Vorstellung Bruno

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Bruno
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Vorstellung Bruno

Beitragvon Bruno » 11. März 2021, 19:55

Hallo!

Ich habe erst kürzlich von Schizoidie gehört und war überrascht wie gut es einiges meiner Persönlichkeit erklärt. Mir war eigentlich schon immer bewusst, dass ich ganz deutlich anders "ticke" als der Durchschnitt, ich wusste aber nie warum und was das genau ist. Am ehesten hatte ich mich als Einzelgänger und Sonderling gesehen, der lieber für sich bleibt und Menschen scheut.

Ob ich tatsächlich eine SPS habe glaube ich dennoch eher nicht. Ich bin seit einigen Monaten in Therapie und auch meine Therapeutin glaubt, dass ich lediglich einige schizoide Merkmale habe. Es gibt nämlich auch einen Anteil in mir, der soziale Kontakte braucht und auch gerne hat. Allerdings in viel geringerem Maße als ein durchschnittlicher Mensch. Und nach längeren oder intensiveren Kontakten brauche ich viel Zeit für mich alleine. Am liebsten sind mir schriftliche Kontakte, weil ich diese schön dosieren kann und mir auch Zeit lassen kann ohne unter Druck zu geraten. Telefonieren ist auch ok. Und selbst gelegentliche Treffen kann ich je nach Laune und Person genießen. Es kommt sogar vor, dass ich mich in Gruppen ganz wohl fühle. Von außen und von auch innerlich hat man dann überhaupt nicht der Eindruck, dass ich kontaktscheu wäre. Manche waren auch überrascht wenn ich mal sagte, dass ich eigentlich Einzelgänger bin und öfters Schwierigkeiten im Zwischenmenschlichen habe.

Eine Schwierigkeit, die mir im Moment etwas zu schaffen macht und die ich auch mit meiner Therapeutin bespreche ist, dass es mir im Voraus fast unmöglich ist, wie ich auf eine Begegnung reagiere, weil ich oft solche Extreme erlebe. Wie gesagt, machmal fühle ich mir sehr überfordert und ausgeliefert in einem Kontakt und möchte am liebsten davonrennen. Ein anderes Mal kann eine ähnliche Begegnung sehr angenehm und schön sein. Was ich wohl aufgrund von frühkindlichen Erfahrungen nie richtig gelernt habe ist, die Nähe/Distanz in einer Begegnung selbst aktiv regulieren zu können. Und auch mit Grenzen setzen und beschützen fühle ich mich oft sehr unsicher. Da bin ich gerade dabei zu schauen was möglich ist.

Ich habe das alles wohl auch deswegen nie richtig gelernt, weil ich soziale Situationen eher gemieden habe. Im Beruf arbeite ich am Computer und den Kollegen gehe ich so gut das geht aus dem Weg. Wohnen tue ich alleine, eine Partnerschaft hatte ich nie. Ich habe lediglich ein paar Jahre in einer zweier WG mit einer Frau gewohnt, das fand ich allerdings sehr schwierig und würde ich so wohl nicht wieder machen. Ich verbringe eigentlich geschätzt über 90% meiner Zeit alleine.

In meiner Freizeit hat sein vielen Jahren der Buddhismus und Meditation eine immer größere Rolle eingenommen. Ich habe auch in buddhistischen Klöstern in Deutschland, Thailand und auch England, manchmal für viele Monate gelebt. Ich finde für Menschen wie mich sind das optimale Orte. Man ist für sich, oft ist sogar untersagt miteinander zu sprechen und manchmal selbst der Blickkontakt. Dennoch hat man eine Gruppe von Menschen die sich einige Male zum stillen Meditieren zusammensetzt, so kann man dennoch Gemeinschaft erleben. Außerdem haben einige Formen der Achtsamkeitsmeditation mir geholfen, besser zu erkennen was in mir geschieht und damit Frieden zu schließen. Aber dennoch war auch in diesen Zeiten wenig Möglichkeit für mich zwischenmenschliches Geschick zu üben. Jetzt wegen Corona hatten auch die Klöster und Meditationszentren geschlossen. Da war ich sehr froh als ich heraus fand, dass ich meine meditativen Auszeiten auch super zuhause machen kann.

