Wikipedia: Edit-War - Mafia?

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Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon knallschnute » 19. November 2016, 10:57

Hallo,

dieses Video über Wikipedia hat mich soeben sehr nachdenklich gestimmt.
Wenn es so ist, wie es dort dargestellt wird, ist es eine Frechheit, dass so getan wird, als könne jeder einen Artikel schreiben und die Meinungen dort wären neutral.

https://www.youtube.com/watch?v=-gIsO-Twomc

Grüße
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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon Indigocat » 19. November 2016, 11:44

Ich finde, alle öffentlichen Medien sind nicht neutral, sondern spiegeln immer die Interessen und Neigungen der Hintergrundleute wider. Selbst für ein naturwissenschaftliches Studium darf Wikipedia nicht genutzt werden. Ärgerlich nur, dass sie gerade jetzt wieder versuchen, sich durch Spenden zu finanzieren. Im Übrigen kann nicht nur eine geheime Armee gegen das Volk eingesetzt werden. Die ganz normalen staatlichen Machtorgane, von unseren Steuergeldern bezahlt, tun das ebenfalls, Polizei, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Behörden, Finanzamt....

Solche dicken Lexika habe ich auch noch zu Hause rumstehen. Das war auch ein ewiger Streit mit meiner Mutter, die nicht einsehen wollte, dass Wikipedia für den normalen Schulgebrauch ausreichend ist, weil sie das Internet nie für sich erschließen konnte. Haben einst tausende von Euros gekostet und jetzt bekommt man sie kaum los, wenn überhaupt, dann für wenige Euros. Zum Wegschmeißen zu schade... :roll:
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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon knallschnute » 19. November 2016, 19:37

Hallo Inigocat,

es stimmt schon, dass man im Grunde niemandem richtig trauen kann. Wahrscheinlich befindet sich die Wahrheit zwischen dem, was die gängige Meinung sein soll und dem was man als Verschwörungstheorie degradiert. Spannend ist in dem Punkt halt auch, wer welche Interessen vertritt oder von wem finanziert wird. Dementsprechend können die Berichterstattungen/ Meinungen weit auseinander liegen.
Ich gucke mir aus diesem Grund schon lange keine Nachrichten mehr an. Genauso wenig lese ich Zeitung. Sicherlich kann ich darauf nicht gerade stolz sein, da viele Leute großen Wert auf die täglichen Nachrichten legen, um immer informiert zu sein, aber wenn man letztlich eh nur an der Nase herum geführt wird, ist es am Ende auch egal, wann man was erfährt und von wem.

Die Sache mit Wikipedia hat mich aber schon sehr enttäuscht. Ich schlage oft bei Wikipedia nach und bin froh, durch dieses Angebot recht unkompliziert an Informationen zu gelangen.
Jetzt verstehe ich auch, warum Wikipedia als Quelle für Schule und Uni nicht zugelassen wird. Wenn Artikel sich so schnell ändern lassen und im politischen Themenbereich mitunter keine Neutralität herrscht, ist diese Enzyklopädie mit Vorsicht zu genießen. Seriös ist das wirklich nicht.

Von mir bekommen die keine Spende. Ich bin enttäuscht! :(

Grüße,
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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon Indigocat » 20. November 2016, 16:09

knallschnute hat geschrieben:ch gucke mir aus diesem Grund schon lange keine Nachrichten mehr an. Genauso wenig lese ich Zeitung.
Ich auch nicht, das verdirbt einem nur die Laune und ändern kann man eh nichts, hab dafür auch keine Zeit.
Sicherlich kann ich darauf nicht gerade stolz sein, da viele Leute großen Wert auf die täglichen Nachrichten legen, um immer informiert zu sein, aber wenn man letztlich eh nur an der Nase herum geführt wird, ist es am Ende auch egal, wann man was erfährt und von wem
Wieso sollte man darauf auch noch stolz sein, meinen Erfahren nach beschäftigen sich mit solchen Sachen sehr zwanghafte Menschen. Es gibt doch den Roman "Der Untertan" von Heinrich Mann. Viele Leute, die sich an Zeitungen und Nachrichten festhalten, sind ähnlich wie die Hauptfigur strukturiert.
Die Sache mit Wikipedia hat mich aber schon sehr enttäuscht. Ich schlage oft bei Wikipedia nach und bin froh, durch dieses Angebot recht unkompliziert an Informationen zu gelangen.
Jetzt verstehe ich auch, warum Wikipedia als Quelle für Schule und Uni nicht zugelassen wird. Wenn Artikel sich so schnell ändern lassen und im politischen Themenbereich mitunter keine Neutralität herrscht, ist diese Enzyklopädie mit Vorsicht zu genießen. Seriös ist das wirklich nicht.

