nicht hilft doch für sie weint.
Ob sie das Grundgesetz ändern, ist euch völlig egal,
diese Feigheit hat nen Namen: "linksliberal".

Wenn schon, denn schon.

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Re: ...But Alive - Natalie

Beitragvon tiffi » 20. Oktober 2018, 05:09

sdsdsdsv hat geschrieben:Gegengewicht zu... was?
...But Alive - Natalie hat geschrieben:Denn ich weiß was ihr mit globalem Denken meint:
dass man ihnen zwar nicht hilft doch für sie weint.
Ob sie das Grundgesetz ändern, ist euch völlig egal,
diese Feigheit hat nen Namen: "linksliberal".

Wenn schon, denn schon.
Das hat mich verwirrt.
Im ersten Moment hatte ich gedacht, Gegengewicht zu " stumpf rechts"
Also eher links. Vielleicht sogar stark links, radikal.
Das Stück müsste aus der Punkszene kommen.
Aber was spricht dagegen, dass ein Punk sich nicht auch rechts orientiert und rebellische Strukturen auf andere Weise lebt.

Und hat Anarchie nicht auch dominante Wesenszüge, bei der Durchsetzung von, oder kann.
Umverteilung, Leid aller mindern und nicht nur des eigenen Landes,
sowie Grenzen oeffnen, wie auch Teil des Songtextes, klingen eher links gerichtet.

Dann wiederrum im Text Andeutungen von Spaltung und Exclusion (die anderen und meine Freunde, für die ich blute) und Andeutungen möglicher Gewalt
(ungesagt, fließt in den wortlosen Teil des Stückes, kann alles und nichts sein. Künstlerische Freiheit des nichts sagens).

Das lässt Vermutungen offen, wo ich mich nicht mit wohl fühle.
Wo soll es hinführen nach dem dagegen sein?
Um welchen Preis, mit welchen Opfern und wozu in verschwoererischer Paranoia und am Rande des a-gesetzlichen, was sich hier mit hinein vermuten lässt.
Ist schon ein Film irgendwie, der da läuft mit vielen verborgenen Elementen, und der die soziale Situation, ich sag es mal euphemistisch, nicht gerade fördert .

Was ist so schwer, offen zu kommunizieren und Motiv und Standpunkt darzulegen?

Hatte gestern mal kurz jemanden aus Berlin befragt, der meinte die rechts-links Konfusion wäre z Zt. immens.

Mittel der Linken gingen mehr ins radikal autoritäre und einige Rechte wollen freiheitliche Werte etablieren.
Irgendwie ginge es bei letzteren auch gegen die Medien und rebellische Art sei bei beiden.

Bedenklich finde ich den Ansatz "wir sind was besseres, wir verstehen, ihr nicht"
Da stimme ich dem Mann aus Berlin zu, dass gute politische Lösungen auch die andere Seite achten und ggf. inkludieren in den Grundinteressen.

Was wäre die Alternative auch, also brauchbar und respektabel für das Leben und alle Menschen?

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Re: ...But Alive - Natalie

Beitragvon sdsdsdsv » 20. Oktober 2018, 15:35

tiffi hat geschrieben:Das hat mich verwirrt.
Im ersten Moment hatte ich gedacht, Gegengewicht zu " stumpf rechts"
Also eher links. Vielleicht sogar stark links, radikal.
Das Stück müsste aus der Punkszene kommen.
Aber was spricht dagegen, dass ein Punk sich nicht auch rechts orientiert und rebellische Strukturen auf andere Weise lebt.

Das erinnert mich an den Artikel in der Taz, in dem der einer Punkband ein Auftritt untersagt wird:
TAZ hat geschrieben:Nachdem die Punkband zu Anfangszeiten merkte, dass auch Rechtsextreme zu ihren Konzerten kamen und sich für ihre Musik begeisterten, zeigte sie klare Kante gegen rechts. So engagierten sich Feine Sahne Fischfilet in den vergangenen Jahren gegen den Rechtsruck, vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 organisierten sie die „Noch nicht komplett im Arsch“-Tour, um AfD und NPD etwas entgegenzusetzen.