Ich bin glücklich dieses Forum gefunden zu haben und von Menschen zu lesen, die teils ähnliches erleben wie ich. Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

Liebe Grüße
Bruno

austerl
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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon austerl » 14. März 2021, 14:18

Mein Eindruck ist, dass man weder aus dem Selbstverständnis noch aus einzelnen Verhaltensweisen heraus die Gründe für Einzelgängertum bzw. die Form des Eingelgängertums ableiten kann. Ich denke zum Beispiel auch, dass ich soziale Kontakte brauche, ja sogar „gerne hab“. Allerdings verhalte ich mich überhaupt nicht so (bzw. nur kurzzeitig), und das wirklich Seltsame ist, dass ich dieses zu meinem Selbstverständnis so krass im Widerspruch stehende Verhalten nicht als mir eigentlich fremd erlebe, also sozusagen den Widerspruch nicht empfinde. Mein reales soziales Verhalten scheint in meinem Erleben kaum Relevanz zu haben, obwohl mir andererseits ganz bewusst ist, welch krasser Einzelgänger ich real bin. Wären da nicht ziemlich verheerende Folgen vor allem langer Phasen sozialer Isolation, die das reale Verhalten relevant werden lassen, würde ich mich mit der einzelgängerischen Form des Lebens des Lebens praktisch (d.h. in der „irrelevanten“ realen sozialen Welt) identifizieren, ohne „mich selbst“ damit zu identifizieren, und ohne den Widerspruch als Widerspruch zu empfinden.

Achtsamkeitsmeditation (allein zu Haus praktiziert) hat mir in der Vergangenheit geholfen, Derealisationserlebnisse sehr stark zu mildern. Dass der Effekt der Meditation in dieser Hinsicht so stark sein kann, hatte mich mehr als verblüfft. Eine Zeitlang glaubte ich, dass ich die ganze schizoide Problematik auf diese Weise behandeln kann, insofern die Achtsamkeitspraxis die Gleichgültigkeit gegen die reale (Um)welt sozusagen untergräbt. Das glaube ich nun nicht mehr. Dass die Meditation wirksam helfen kann, die schlimmsten Folgen langer sozialer Isolation zu mildern, ist für mich jedenfalls eine Erfahrungstatsache.

Ich tue mich ein wenig schwer damit, jemanden im Forum willkommen zu heißen, da es mir schwer fällt, auf andere direkt einzugehen. Wenn man sozial ziemlich „fern“ ist, sollte man vielleicht nicht so tun, als wäre man zu echtem Austausch fähig, oder könnte wenigstens direkt auf den anderen näher eingehen, und letzteres ist im Willkommenheißen zu einem bestimmten Grad impliziert. Aber okay, das ist ein SPS- und Einzelgängerforum… ;-)

Also willkommen!

austerl

tiffi
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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon tiffi » 16. März 2021, 21:52