Von mir bekommen die keine Spende. Ich bin enttäuscht! :(
Spricht immerhin dafür, dass du noch irgendwie vertrauen kannst. :begeistert: Für deinen Beruf ist das sicher auch wichtig, Vertrauen in die Zukunft zu haben. Ich habe vor einigen Jahren mal gespendet, nutze es ja auch beruflich und zahle nichts dafür. Ebenso nutze ich Google beruflich, ist eines meiner Hauptarbeitsinstrumente. Sitzen ja wahrscheinlich auch Leute dahinter, die irgendwie davon leben müssen.

VG, Indigocat
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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon Pyramide » 23. November 2016, 00:57

Grundregel: Traue keiner Wikipedia. in der Du nicht selbst drin rumgefälscht hast!
Daher bin ich nicht nur Wikipedia-Leser, sondern auch -Autor! ;-)

Knapp 2 Stunden das Video *seufz* Wie mache ich das nun?
Ach, ich wollte ja noch das eine Hinterrad einspeichen da kann man's ja nebenher laufen lassen ...
*start*

Im Video erwähnt und auf der Wikipedia verlinkt wird auch dieses Video, wo er zum Schluss den Edit-War forciert ...

Aufhänger des hier verlinkten Videos ist der Edit-War vor allem zum einen Satz in der Einleitung, aktuelle Fassung:
"Daniele Ganser (* 29. August 1972 in Lugano) ist ein Schweizer Publizist und Historiker. Er wurde mit seiner 2005 veröffentlichten Dissertation über „NATO-Geheimarmeen“ bekannt und publiziert unter anderem Untersuchungen zum globalen Fördermaximum von Erdöl. Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als von Historikern zu prüfende Erklärungsansätze dar."
Neben diesem Aufhänger geht's nebenbei aber auch noch um anderes rund um die WP.

Aufhänger bzgl. Verschwörungstheorien im hier verlinkten Video, wie auch bei Gansers Vortragsvideo ist der WTC Turm 7.
Neben diesem Aufhänger geht's in beiden Videos nebenbei aber auch noch um anderes rund um Verschwörungen udn Weltprobleme.

WTC, das größte Sammelsurium an Verschwörungstheorien ...
Und die Verschwörungstheoretiker wundern sich über den Einsturz von Nr. 7.

Ja nun, beim WTC insgesamt war halt "Pfusch am Bau" am Werk ...
Beim WTC wurden blanke Stahlträger nicht ummantelt verbaut.
Jeder, der schon mal einem Schmied zugeschaut hat, der weiß, dass man schon mit einem kleinen Feuerchen, wenn es nur heiß genug ist und lange genug einwirkt, Stahl zum Schmelzen bringen kann. Ansonsten könnte man Stahl ja nicht weiterverarbeten. Und genau das gab es beim WTC: Ein lang genug unkontrolliert brennendes Feuer, weil man nicht dran kam, und das auch noch in der Mitte. Wenn dort dann die Träger wegknicken und der ganze Rest oben drüber kommt runter, dann wird das zu viel auf einmal für die noch intakten Träger unten drunter und das Kartenhaus stürzt ganz ein. Kann man alles ausrechnen, kein Hexenwerk.
Bin zwar kein konstruktiver Ingenieur, sondern nur zuarbeitender Ingenieur, habe aber trotzdem genug Ahnung von Physik & Co., dass das alles sehr einleuchtend ist, dass die beiden großen Türme einstürzen MUSSTEN, bei diesem Brandereignis und dieser Konstruktionsweise.

Über die Nr. 7 hörte man in der Tat wenig, ist halt neben den beiden großen mit dem Terroroanschlag als direkter Ursache und den sehr vielen Opfern eher eine Marginalie, weil kaum Opfer und nur eine Folge der beiden anderen Einstürze, aber deswegen was draus zu stricken, ist genauso Quark. Auch in dem hat's genug gebrannt bei ausgefallener Sprinkleranlage etc. und mit eben gleicher Konsequenz. Wobei da wohl auch noch eine andere bauliche Ungeschicklichkeit mitspielte.