D. h. also erstmal ist da die Ablehnung des Establishments. Soweit d'accord.

Und hat Anarchie nicht auch dominante Wesenszüge, bei der Durchsetzung von, oder kann.
Umverteilung, Leid aller mindern und nicht nur des eigenen Landes,
sowie Grenzen oeffnen, wie auch Teil des Songtextes, klingen eher links gerichtet.

Ich glaube Anarchie wird in dieser Hinsicht oft missverstanden.
https://www.youtube.com/watch?v=ZzEl5RIMp7M&t=

Das lässt Vermutungen offen, wo ich mich nicht mit wohl fühle.
Wo soll es hinführen nach dem dagegen sein?
Um welchen Preis, mit welchen Opfern und wozu in verschwoererischer Paranoia und am Rande des a-gesetzlichen, was sich hier mit hinein vermuten lässt.
Ist schon ein Film irgendwie, der da läuft mit vielen verborgenen Elementen, und der die soziale Situation, ich sag es mal euphemistisch, nicht gerade fördert .

Ohne das jetzt weiter auszuführen: Erst nachdem ich merkte, dass ich meinen angestrebten Platz in der Gesellschaft nicht einnehmen werden würde, habe ich ein wenig hinter den "Vorhang" geschaut und bin z. Z. der Meinung, dass die Gesellschaft ruhig noch zehnmal "linker" sein könnte, ohne dass das zuviel wäre.

Was ist so schwer, offen zu kommunizieren und Motiv und Standpunkt darzulegen?

Ich kenne die Band nicht und habe das Lied auch jetzt das erste mal gehört, aber ist es nicht ein wenig unfair ein Urteil nur aufgrund dieses einen Songs zu fällen?

Hatte gestern mal kurz jemanden aus Berlin befragt, der meinte die rechts-links Konfusion wäre z Zt. immens.

"Die Linken sind auch nicht besser als die Rechten" ist so ein Spruch, dem ich nicht zustimmen mag, denn...
Bild

Mittel der Linken gingen mehr ins radikal autoritäre und einige Rechte wollen freiheitliche Werte etablieren.
Irgendwie ginge es bei letzteren auch gegen die Medien und rebellische Art sei bei beiden.

Da gibt es solche und solche...
https://en.wikipedia.org/wiki/Political_compass

Bedenklich finde ich den Ansatz "wir sind was besseres, wir verstehen, ihr nicht"
Da stimme ich dem Mann aus Berlin zu, dass gute politische Lösungen auch die andere Seite achten und ggf. inkludieren in den Grundinteressen.

Also die von Trump, der AFD, oder nur dem gemäßigten Flügel der CDU? Hm.

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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon tiffi » 20. Oktober 2018, 19:48

sdsdsdsv hat geschrieben:Ich glaube Anarchie wird in dieser Hinsicht oft missverstanden.
https://www.youtube.com/watch?v=ZzEl5RIMp7M&t=
Danke für den Link! Interessant fand ich die Entwicklung der Anarchie
bei 0m52 im Video.

Den Jetzt Zustand (Zwang, Entmündigung, Mehrheitsentscheidung, Ungerechtigkeit) kann ich sehen.
Den End-Zustand unter Anarchie (Selbstbestimmung, Konsens, wirkliche Vertreter, Individuelles leben können) auch,
mehr oder weniger, man ist ja doch sehr geprägt von dem, was jetzt "ganz normal" ist.

Was mir unklar ist, ist der Weg von A nach B.
Weil da extrem viele Strukturen (die jetzt herrschen) nicht mitgehen werden.
Und weil da extrem viele Menschen das gar nicht bewusst haben, oder einen Vorteil haben, von dem wie
es jetzt ist, das sind dann sowas wie die "Gegner" oder "Feinde".
Entweder "schlafen" sie dann nur, oder sind bewusst dagegen.

Es gibt sicher einige, die unter dem jetzigen System leiden.
Ich will nicht wissen, wieviele psychische Krankheiten alleine AUS diesem System resultieren.
So langsam sehe ich das.
Sich an das System anpassen, sich aus dem System "Hilfe" holen, die zum Ziel hat, dass man wieder
in dem System läuft. Außer man schafft es, für sich individuell noch was rauszuziehen, wenn man Glück
hat und vielleicht auch freiere Helfer hat oder wenn man weiß, wie man es bestmöglichst nutzt, diese
Hilfe. Aber die Konflikte der äußeren Welt, das dort nicht einfach so sein können, das bleibt.
So nutzt sich die Hilfe vielleicht auch wieder ab.