Bruno hat geschrieben:In meiner Freizeit hat sein vielen Jahren der Buddhismus und Meditation eine immer größere Rolle eingenommen. Ich habe auch in buddhistischen Klöstern in Deutschland, Thailand und auch England, manchmal für viele Monate gelebt. Ich finde für Menschen wie mich sind das optimale Orte. Man ist für sich, oft ist sogar untersagt miteinander zu sprechen und manchmal selbst der Blickkontakt. Dennoch hat man eine Gruppe von Menschen die sich einige Male zum stillen Meditieren zusammensetzt, so kann man dennoch Gemeinschaft erleben. Außerdem haben einige Formen der Achtsamkeitsmeditation mir geholfen, besser zu erkennen was in mir geschieht und damit Frieden zu schließen. Aber dennoch war auch in diesen Zeiten wenig Möglichkeit für mich zwischenmenschliches Geschick zu üben. Jetzt wegen Corona hatten auch die Klöster und Meditationszentren geschlossen. Da war ich sehr froh als ich heraus fand, dass ich meine meditativen Auszeiten auch super zuhause machen kann.
Da denke ich auch manchmal drüber nach, ob das nicht eine angenehme Art von Gemeinschaft ist
und man kann sich auch selber erleben, ohne durch zuviele Worte und Absichten ect herausgerissen zu werden.
Und ohne bestimmte Dinge verstehen und tun zu müssen, wie es in einer Interaktion üblich ist.
Direkter Austausch ist ja doch anders, hat irgendwie andere Schritte, die man aufführt, weil man
auch konkret hin agiert/reagiert.
Das ist dann auch persönlicher irgendwie, was ja auch seinen Reiz hat, aber eben auch seine Mühe,
und beim Meditieren ist man eher Teil eines ganzen, glaube ich, man erlebt, man beobachtet (was ja zu dem schizoiden
Anteil ganz gut passt, denke ich) und das hat auch etwas für sich.

Willkommen in Forum.

bluelagoon
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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon bluelagoon » 18. März 2021, 12:22

Bruno hat geschrieben:In meiner Freizeit hat sein vielen Jahren der Buddhismus und Meditation eine immer größere Rolle eingenommen. Ich habe auch in buddhistischen Klöstern in Deutschland, Thailand und auch England, manchmal für viele Monate gelebt. Ich finde für Menschen wie mich sind das optimale Orte. Man ist für sich, oft ist sogar untersagt miteinander zu sprechen und manchmal selbst der Blickkontakt. Dennoch hat man eine Gruppe von Menschen die sich einige Male zum stillen Meditieren zusammensetzt, so kann man dennoch Gemeinschaft erleben. Außerdem haben einige Formen der Achtsamkeitsmeditation mir geholfen, besser zu erkennen was in mir geschieht und damit Frieden zu schließen. Aber dennoch war auch in diesen Zeiten wenig Möglichkeit für mich zwischenmenschliches Geschick zu üben. Jetzt wegen Corona hatten auch die Klöster und Meditationszentren geschlossen. Da war ich sehr froh als ich heraus fand, dass ich meine meditativen Auszeiten auch super zuhause machen kann.


Das klingt interessant. Ich mache auch öfters mal Meditationen und Entspannung, meist allein, oder mal bei einem Gasttag im Fitnesstudio oder Unisport in so einer Gruppe. Habe es jetzt schon länger nicht mehr gemacht ist mir neulich aufgefallen, was bei mir wohl daran liegt, dass ich mich durch Corona ziemlich entspannt fühle im Vergleich zu sonst.

Ich habe aber schon früher mal überlegt, Gastaufenthalte in Klöstern oä. zu machen. Gibt es denn irgendwo Klöster, wo man wirklich kaum mit den anderen interagieren und sprechen muss? So was würde mir gefallen. Aber ich kenne nur christliche Freizeiten oä, und die sind leider genau gleich anstrengend wie alle sonstigen Gruppendinge, mit ständigen Gruppenaktivitäten und viel sehr persönlichem Kram.
Muss man getauft/Kirchenmitglied sein, wenn man als Gast ins Kloster will?

schi275
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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon schi275 » 18. März 2021, 19:58

Wie bist du bruno?