Natürlich hören Verschwörungstheoretiker das nicht gerne, denn America ist great und macht keinen Baupfusch, deswegen lieber Verschwörungstheorien erfinden, dann muss man sich nicht mit einer nun als ungünstig zu betrachtenden Bauweise rumschlagen ...
Es DARF nicht sein, dass ein Feuerchen ein so stolzes Haus einstürzen lässt, also MUSS eine böse Explosion das Verderben von außen reingebracht haben ...

Halten wir mal fest:
Die einen können ein Ereignis aufgrund einfacher physikalischer etc. Gesetzmäßigkeiten plausibel erklären, ohne dass ein Mensch da aus bösen Absichten was dazu tat außer den Attentätern selbst
Die anderen stellen nur Theorien auf, bleiben die geschlossene Beweiskette schuldig (und vorgelegte Beweisfragmente können einfach widerlegt werden), und bauen zudem darauf auf, dass viel mehr Leute in einer konzertierten Aktion gleichzeitig Böses wollen, also ein riesiger logistischer Aufwand, dabei unendlich viele Leute umbringen etc.
Also ich finde, das darf man durchaus "Verschwörungstheorie" nennen mit entsprechend leicht abwertenden Beigeschmack.
Und wenn jemand solche Theorien groß und breit in der Öffentlichkeit breittritt, dann ist auch das ein Fakt, der Erwähnung finden darf.

Er selbst zählt ja in seinem Video div. Verschwörungen auf, die meisten davon inzwischen bewiesen.
Die Terroristen waren ja auch eine Verschwörung: Sie haben sich mit paar Männern im Hintergrund zusammengetan, die mitorganisiert haben. ALLE davon hatten einen entsprechenden extremistischen Background, der zu dieser Verschwörung motivierte. Da war genug extremistisch-kriminelle Energie vorhanden. Und die Gruppe war nicht sooo groß, man konnte es geheimhalten.
Nehmen wir mal an, die aufgestellte Theorie über eine noch größere Verschwörung würde stimmen:
Dann hätten neben den Terroristen noch viel mehr Menschen hinter der Verschwörung stecken müssen, darunter Familienväter mit bestimmt nur wenig krimineller Energie etc. Viel mehr Aufwand, insbes. bei der Geheimhaltung.
Und man stelle sich vor, dass man WTC 7 wirklich gesprengt hätte, um eine in den dortigen Behörden stattgefundene Vorbereitung zu vertuschen, das hieße ja, dass man bewusst in Kauf genommen hätte, dass die eigenen Leute, darunter auch viele, die nicht bei der Verschwörung beteiligt waren, gefährdet werden, denn die Teroristen hätten sich ja auch paar Meter verfliegen können.
Das ist alles ziemlich absurd ...

Und auch, wenn im ersten Video gesagt wird, er würde das ja nicht direkt unterstützen, sondern "nur" Fragen stellen: Wenn man sein Video anschaut, dann stellt er die Fragen doch so, dass man davon ausgehen muss, dass er auch relativ deutlich hinter dieser Theorie steht.

Außerdem ist die Taktik, man würde ja nur Fragen stellen, und das dürfe man ja wohl, eine nicht gerade seltene Art, davon abzulenken, dass man doch mehr hinter etwas steht, als man zugeben mag ...

Damit halte ich insgesamt den strittigen EInleitungssatz ...
"Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als von Historikern zu prüfende Erklärungsansätze dar."
... für so falsch wirklich nicht ...


Im ersten Video ist auch nicht alles stimmig.
Bspw. bemängelt er eine mangelhafte Transparenz in der Wikipedia.
Was nutzt er dann aber zum "Nachweis" der großen Verschwörung? Richtig: Die hervorragende Transparenz der Wikipedia. Jede Artikel- und Diskussionsversion ist auf ewig nachlesbar, voll transparent, wer was wann wie entschieden hat. Von wegen keine Transparenz ...

Und zum armen gebeutelten, sofort mit Höchststrafe gesperrten User Atwerq: Von dem kamen genau 2 Beiträge:
- 2009 genau ein belangloser Diskussionsbeitrag
- 2015 genau diese eine Änderung im Ganser-Artikel
Das betraf DEN einen Einleitungssatz, um den offenbar schon seit Jahren ein Edit-War tobt, was man auf der Diskussionsseite zum Ganser-Artikel nachlesen kann. Der Videomacher moniert, man habe die WP-Regeln zum Umgang damit nicht eingehalten, aber sorry: Über den Satz wurde offenbar schon seitenlang diskutiert und ein Ergebnis festgehalten, dann muss man das nicht zum 1024. Male zu Tode diskutieren, man kann auch mal ohne lang zu fackeln Konsequenzen ziehen ...
Auf der Diskussionsseite kann man auch nachlesen, dass Ganser bzw. sein Institut selbst mitgemacht haben, diesen Satz zu ändern und dass er in Vorträgen aktiv dazu auffordert, seine Zuhörer mögen ebensolches ständig wieder tun.