Und Mobbing und Ausgrenzung mit den richtig üblen Folgen kann auch nur entstehen unter bestimmten
Strukturen von gewollter Gleichheit, weil man das sonderliche, das spezielle, nicht respektiert,
es unter Zwang setzt oder bekämpft, mit bestem Gewissen bekämpft.


Was ich nicht klar sehen kann, ist der Weg von A - wie es heute ist- nach B - wie es sein kann
....für mich sagt der Song da aus: nur Betroffenheit und alles für sich selbst so erhalten ist zu wenig.
Aber was ist zuviel? und was funktioniert?
sdsdsdsv hat geschrieben: tiffi hat geschrieben: Was ist so schwer, offen zu kommunizieren und Motiv und Standpunkt darzulegen?

Ich kenne die Band nicht und habe das Lied auch jetzt das erste mal gehört, aber ist es nicht ein wenig unfair ein Urteil nur aufgrund dieses einen Songs zu fällen?
Ich sehe die Band da nur als Symptom.
Ich meine eher das Vorgehen der Aktiven und der Provokateure, wie es sich mir gerade in einer Mischung aus
Beobachtung und Phantasie darstellt.

Ich denke, die Akteure sind unter ihresgleichen offen und verbunden, haben aber unter "andersgleichen"
ein großes Misstrauen,was andererseits auch wieder nachvollziehbar ist.
Also wieso jemandem vertrauen, der mit dem herrschaftlichen System identifiziert ist.

Eine Provokation oder harter Standpunkt wird weder erklärt noch "ausdiskutiert", es wirkt mehr wie so
eine eruptive Energie.
An einen Tisch setzen ist nicht gewünscht. solange das bestehende System noch das allermeiste umklammert.

Bin da echt zwiespältig. Zwischen "ist cool und nötig und befreiend" und Verunsicherung, Orientierungslosigkeit
"ja aber so geht es doch nicht, man muss doch mal reden nach dem normal üblichen Vertrag".
sdsdsdsv hat geschrieben:"Die Linken sind auch nicht besser als die Rechten" ist so ein Spruch, dem ich nicht zustimmen mag, denn...
Genau dieses Konzept der Standpunkte, wie in der Darstellung scheint sich etwas mehr zu öffnen.
Der befragte Mensch aus Berlin meinte das nicht so abwiegelnd, der ist selber links anarchisch, nur eher
sozial aktiv und Kommunikations-aktiv (Thema Konsens schaffen) und steter Tropfen-artig.
sdsdsdsv hat geschrieben:tiffi hat geschrieben: Da stimme ich dem Mann aus Berlin zu, dass gute politische Lösungen auch die andere Seite achten und ggf. inkludieren in den Grundinteressen.
Also die von Trump, der AFD, oder nur dem gemäßigten Flügel der CDU? Hm.
Wäre vielleicht auch eine Frage, ob es geht und wie es geht.
Also einen Ansatz, den ich jetzt gehört habe ist, die Ängste und Traumen der Leute mit einzubeziehen,
was dann das wäre, was sie so hart und sicherheitsdenkend macht und dann mehr so an die inneren
Bedürfnisse zu kommen.

Mittel z B die Gewaltfreie Kommunikation v, M. Rosenberg, die auch schon in größeren
Zusammenhängen (Völkerverständigung) eingesetzt wurde und erst später dann im Kontext des Einzelnen,
Arbeitsplatz usw.

Ich weiß aber auch nicht, wie naiv das ist, wenn man sich direkt mal den dicksten Fisch holt, wie Trump,
ob man an seine Motive und Ängste herankommt und ob da noch Empathie und Gleichheit zu finden ist.
Gemäßigter Flügel der CDU ginge vielleicht noch eher....wobei die Leute vielleicht auch zufrieden sind
und nicht an sich rütteln lassen.
Da wäre so ein AFDler vielleicht sowieso schon emotional aufgeladen und unzufrieden und eher anzusprechen.
kP.
Zuletzt geändert von tiffi am 20. Oktober 2018, 19:57, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Die Alt-Right Bewegung

Beitragvon sdsdsdsv » 20. Oktober 2018, 19:54

"kP"?


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