Bruno
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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon Bruno » 28. März 2021, 10:09

austerl hat geschrieben:Mein Eindruck ist, dass man weder aus dem Selbstverständnis noch aus einzelnen Verhaltensweisen heraus die Gründe für Einzelgängertum bzw. die Form des Eingelgängertums ableiten kann. Ich denke zum Beispiel auch, dass ich soziale Kontakte brauche, ja sogar „gerne hab“. Allerdings verhalte ich mich überhaupt nicht so (bzw. nur kurzzeitig)
austerl

Das kommt mir bekannt vor, ich erlebe solch einen Widerspruch auch öfters. Dann wünsche ich mir zwar mehr Kontakte zu haben und jemanden zum Sprechen und Austauschen, tue aber nichts um das in die Wege zu leiten oder gehe gar eher Kontakten aus dem Weg. Und fühle mich manchmal sogar gestört wenn jemand z.B. anruft. Das kann sehr verwirrend sein. Ich denke aber auch, dass es auch sehr auf die Art des Kontaktes und auf den Gegenüber ankommt.

austerl hat geschrieben: Ich tue mich ein wenig schwer damit, jemanden im Forum willkommen zu heißen, da es mir schwer fällt, auf andere direkt einzugehen. Wenn man sozial ziemlich „fern“ ist, sollte man vielleicht nicht so tun, als wäre man zu echtem Austausch fähig, oder könnte wenigstens direkt auf den anderen näher eingehen, und letzteres ist im Willkommenheißen zu einem bestimmten Grad impliziert. Aber okay, das ist ein SPS- und Einzelgängerforum… ;-)

Danke Austerl für deinen Beitrag!

bluelagoon hat geschrieben:Ich habe aber schon früher mal überlegt, Gastaufenthalte in Klöstern oä. zu machen. Gibt es denn irgendwo Klöster, wo man wirklich kaum mit den anderen interagieren und sprechen muss? So was würde mir gefallen. Aber ich kenne nur christliche Freizeiten oä, und die sind leider genau gleich anstrengend wie alle sonstigen Gruppendinge, mit ständigen Gruppenaktivitäten und viel sehr persönlichem Kram.
Muss man getauft/Kirchenmitglied sein, wenn man als Gast ins Kloster will?

Ich kann einen Klosteraufenthalt eigentlich nur für Menschen empfehlen die ernsthaft am Buddhismus oder zumindest an Spiritualität interessiert sind. Es gibt in jedem Kloster manche "religiöse" Besonderheiten die für sekular geprägte Menschen irritierend sein können, wenn man sich nicht darauf einlassen möchte. Dann ist es vielleicht ratsamer in Meditationszentren zu gehen, weil dort die religösen Elemente weniger eine Rolle spielen. Aber auch dort sollte das Interesse an Meditation im Vordergrund stehen. Das wortlose "Gemeinschaftsgefühl" das ich oben beschrieben habe kann sich einstellen oder auch nicht. Anfangs haben die meisten Menschen glaube ich mit einigen Widerständen gegen das "Neue" zu kämpfen.
Verglichen mit anderen Religionen spielt die Bekehrung/Missionierung und der religöse Glaube im Buddhismus kaum eine Rolle. Jeder kann in die Zentren gehen und muss in der Regel keine Sorge haben "bekehrt" zu werden. Manche sehen im Buddhismus auch weniger eine Religion, sondern einen Lebens- und Praxisweg.
Im Moment sind wegen Corona noch alle Zentren geschlossen, empfehlen könnte ich aber folgende. Das erste ist ziemlich sekular, dort gibt es nicht mal Buddhastatuen oder ähnliches, das zweite ist ein Seminarzentrum, das etwas mehr traditionell geprägt ist. Ansonsten gibt es überall in die Deutschland Zentren und Gruppen. Einfach mal googeln!

https://www.dhamma.org/de/schedules/schdvara

https://www.buddha-haus.de/

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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon #Asperger » 7. April 2021, 04:18

Hallo Bruno,
ich wollte auch mal willkommen wünschen,
ich hoffe du meldest dich noch mal, warst knapp eine Woche nicht mehr angemeldet.

Ich war auch längere Zeit abwesend bzw. habe zumindest keine Beiträge geschrieben, und bin jetzt aber wieder da und werde mal regelmäßiger ins Forum reinschauen.

Bei den Kontakten ist das wohl auch ähnlich wie bei mir, also ich habe ein paar Online-Kontakte, und ganz ohne Menschen kann ich irgendwie doch nicht leben.