Zusammengefasst bis hierhin:
- Es ist absolut nicht verwunderlich, dass er als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird ...
- Der Edit-War wird auch von seiner Seite aus forciert, das ist nichts, was man in der WP goutieren muss ...

Da wird dann in den 2 Stunden des Videos auch einige heiße Luft produziert.

Es gibt aber durchaus auch noch andere Seiten der Medaille:
Wenn man seinem Vortrag lauscht, findet man darin auch sehr viel Richtiges, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann.
Seine Ansichten zu Energie und Frieden dürften weitgehend zutreffen.
Vor allem über Ölkriege, Propaganda etc.
Interessant sein Imaginationsspiel, wo man sich nacheinander Bestimmtes vorstellen soll: Haus war dabei, Fahrrad, noch paar andere, Polizist, Terrorist, und danach die Frage, wer sich da gerade einen bärtigen Muslim vorgestellt habe ... Es hat gewirkt, das Aufbauen des neuen Feindbildes, das Aufschaukeln des Hasses zwischen westlicher Welt und islamischer, in beide Richtungen.

Er wirft ja auch die Frage auf, ob 9/11 benutzt wurde, Kriege zu rechtfertigen. Aber sicherlich, nur gegen die falschen, 16 von 19 waren ja Saudis, aber die haben ja das wichtige Öl, das hat er völlig korrekt festgestellt, leiden mussten Afghanistan & Co., die ohne Öl.
Er präsentiert auch Dokumente von vor 9/11, worin diksutiert wurde, wie die Weltmachtrolle zu sichern wäre, man bräuchte mehr Militärausgaben, nur wie vermitteln, praktisch wäre ein Ereignis wie Pearl Harbour ...
Daraus zu schließen, dass man deswegen 9/11 (mit)inszeniert habe, wird aber arg krude, siehe oben.
Man darf sicher hinterfragen, wie groß die Rolle von bekannten Tätern wie Bin Laden war, oder ob da noch mehr oder andere drinsteckten, die man lieber nicht benennt, weil sie für einen selbst zu wichtig sind, Saudis bspw.
Man darf sich sicher sein, dass die Benennung der Täter nicht ganz korrekt sein dürfte. Auch wenn Bush es nicht so übertreibt wie Erdogan mit Gülem, ganz ehrlich wird er da auch nicht sein. Wäre ja nicht das erste mal, siehe irakische Chemiewaffen und die Brutkastensache in Kuwait, wird beides im Ganser-Video erwähnt.
Man darf sicher auch fragen, ob die USA evtl. wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen Mitschuld haben könnten, aber 3000 unschuldige eigene Leute zu opfern und viele andere eigene Leute zu gefährden, s.o., das einfach zu absurd. (Nicht dass sie nicht durch ihre überflüssigen Kriege auch viele eigene Leite opfern, aber das ist eine bewusste Entscheidung, eingegangen von Leuten, die dieses Risiko kennen (sollten), andere Baustelle.) (Und nicht, dass sie nicht auch eigene Verschwörungen könnten, bewiesene Beispiele werden im Ganser-Video ja genannt.)

Es gäbe sicher genug Sachen, die man zu Recht hinterfragen kann und muss und die er zu Recht hinterfragt.
Und es gint sicher dabei auch genug Felder, wo die Beweislage wackelig ist, wo genug Raum für Interpretation ist, weil nicht alle aufrichtig sind oder auch nicht gefragt werden können (Bin Laden bspw. nicht mehr, wobei: ob der die Wahrheit gesagt häte ...)

Blöd ist aber, bei allem Guten, was er anspricht, dass er auch Sachen anzweifelt. wo es genug sachliche Beweisketten gibt, die rein wissenschaftlich kaum Raum für Interpretationen lassen. Eben die physikalischen Gesetzmäßigkeiten rund um die drei Einstürze etc. Und nicht nur die Physik, es waren ja auch viele 1000 dabei, die eben auch keine Explosion in WC 7 gehört haben. Leise Explosionen in der Größe hat einfach noch niemand erfunden ...
Da schießt er sich einfach selbst in das Lager der Verschwörungstheoretiker.
Er ist halt kein Naturwissenschaftler, dumm gelaufen ...
Das diskreditiert ihn halt ...


