Schminken

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kritisches_Auge
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Re: Schminken

Beitragvon kritisches_Auge » 13. März 2018, 13:15

Ich liebe meine Wollmützen und suche schon seit Jahren nach einer guten Kopfbedeckung für den Sommer.

Tesa34
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Re: Schminken

Beitragvon Tesa34 » 13. März 2018, 19:16

hinterdemmond hat geschrieben:
Tesa34 hat geschrieben:Ein Hoch auf die kalte Jahreszeit, wenn man zum Einkaufen das Haus verlassen kann ohne sich frisieren zu müssen Dank Wollmütze. :lachen:

zieh doch die wollmütze auch im sommer an. ist doch witzig. :)


Machen Balinesen auch, wenn es in den Bergen mal nur 20 Grad hat. Mit Daunenparka :lachen:

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Re: Schminken

Beitragvon Indigocat » 29. April 2018, 22:11

Hab mal so drüber nachgedacht, ist ja in der Natur so, dass das Geschlecht, das sich unterordnet, sich schick macht und um den anderen wirbt. Bei den Vögeln sind das in der Regel die Männchen, bei Fischen und Lurchen auch. Bei den Menschen wurden größtenteils die Frauen in die schwache und hilflose Rolle gedrängt. Nun ist es ja allgemein in Deutschland so, dass die Frauen heutzutage weniger auf ihr Äußeres achten und sich auch nicht schminken. Ich denke, einfach weil sie es nicht so nötig haben, um einen Mann zu werben, da sie sich in der Regel selber versorgen können. In den Ostblock-Staaten dagegen haben die Frauen nach der Wende in Sachen Schönheit, Mode und Kriegsbemalung deutlich zugelegt, da es gerade in Russland & Co. wenige familientaugliche Männer gibt und sich jede Frau einen dieser raren Geschöpfe fangen will, oder noch besser, einen "reichen" Westeuropäer oder Ami angeln will.

Dass schizoide Frauen sich größtenteils, so wie sich hier vermuten lässt, nicht schminken, könnte ich mir damit erklären, dass sie emotional in der Regel nicht zwingend auf eine Beziehung angewiesen sind und sich auch nicht gerne abhängig machen oder unterordnen.
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Re: Schminken

Beitragvon hinterdemmond » 30. April 2018, 16:11

Indigocat hat geschrieben:Nun ist es ja allgemein in Deutschland so, dass die Frauen heutzutage weniger auf ihr Äußeres achten und sich auch nicht schminken. Ich denke, einfach weil sie es nicht so nötig haben, um einen Mann zu werben, da sie sich in der Regel selber versorgen können.
dafür gibt es heute unglaublich viele pflegeprodukte für männer. täglich nur zähne putzen, duschen und haare kämmen recht nicht mehr aus, um als ein attraktiver, begehrenswerter mann zu gelten, will einem die werbung an jeder ecke suggerieren. die kosmetikindustrie hat schon längst, um ihren gewinne zu sichern, den mann für sich entdeckt. alles einfach nur werbung. die leute tun das, was ihnen gesagt wird, egal ob weiblein oder männlein.
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Re: Schminken

Beitragvon Themis » 30. April 2018, 21:36

hinterdemmond hat geschrieben:die leute tun das, was ihnen gesagt wird, egal ob weiblein oder männlein.
Ja, leider. Beim Lesen fiel mir auf, dass ich mich noch nie in jemanden verliebt habe, der irgendwie gesichtslos modisch oder äußerlich zurechtgemacht war. Alle hatten ihren sehr individuellen Stil ... Charakterköpfe.
Der jetzige (18 Jahre jünger als ich) gehört zwar einer bestimmten Szene an, die sich in seinem Stil niederschlägt - aber das meiste ist sehr eigen und er kann mir auch zu allem etwas erklären, nix ist da Mainstream. Dazu eine ururalte Brille :herz: - einfach liebenswert.