Wobei mir ja hier, als ich neu war, zum meiner Verwunderung dann doch gesagt wurde, es wäre sehr seltsam und ungewöhnlich, dass ich so gar keine Freundschaften hätte, oder sowas in der Art. Was mir von den "Autisten" aber auch schon gesagt oder sogar quasi vorgeworfen wurde.
Aber bei mir ist das alles nicht so einfach, da in meinem Leben vieles sehr früh schon negativ verlief, und sich immer ansammelte, ich daher auch zu einem Teil traumatisiert bin.

Mein Psychiater meinte neulich, ich könnte nicht schizoid sein, weil das Hauptsymptom wäre, überhaupt kein Mitgefühl oder Mitleid für andere Menschen empfinden zu können, und das sähe er bei mir nicht. Also sowas habe ich auch noch nicht gehört, und hier eigentlich auch nicht. Ich glaube der hat nur keine Ahnung.

Ich passe irgendwie auch in kein gängiges Diagnoseschema, was mir auch schon andere Betroffenen diverser Störungsbilder so mitgeteilte haben, also dass eine genauere Diagnostik bei mir sehr schwer sein würde, da so vieles sich bei mir überschneidet und zusammenläuft.

Was mich noch interessieren würde, zu welcher Generation du gehört bzw. wie alt du etwa bist und wie deine Kindheit, Jugend, Schulzeit war.

Eigentlich laut dem was ich im Internet so zu lesen bekommen, ist die Hauptabgrenzung von Schizoid zu Autismus/Asperger, ob oder inwiefern Kontakte bis zur frühen Jugendzeit bestanden, also bei Schizoid soll es so sein, dass sich dieses Einzelgängertum (erst) in dieser Phase ausbildet, und vorher nicht oder weniger vorhanden war...
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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon Traumafrau » 7. April 2021, 13:42

#Asperger hat geschrieben:Mein Psychiater meinte neulich, ich könnte nicht schizoid sein, weil das Hauptsymptom wäre, überhaupt kein Mitgefühl oder Mitleid für andere Menschen empfinden zu können, und das sähe er bei mir nicht.

Frag ihn doch nach verifizierten Quellen, seit wann SPS mit Psychopathie einhergeht.

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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon austerl » 10. April 2021, 17:50

#Asperger hat geschrieben:die Hauptabgrenzung von Schizoid zu Autismus/Asperger, ob oder inwiefern Kontakte bis zur frühen Jugendzeit bestanden
Eine andere Abgrenzung (bzw. Zusammenführung): Die Schizoiden sind die eigentlichen Autisten. ;-)
Unter den erwachsenen Autismus-Betroffenen würde ich aber gerade diejenigen mit schizoider Symptomatik als die – im wörtlichen Sinne – autistischsten, d.h. die am meisten auf sich selbst Bezogenen bezeichnen (im Gegensatz z.B. zu den anankastischen, die mehr außenorientiert sind). (PDF-Link: Helene Haker Rössler: Neue Autismus-Theorien. Bedarf es noch des Schizoidie-Konzepts? Seite 111)

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Re: Vorstellung Bruno

Beitragvon 2ost » 10. April 2021, 18:16

Einspruch, austerl, heisst es im von dir zitierten Passus doch: "Unter den erwachsenen Autismus-Betroffenen würde ich aber […]". Unter den…

ASS ist eine m. W. neurologische Aberration, wohingegen die SPS als Persönlichkeitsstörung per se keine physiologische Ursache, also auch keine Neurodivergenz, haben darf (man verbessere mich bitte, sollte ich hier falsch liegen). Autisten können zusätzlich eine komorbide SPS entwickeln, aber ein neurotypischer Mensch kann noch so schizoid sein, ohne dass ihn das irgends "autistisch" macht.

Die Schizoiden sind die eigentlichen Schizoiden.
„Im Kampf zwischen dir und der Welt sekundiere der Welt.“ — Franz Kafka


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