Zurück zum ersten Video über die Wikipedia.
Langer Rede eben, kurzer Sinn: Der Satz, nachdem er Verschwörungstheorien aufgreift, ist m.E. gerechtfertigt, da ist er einfach selber Schuld. Wenn er dann auch noch selbst den Edit-War befeuert, dann muss man vieles im ersten Video auch etwas anders sehen.

Am Anfang wirkt mit diesem Hintergrund vieles daher für mich stark aufgebauscht.

Im weiteren Verlauf mit der tieferen Recherche über einige Autoren wird es aber auch wieder vielschichtiger.
Die aufgedeckten Hintergründe vom Kopiloten wundern mich nicht unbedingt ...
Es gibt so gestrickte Leute mit missionarischem Charakter in der WP.
Eins der vielen Themen, bei denen ich in der WP aktiv bin, ist auch so eins, wo sich, bedingt durch Vorurteile, politisch motivierte Lager gegenüberstehen und wo es daher auch zu Edit-Wars kommt und zu einem Feldzug über die Relevanzkriterien gegen viele Seiten. Und auch zu offensiven Störmanövern, wo mal jemand mit accounts, die ähnlich wie alte Wikipedianer klangen (darunter auch ich) viele schlechte Seiten anlegte (u.a. über einen meiner Vereine), damit dann jemand anderes (oder gar seine eigene Sockenpuppe) ruckzuck die Löschung beantragen konnte, Ziel wohl Diskreditierung von Usern und Themen ...

Die dargestellten Probleme gibt es also durchaus, eben in strittigen Themenfeldern ...

Kurzum: Beide Videos sind nicht schwarz-weiß zu beurteilen.
In beiden sind viele Wahrheiten drin.
Dennoch hinterlässt das erste, hier verlinkte Video einen schalen Beigeschmack, weil da mit vielen Fakten ein schlechtes Licht auf die Wikipedia geworfen werden soll, aber der zugrunde liegende Fall dies eigentlich nicht rechtfertigt, weil der hauptsächlich kritisierte Einleitungssatz eben doch nicht sooo falsch ist (später werden auch noch andere Aspekte des Ganser-Artikels angesprochen, das war mir dann zu viel zum genaueren Prüfen, da kann es also sein, dass die Kritik tw. berechtigt ist, aber der Aufhänger des Videos ist nun mal klar der Einleitungssatz!), Und weil er nicht so falsch ist, ist es doch eher eine Kampagne pro Ganser als eine Kampagne zum Aufdecken von Fehlentwicklungen in der Wikipedia, daher der schale Beigeschmacks des Videos ...

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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon Sozialutopist » 13. Mai 2017, 08:02

Hallo Forum,

wir Schizoiden haben doch die brillante Eigenschaft die Welt objektiv und sachlich zu betrachten und dabei die Gefühle außen vor zu lassen.

Ich gehöre daher zu denen, die ein bisschen stolz sind, schizoid zu sein. Aber ich gebe trotzdem auch zu, dass ich durchaus manchmal an meinen teils mangelhaften sozialen und emotionalen Kompetenzen leide.

Eines meiner Lieblingsthemen sind Gesellschaft, Kultur und Politik. Deshalb beginne ich meine Teilnahme an diesem Forum mal in dieser Sparte.

Ich habe den einige Monate alten Beitrag von Pyramide gelesen, er beschreibt sehr ausführlich seine Sicht auf 9/11 und Ganser und Wikipedia.

Durchaus sachlich, aber mir scheint Pyramide fehlen einige grundlegende Informationen, die leider auch von unseren Massenmedien verschwiegen werden.


Daher würde es mich sehr freuen, hier mit allen Forumsteilnehmern in eine für uns Schizoide gewohnte sachliche und kühle Diskussion einzutreten.

Ich behaupte mal: Es ist bewiesen, dass die am 12.9.2001 von Bush proklamierte Verschwörungstheorie die Unwahrheit ist, um geostrategische Interessen zu bedienen.