Lustig fand ich ja, dass er sich bei unseren ersten Treffen (nachdem ich neben dem freundschaftlichen auch erotisches Interesse bekundet hatte) ziemlich eingeduftet hatte. Zwar schon gut, aber sehr stark ... Eigentlich hab ich lieber, dass Männer nach sich riechen (wenn es nicht alter Schweiß etc. ist natürlich). :Sonne:
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Re: Schminken

Beitragvon hinterdemmond » 30. April 2018, 23:50

Themis hat geschrieben:Lustig fand ich ja, dass er sich bei unseren ersten Treffen (nachdem ich neben dem freundschaftlichen auch erotisches Interesse bekundet hatte) ziemlich eingeduftet hatte. Zwar schon gut, aber sehr stark ... Eigentlich hab ich lieber, dass Männer nach sich riechen (wenn es nicht alter Schweiß etc. ist natürlich). :Sonne:

damit wollte er seine unsicherheit überdecken, natürlich wollte er auch gut riechen für dich, aber es hatte sicher auch eine schutzfunktion. denn über den geruchssinn werden wichtige informationen überliefert. ein hund riecht zb. wenn du angst hast, er kann diesen angstschweiß von allen anderen schweißarten unterscheiden. wir menschen tun das nur unbewusst, weil die natur uns unser bewusstsein über das alte tierische gehirn übergestülpt hat. aber das gehirn nimmt das trotzdem wahr, verarbeitet es und sendet dann signale an uns. ob wir zb. jemanden sympatisch finden oder nicht hängt nicht unwesentlich davon ab. deswegen sagt man ja auch: "die beiden können sich gut riechen" oder "sie können sich überhaupt nicht riechen." ich hab mich manchmal gefragt, ob menschen, die mit so einer duftwolke umhüllt herumlaufen sich in wahrheit selbst nicht riechen können. deswegen müssen sie alles tun, um ihren körpergeruch zu eliminieren.
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Re: Schminken

Beitragvon Indigocat » 30. April 2018, 23:56

hinterdemmond hat geschrieben: dafür gibt es heute unglaublich viele pflegeprodukte für männer. täglich nur zähne putzen, duschen und haare kämmen recht nicht mehr aus, um als ein attraktiver, begehrenswerter mann zu gelten, will einem die werbung an jeder ecke suggerieren. die kosmetikindustrie hat schon längst, um ihren gewinne zu sichern, den mann für sich entdeckt. alles einfach nur werbung. die leute tun das, was ihnen gesagt wird, egal ob weiblein oder männlein.
Ich denke das hängt auch damit zusammen, was ich oben geschrieben habe, das Geschlecht macht sich hübsch, dass sich dem anderen unterordnet und auf sich aufmerksam machen will. Die Frauen achten zunehmend weniger auf ihr Äußeres und die Männer zunehmend mehr - also ein Ausgleich sozusagen. Die Jungs in der Schule achten schon sehr auf Mode und sind auch (der eine mehr, der andere weniger) top gestylt. Wenn wir für meinen Sohn Klamotten shoppen waren, haben wir ewig vor der Umkleide gewartet. :x Die Mädels waren viel schneller fertig. :lachen: Aber ist ok, den Tick für Sachen und Schuhe hat er wahrscheinlich von seinem Vater geerbt, finde das nichts schlimmes. Die Mädels stehen größtenteils drauf.
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Re: Schminken

