Beste Freundin..?!

Die Gegenüberstellung der schützenden Distanz und dem Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen.
Papagei

Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Papagei » 5. April 2014, 13:37

5. Apr 2014, 13:22 » Tibro33 hat geschrieben:wir kommunizieren per sms. wir haben uns übrigens früher oft getroffen und wohnen nicht sooo arg weit von einander weg.
...davon abgesehen ich könnte auch homosexuell sein ;). aber nein, es ist nur freundschaft. gewesen...


SMS halte ich dem Fall für sehr unglücklich. Erzeugt nur Druck sofort antworten zu müssen. Unmittelbare Geographische Nähe ist auch nicht so der Hit. Hat schon was sehr erbärmliches an sich, wenn die Wochen lang vergeblich schreibt aber nie auf die Idee gekommen ist einfach vor der Haustüre zu erscheinen oder was in den Briefkasten zu werfen. Die Geschichte hatte für mich mehr den Schlag von "Man lernt jemanden im Urlaub kennen, man versteht sich ganz gut, gibt kurz etwas Streit und dann ist von heute auf morgen der Tag der Abreise wo man sich evt. nicht verabschieden und aussprechen konnte. Man nur einen Allerweltsname wie "Markus Müller" kennt.

Unter den neuen Variablen.... keine SMS, keine Emails und auch keine Briefpost. Einmal die Woche für eine Stunde zum Quatschen sich treffen. Wenn keine engere tiefere Beziehung wünscht, das auch unmissverständlich klar machen.

Ich schreibe zu diesem Thema nichts mehr. Zu viele unbekannte Variablen und unkonstante Konstanten. Da kommt nur Mist raus und verschwendet meine Zeit.

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon icebaby » 5. April 2014, 14:06

hallo papagei,
finde nicht, dass da nur mist rauskommt... gefällt mir sehr, was du so schreibst...
so sollen denn meine meinungsäusserungen nur das mass meiner sehkraft offenlegen, nicht das mass der dinge, die welt - der spiegel meines selbst.

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Tibro33 » 5. April 2014, 20:04

ja mir auch. danke für die antworten.

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Tibro33 » 7. April 2014, 10:04

okay. gestern hatte ich einen schlechten tag, und beschloss die freundschaft entgültig zu beeneden, aber nicht mit worten. ich kann das einfach nicht. ich habe meine nummer gewechselt, und werde nie wieder eine sms von ihr bekommen... nicht die beste lösung, ich weiß...

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Nebeltal » 7. April 2014, 10:47

sind unkonstante konstanten nicht variablen ?

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Papagei » 7. April 2014, 11:46

7. Apr 2014, 10:47 » Nebeltal hat geschrieben:sind unkonstante konstanten nicht variablen ?


Richtig, nach dem man bemerkt hat, dass die angenommene Konstante sich plötzlich wie eine Variable verhält. Plane ich für einen Kunden ein Haus und der Kunde gibt vor super reich zu sein, ist die ganze Planung für die Katz wenn sich am ende heraus stellt dass der Kunde nur reich an Schulden ist. Wenn was vernünftiges raus kommen soll sollte man schon mit offenen Karten spielen statt die Texte zu verkrüppeln, aus lauter Angst, die "beste Freundin" könnte es mitlesen.


nicht die beste lösung, ich weiß...


Manche Verhaltensmuster bekommt man nicht richtig in den Griff, darum verzichte ich darauf dir Vorwürfe zu machen.

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Tibro33 » 8. April 2014, 00:32

ich habe nicht anders geschrieben, aus angst sie könnte es lesen. was zum beispiel fehlt an informationen? ich kanns gern noch beantworten, falls es noch was bringt.

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon Doppelgesicht » 12. Juli 2014, 23:44

Da habe ich leider eine ganz andere Lebenserfahrung machen müssen:
"Beste Freunde gibt es nicht!" Der Mensch ist stets in seinem Handeln unberechenbar! Ich hatte mal so einen "Kumpel" über zehn Jahre lang - dem hab ich mehr vertraut als irgend einem Menschen sonst. Zu zweit waren wir unschlagbar! Das war so richtig wie "Imperator und Darth Vader" !! Metaffer als Zitat aus einer Dokumentation: "Es ist dies die Geschichte zweier mitlerweile vergessener U-Boote: das amerikanische U-Boot Nautilus und das sowjetische U-Boot K-3!" ... für andere waren wir ein Rätsel, gerade zu gruselig: "Aufzutauchen und den Feind zu überraschen, bevor der die geringste Ahnung hat, das man da ist!" ...

Nach all dieser Zeit zwei Angriffe von ihm (psychisch aber aus dem ganz obersten Regal!) Beim ersten Mal weigerte ich mich fast, die Realität zu glauben ... der zweite Angriff sollte mich restlos vernichten! Dazu (werd ich niemals vergessen) seine Worte: "Die Cobra schlägt zwei mal zu, nur um zu sehen, ob sich ihr Opfer noch bewegt!" ... das schluck mal!