Skurrilerweise ist jeder beliebige Autounfall mit Todesfall in forensischer Hinsicht besser und professioneller untersucht, als der politisch schwerwiegenste Terrorangriff der aktuellen Menschheitsgeschichte.


Natürlich wissen wir noch nicht, was wirklich am 11.9. passiert ist.

Aber wir wissen, dass die Zuständigen sich weigern es angemessen zu untersuchen.

Ich möchte gerne mit euch über dieses fünfzehnminütige Video diskutieren, das über 2000 amerikanische Ingenieure und Architekten als Ergebnis ihrer Untersuchungen veröffentlichten, und das aus politisch motivierten Gründen keine öffentlich-rechtliche Verbreitung findet, und auf das sich auch Ganser bezieht.

https://www.youtube.com/watch?v=_FL_RLSjGKM


Ich würde auch gerne das Wort Verschwörungstheorie vermeiden und durch "These" ersetzen, da es negativ konnotiert ist und bewusst benutzt wird, um auch objektive Kritiker zu diskreditieren.

Bush hat am 12.9. eine These vertreten, bei der im allgemeinen Schockzustand der Welt nicht bemerkt wurde, dass sie unmöglich innerhalb 24 Stunden formuliert werden kann.

Er hätte seriöserweise sagen müssen: "Wir werden alles menschenmögliche tun, um dieses schreckliche Verbrechen schnellstmöglich aufzuklären".

Ganser vertritt keine These, sondern fordert genau diese bewusst versäumte intensive Untersuchung, und zeigt als Historiker diverse Indizien auf, die ihn zu dieser Forderung führen.

Pyramide vertritt als Ingenieur die These von Bauschäden an den drei Türmen, erwähnt aber nicht die 81 Stahlsäulen des WTC 7, die synchron nachgegeben haben müssen, um den freien Fall auszulösen.

Ich vertrete die These, dass es wichtig ist sich objektiv zu infomieren und wachsam zu werden, wenn einem objektive Informationen vorenthalten werden, zB die Verwendung von Nanothermit.


Denn es heisst von uns Schizoiden:

"Der scharfe und objektive Blick für die Verhältnisse mit einem Gefühl für soziale Gerechtigkeit kann sich beim Schizoiden zu einem echten Antrieb für eine bessere Welt verbinden und sogar zu politischen Veränderungen führen."

Zitat von Ariadne von Schirach: Der schizoide Charakter in: "Ich und Du und Müllers Kuh", Klett-Cotta,2016

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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon MCE » 26. April 2018, 00:32

Sozialutopist hat geschrieben:Ich vertrete die These, dass es wichtig ist sich objektiv zu infomieren und wachsam zu werden, wenn einem objektive Informationen vorenthalten werden.


Na dann möchte ich dich und alle anderen Forumsteilnehmer zumindest eine Grundlegende Botschaft eines anderen Referenten einmal ans Herz legen. Es handelt sich um Prof. Rainer Mausberg.
Bevor es jetzt irgendwas hagelt: Mir ist sein strittiges Verhalten in Bezug auf eine unangenehm nachfragende Bloggerin, sowie die ebenso diskutable Strittigkeit des Verhaltens und Gebahrens von Albrecht Müller und den NDS bekannt. Mir geht es darum, dass Mausberg, glaubt man seinen Worten, zumindest dafür sensibilisieren möchte, wie manipulierbar doch der Mensch ist, wenn man ihm seine eigenen psychologischen Wirkmechanismen vorenthält. Aus dem Aspekt könnte man gleich nochmal in die vesiegte Schuldiskussion einhaken aber gut, erstmal egal.
Also wenn wir bei Vorenthaltung anfangen wollen, dann bitte bei allen, die das betreiben und das sind in der Regel Menschen, Gruppierungen, Unternehmen oder Institutionen, die medienwirksam sind oder sein wollen. Sei es ein Ganser, irgendein Privatsender, RT oder oder.
Ganser "stützt" seine (mehr als suggestiven) Fragen ja auch mit solchen Auslassungen, wie der, dass im 9/11 Comission-Report zwar WTC7 erwähnt würde, jedoch nicht, dass es eingestürzt ist. Wer mal kurz in die Richtung googelt, findet den WTC7 Report, der vom gleichen NIST stammt, welches auch den erwähnten Report schrieb und veröffentlichte, den Ganser kritisiert. Das Paper ist nach meinem letzten Blick (vor 3 Monaten) 80-Seiten stark. Und nein, ich bin noch nicht bei Seite 30.
Wieso hat er das nicht gefunden. Wird auch als PDF FREI ZUGÄNGLICH auf der Seite des NIST zum Download angeboten? Er sagt ja geschickterweise auch nicht, dass es das nicht gäbe aber er lässt es eben aus und so doof, das Ding nicht zu finden, so doof ist er glaube ich nicht...oder es ist mein Wunsch, dass er nicht so doof ist und das schreibe ich nichtmal, weil ich ihn diskreditiert sehen möchte... ohje, ich trauere jetzt schon um die Zeit, die ich hier einbringe.