Beitragvon Indigocat » 1. Mai 2018, 00:03

Themis hat geschrieben:Lustig fand ich ja, dass er sich bei unseren ersten Treffen (nachdem ich neben dem freundschaftlichen auch erotisches Interesse bekundet hatte) ziemlich eingeduftet hatte. Zwar schon gut, aber sehr stark ... Eigentlich hab ich lieber, dass Männer nach sich riechen (wenn es nicht alter Schweiß etc. ist natürlich). :Sonne:
hinterdemmond hat geschrieben:damit wollte er seine unsicherheit überdecken, natürlich wollte er auch gut riechen für dich, aber es hatte sicher auch eine schutzfunktion. denn über den geruchssinn werden wichtige informationen überliefert.
Das erinnert mich an eine Beziehung, hatte als Affäre begonnen (ok, bin nicht stolz drauf), da hat er noch mit seiner Frau zusammengelebt. Diese hat in der Wohnung geraucht. Bei unseren Treffen fand ich diesen Tabakgeruch zusammen mit seinem Parfum unglaublich erotisch. Später hat er sich getrennt und dann auch das Parfüm weggelassen. Ich konnte ihn auf einmal überhaupt nicht mehr ertragen, hat einfach nur noch nach "altem Mann" gerochen (war älter als ich). :übel:
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Re: Schminken

Beitragvon hinterdemmond » 1. Mai 2018, 01:04

Indigocat hat geschrieben:Ich denke das hängt auch damit zusammen, was ich oben geschrieben habe, das Geschlecht macht sich hübsch, dass sich dem anderen unterordnet und auf sich aufmerksam machen will. Die Frauen achten zunehmend weniger auf ihr Äußeres und die Männer zunehmend mehr - also ein Ausgleich sozusagen. Die Jungs in der Schule achten schon sehr auf Mode und sind auch (der eine mehr, der andere weniger) top gestylt. Wenn wir für meinen Sohn Klamotten shoppen waren, haben wir ewig vor der Umkleide gewartet. :x Die Mädels waren viel schneller fertig. :lachen: Aber ist ok, den Tick für Sachen und Schuhe hat er wahrscheinlich von seinem Vater geerbt, finde das nichts schlimmes. Die Mädels stehen größtenteils drauf.

das hat auch was mit dem faktor zeit zu tun. die indianer wendeten viel zeit für ihre körperbemalung, tätowierungen und den federnschmuck auf, weil sie die hatten. die machten aber wenigstens alles selber, das war kreativer zeitvertreib und sollte den frauen suggerieren, dass sie nicht nur gute jäger und sammler waren, sondern eben auch sowas konnten. heute sind es vor allem künstler und bohemians, die man mit indianern vergleichen kann. ich kannte mal einen, der hat seine jeansjacken und hosen angemalt, dann entdeckte er damit eine marktlücke und verkaufte sie teuerer als seine bilder. und männer aus der unterschicht investieren viel zeit in ihr aussehen, aber aus einem ganz anderen grund. markenklamotten und schuhe, goldkettchen, uhren usw. da ist viel unsicherheit im spiel und das gefühl etwas kompensieren zu müssen. mit der höhe des bildungsgrads verschwindet die unsicherheit, und um so denzenter und unsichtbarer werden dann wieder die codes. dann sehen auch sündhaft teuere uhren plötzlich wieder nach nichts aus, damit eben nur leute, die sich damit auskennen, den wert der uhr und somit auch die soziale stellung ihres trägers erkennen. bei den frauen genau so. in den zwanziger jahren begannen die frauen sich die fingernägel rot zu lackieren um zu zeigen, dass sie nicht hart arbeiten müssen. die neue mode nach dem weltkrieg ließ nicht mehr so deutliche rückschlüsse darauf zu. heute machen das nur noch sekretärinnen und verkäuferinnen, eine ärztin oder managerin würde dass nicht tun, weil sie sonst von den männern nicht ernst genommen wird. man übernimmt die codes der männer als frau, um eben in dieser männerdominierten welt was gelten zu können. man passt sich an die patriarchalen strukturen an, anstatt sie mit einem allzu weiblichen aussehen aufzubrechen. dasselbe gilt für das verhalten. man muss härter sein, als ein mann, allzu feminines verhalten wird nicht ernstgenommen. weiblichkeit wird immer noch total entwertet in dieser welt. das ist auch ein grund, warum sich die deutschen frauen nicht oder nur sehr dezent schminken, weil sie ab einem bestimmten bildungsgrad ernst genommen werden wollen in diesem sanften, weichgespühlten patriarchat westlicher prägung.
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Re: Schminken