Aber eines hat trotz allem diese einstige Freundschaft gebracht: ich bin gnadenlos wehrhaft geworden! Vielleicht war dieser Zweck erfüllt - es geschieht nie etwas ohne Sinn auch wenn man diesen zu weilen nicht begreifen kann!

Keinen Menschen kann man "kallibrieren"! "Beste Freunde gibt es nicht!!!"

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Re: Beste Freundin..?!

Beitragvon tiffi » 13. Juli 2014, 12:14

Hallo Tibro,

ich versuche in ähnlichen Fällen (andere als Last erleben, den Kontakt loswerden zu wollen)
herauszufinden, ob es daran liegt dass ich in meiner eigenen Welt sein will und ALLES stört,
oder ob wirklich der Mensch und sein Verhalten/Einstellungen oder irgendwas mich stört, dass es
da irgendwie keine gesunden Grenzen und Raum für mich gibt.
manchmal ist es auch etwas von beidem.

Ich hab einen Kumpel (den letzten und der Kontakt ist "sehr dünn", aber irgndwie noch stimmig, verbunden)
dem kann ich gut sagen wenn ich denke er nervt, wenn er zuviel redet oder m. E. Unsinn redet.
vielleicht lehnt man sich da auch schon zu weit aus dem Fenster zwischen "erst mal alles laufen lassen/null
Steuerung in der Beziehung" und dann die "Rächerin der Moral sein".
Aber wenns mal ausgesprochen ist und er auch sagt wie ers sieht oder wie ich gerade wirke, gehts auch.

Ich denke die Leute müssen bei mir auch respektieren dass ich viel alleine sein will und
Kommunikation mich anstrengt (auch wenn manchmal eine Verbindung schön ist).
Wer da gar keinen Sinn für hat und wie ne andere Freundin am besten dreimal täglich Kontakt will,
jedes WE Besuch und bei Signalen dass ich das nicht will, denkt sie müsste mich jetzt reparieren und
irgendwie in ihre Welt ziehen, das ging bei mir auch nicht und da blieb nach einigen Versuchen
zu reden nur der kontaktabbruch.

Was ich bei dir so rauslese ist, dass du die Iniative der Beziehung von äußeren Rahmenumständen
abhängig gemacht hast und von der Aktivität deiner Bekannten (die Zimmer waren da, sie redet viel,
du hast dich passiv gespiegelt), aber nicht so dass du die Beziehung wirklich aktiv gesucht hättest.
so dass die Flut die von außen kommt mal ganz angenehm ist aber bis zu einer gewissen Grenze/Masse
unangenehm.
Vielleicht würde es helfen auch in der Anfangszeit schonmal Grenzen zu zeigen, schonmal sich sichtbar
zu machen, wer man ist, und dass man an bestimmten Stellen anders ist, andere Bedürfnisse hat?
(aber das dann erstmal selbst empfinden und klar haben....)
sonst staut sich viel zuviel auf und aus einem "mitschwimmen - geht so" wird irgendwann ein "zuviel überflutung-unangenehm". und das ist dann irgendwie eine Last.

aber ich weiß wie paradox das ist dass man gern in seiner Welt ist und gar nicht drauf kommt, von
selbst aktiv Beziehungen zu gestalten.
Bei mir sinds in der REgel bisher auch Beziehungen wo der andere aktiver ist und ich iwie "ausgewählt" werde.

Aber den Kumpel von s. o. den hatte ich ausgewählt, da hatte mein Herz mir was signalisiert dass da
was für mich interessantes ist, und das hatte sich so schrittweise entwickelt und ist auch jetzt nie so fest
in eine Richtung, es gab Monate mit wöchentlich treffen und jetzt Phasen mit wochen/monatelang nix hören,
weil die Lebensphasen sich auch unterschiedlich entwickeln.
und bei dem fühle ich irgendwie Freiheit, meiner inneren STimme zu trauen, und nicht so ne feste Rolle
und schicksalsergebenheit.

so ein paar Gedanken, vielleicht kannst du davon was mitnehmen.
VG tiffi

PS was mir noch einfällt und ich wichtig finde:
für den Kumpel fühle ich mich nicht verantwortlich da kann ich losgelöst bei mir
bleiben und mich äußern.
bei der Freundin die viel verstecktes hatte (Krankheit die nur ich wusste) und wo so viel
Abhängigkeit und megaviel Kontakt war, für die fühlte ich mich verantwortlich
und Schuldgefühle plagten mich weil ich alles aus ihrer Brille gesehen hab (oh Gott die
braucht mich wie kann ich nur usw). ich find sowas heute nicht gut, solche diffusen
abhängigen Beziehungen. jeder soll für sich stehen und nicht Opfer erwarten.


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