Ob "die da oben" oder eine eher geschlossene oder lose formierte oder eher sogar aus Einzelakteuren bestehende, ominöse neoliberale Machtelite (nach Jürgen Roth) oder sonstwer sich gegen ein Volk oder das Volk oder den Folk verschwört oder nicht wird schwer zu beweisen sein, vor allem in den Desinformationskampagnen, die jede Partei der Diskussionsrunde gegen die jeweils anderen fährt.

Das schafft nur Verwirrung. Und ich behaupte mal, dass ein verwirrter Mensch, egal von wem er sich nun verwirren lässt eine gewisse Zeit lang eben zahlungsbereit für jemanden ist, der besonders überzeugend irgendetwas, also auch nur einen verlaufenen Abklatsch der Wahrheit, zu präsentieren vermag. Im Falle von Ganser las ich, dass er auch eine gewisse Summe für einen Vortrag verlangt und wenn man ihn hört: 3 Vorträge an 3 Tagen in Berlin, alles ausverkauft. Sein "Institut" eignet sich da sicher auch zur steuerlichen Abrechnung.... nicht, dass das illegal wäre aber ich neige dazu es eher als eine Art Unterhaltung zu betrachten, was wiederum nicht besser als das Fernsehen ist.

Eine Zeit lang....oder eben der Mensch folgt Version 1 der Geschichte oder er folgt dann Version 2, weil ihm die Frisur des Referenten oder der ökologische Bezug besser gefällt oder aber nach Version 3 denkt er sich: Ihr spinnt doch alle, dass ihr eure Zeit damit verbringt oder da noch Geld reinsteckt.

Und nein, ich habe mich mit den 2000 akademischen Fachkräften aller Couleur nicht mehr auseinandergesetzt, die da der Bedeutung (oder Unbedeutung, je nach bevorzugtem GLAUBEN) ihrer Petition Ausdruck zu verleihen versuchen, ich war an diesem Punkt aufgrund der Wirrungen schon zu frustriert. Aber jeder kann das Verschwörungswiki googlen auf dem einfach mal Thesen und Gegenthesen gegenübergestellt werden und DAS gehört ja wohl auch zu dem Versuch einer "objektiven" Informationsbeschaffung.

Zum Thema Wahrheit haben Abkömmlinge des CCC mal einen interessanten Vortrag gehalten. Es gibt nach denen immer 4 Versionen einer Geschichte: Die Wahrheit, was wirklich passierte, den Major Consensus Narrative und nochwas. Auch das gehört dazu, wenn man sich mit Informationskriegen und Dergleichen beschäftigt.

Als Schlussbemerkung für alle, die noch nicht genug Unterhaltung hatten: Zu den erfolgreichsten Operationen des CIA sollen die Desinformationskampagnen gehört haben. Also die Spione, die sie entsendet haben haben sie meist nicht wieder gesehen...man weiß aber wohl nicht genau warum. Das mit der Spionage ist also eher eine abenteuerliche Filmgeschichte. Aber das mit der medialen Desinformation, das sollte jedem zu denken geben, der sich mit (den bei mir auch nicht gerade beliebten) Nachrichten und "alternativen Fakten" oder sonstigen, auf schon semantisch fragwürdigen Sprachkonstrukten beruhenden, Ideen zum Weltgeschehen beschäftigt.

Ach schön, ich glaube jetzt kann ich mal wieder eine Nacht fast gut schlafen, nachdem ich dem bedeutungslosen Gedanken: "Wir wissen nur, dass wir kaum etwas wissen und das ist dann auch eher eine Form von Einbildung." mal wieder ausreichend Ausdruck verliehen habe....hätte ich doch lieber über meine Schulzeit geschrieben, wäre vermutlich kathartischer gewesen. :erklärbär1:

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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon Tesa34 » 27. April 2018, 00:39

MCE hat geschrieben:
Sozialutopist hat geschrieben:Ich vertrete die These, dass es wichtig ist sich objektiv zu infomieren und wachsam zu werden, wenn einem objektive Informationen vorenthalten werden.