Beitragvon Indigocat » 1. Mai 2018, 10:57

hinterdemmond hat geschrieben:ich kannte mal einen, der hat seine jeansjacken und hosen angemalt, dann entdeckte er damit eine marktlücke und verkaufte sie teuerer als seine bilder.
Ja ich habe auch so einen Faible für bunte auffällige Sachen, natürlich in Maßen und immer noch so, dass es nicht aufdringlich wirkt. :verlegen:
und männer aus der unterschicht investieren viel zeit in ihr aussehen, aber aus einem ganz anderen grund. markenklamotten und schuhe, goldkettchen, uhren usw. da ist viel unsicherheit im spiel und das gefühl etwas kompensieren zu müssen.
Ja das ist mir auch aufgefallen, wobei Personen, die ich der Unterschicht zurechnen würde, oft zu dünn oder zu kräftig, mit schlechter Körperhaltung oder deformiert erscheinen. Die Männer haben oft einen breiteren, flachen Schädel und wirken irgendwie bullig.

Wobei ich jetzt Handwerker nicht unbedingt der Unterschicht zuordnen würde, viele machen das ja auch, weil sie lieber was mit den Händen arbeiten anstatt zu studieren.
mit der höhe des bildungsgrads verschwindet die unsicherheit, und um so denzenter und unsichtbarer werden dann wieder die codes. dann sehen auch sündhaft teuere uhren plötzlich wieder nach nichts aus, damit eben nur leute, die sich damit auskennen, den wert der uhr und somit auch die soziale stellung ihres trägers erkennen.
Wobei die Jungs auf dem Gymnasium auch auf sich achten, sie erscheinen im Durchschnitt größer, gerader und schlanker als die Jungs von der Mittelschule. Die Schädel wirken länglicher und die Gesichter sind offener. Markensachen sind nicht unbedingt ein Muss (so war es jedenfalls in der Schule, wo meine Kinder waren), aber ein gepflegtes, sportliches Auftreten und eine peppige Frisur mussten schon sein.
bei den frauen genau so. in den zwanziger jahren begannen die frauen sich die fingernägel rot zu lackieren um zu zeigen, dass sie nicht hart arbeiten müssen. die neue mode nach dem weltkrieg ließ nicht mehr so deutliche rückschlüsse darauf zu. heute machen das nur noch sekretärinnen und verkäuferinnen, eine ärztin oder managerin würde dass nicht tun, weil sie sonst von den männern nicht ernst genommen wird.
Mmhh, habe mich als Jugendliche geschminkt, habe mich aber damit nicht so wohl gefühlt. Mir ist es auch einfach nicht wichtig, es kostet Zeit und Geld und ehrlich gesagt ich kann es auch gar nicht richtig. Habe es auch meinen Töchtern nicht beigebracht (beibringen können), sondern habe immer vermittelt, dass Aussehen sekundär ist. Tatsächlich sind nicht die schönsten Frauen, sondern die lustigen extravertierten Frauen, die nicht auf den Mund gefallen sind, bei Männern erfolgreicher.
weiblichkeit wird immer noch total entwertet in dieser welt. das ist auch ein grund, warum sich die deutschen frauen nicht oder nur sehr dezent schminken, weil sie ab einem bestimmten bildungsgrad ernst genommen werden wollen in diesem sanften, weichgespühlten patriarchat westlicher prägung.
Das mag in Ländern wie Indien, China und bestimmten islamischen Ländern der Fall sein, wobei die Frauen diese Missstände aufgrund ihrer mangelnden Solidarität auch selber zementieren. Persönlich habe ich eher das Gefühl, es ist umgedreht: "The hand that rocks the cradle is the hand that rules the world!". Frauen haben eine sehr große Macht.
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