Na dann möchte ich dich und alle anderen Forumsteilnehmer zumindest eine Grundlegende Botschaft eines anderen Referenten einmal ans Herz legen. Es handelt sich um Prof. Rainer Mausberg.
[...]
Ach schön, ich glaube jetzt kann ich mal wieder eine Nacht fast gut schlafen, nachdem ich dem bedeutungslosen Gedanken: "Wir wissen nur, dass wir kaum etwas wissen und das ist dann auch eher eine Form von Einbildung." mal wieder ausreichend Ausdruck verliehen habe....hätte ich doch lieber über meine Schulzeit geschrieben, wäre vermutlich kathartischer gewesen. :erklärbär1:

Hauptsache mal schnell etwas runter geschrieben, was dir gerade so durchs Köpfchen geistert und kaum einer nachvollziehen kann was das ist - mal von mir ausgehend und auf andere schließend. Meinst du Mausfeld? Mausberg sagt mir nichts. Und anderen ist vermutlich vollkommen Wurscht ob Mausfeld, oder Mausberg. Und was ist daran so verwerflich mit Vorträgen seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Wusstest du, dass ein Kopf drei bis vier Kilo wiegt? Ganz schöne Leistung den dauernd auf einer dünnen Wirbelsäule zu balancieren. Nunja... schätze mal solange man nicht Mark Lombardi heißt ist noch alles in Ordnung. Iiiiiiih irgendwie klingt mein Kommentar tollig. Ist nicht meine Absicht, habe mich nur gewundert was deine Absicht war und gehe jetzt wohl besser schlafen.
Zuletzt geändert von Schattentanz am 27. April 2018, 06:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt, bitte keine Fullquotes/Vollzitate

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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon MCE » 27. April 2018, 01:23

Ja, tatsächlich Mausberg. Man merkt dem Post die Uhrzeit an. Ja was war das, ein Ausbruch.

Es ist selbstredend nichts verwerflich daran sein Geld mit Vorträgen zu verdienen. Nur lässt er eben gezielt Fakten aus. Soll er es als Satire oder Unterhaltung ausweisen, dann störts mich nicht, wenn er dafür kassiert. Aber so empfinde ich das als fragwürdig und gezielte Irreführung. Und ich denke er nutzt da die Verwirrung der Bürger bewusst aus.

Ich gestehe ja ein, dass ich sehr springe. Ich möchte auch nicht mehr so spät posten...ups da war der Vorsatz schon wieder dahin.

Ich wollte mit dem Hinweis auf die CIA darauf hinaus, dass sich gezeigt hat, wie gut Desinformation funktioniert und das diese "Technik" deshalb offenbar gerne genutzt wird. Nicht nur von namhaften Berichterstattern, Politikern usw., sondern auch von Einzelakteuren, die veilleicht mit der erzeugten Verwirrung und dem Unsicherheitsgefühl eine Hörerschaft "produzieren", die bereitwillig Geld hinlegen und damit solche Verwirrungskaskaden weiter finanzieren.

Ich schätze ich bin einfach dünnhäutig und reagiere leicht mal, wenn jemand sich wie ein Erlöser hinstellt und verkündet, dass 2000 Architekten, Ingenieure und Statiker jetzt mal die Wahrheit anfechten oder vielleicht sogar eine eigene erzählen wollen. Mich würde ja interessieren, ob die schon vor ihrer Kampagne noch geregelten Arbeiten nachgingen.

Aber natürlich ist mein Schäumen und diese Übung hier philosophisch sinnlos. Leider hielt es dich nicht davon ab gleich mein ganzes Gekröse zu zitieren. Als müsste schlechter Inhalt noch vervielfältigt werden. ;)

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Re: Wikipedia: Edit-War - Mafia?

Beitragvon Schattentanz » 27. April 2018, 06:31

Tesa34 hat geschrieben:Hauptsache mal schnell etwas runter geschrieben, was dir gerade so durchs Köpfchen geistert und kaum einer nachvollziehen kann was das ist - mal von mir ausgehend und auf andere schließend.

 ! Nachricht von: Schattentanz
Hallo Tesa34,
bitte gewöhne dir einen respektvolleren Tonfall an, wenn du mit anderen hier schreibst/sprichst.
Wer nie vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.


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