Abhängigkeit von anderen

Die Gegenüberstellung der schützenden Distanz und dem Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen.
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andersoderwie
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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon andersoderwie » 15. Juli 2014, 23:29

Doppelgesicht hat geschrieben:@andersoderwie
Mir hat mal ein für mich sehr weiser damaliger, sehr hoher Vorgesetzter gesagt:
"Wer viel fragt, bekommt auch ganz viele Antworten!" -> Mache das so, wie Du es vor Dir selbst vertreten kannst und für richtig hälst!
Ich glaube nicht, dass ich das verstanden habe...


Ein klassisches Problem. Momentan bin ich arbeitslos und lebe in den glücklichen Umständen, relativ sorgenfrei Dinge ausprobieren zu dürfen, ohne vom JC Ärger zu kriegen. Mein Sachbearbeiter ist recht nett und gewährt mir viel Freiheit im Handeln. Das ist für mich allerdings ein richtiges Problem: Ich brauche Antrieb von außen, um handlungsfähig zu werden. Kriege ich von außen Antrieb, fühle ich mich unter Druck. Er sagte, er würde mich "gerne" weiterhin betreuen und unterstützen. Das ist eine gefährliche Nähe, zu viel Fürsorge und hohe Erwartung. Gleichzeitig habe ich Angst, Dinge allein zu probieren, weil ja immer etwas schlimmeres irgendwo da draußen lauert. Ich bleibe also hocken und fantasiere wieder von Eigeninitiative.

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AlleinunterMenschen
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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon AlleinunterMenschen » 16. Juli 2014, 01:50

15. Jul 2014, 23:29 » andersoderwie hat geschrieben:Ein klassisches Problem. Momentan bin ich arbeitslos und lebe in den glücklichen Umständen, relativ sorgenfrei Dinge ausprobieren zu dürfen, ohne vom JC Ärger zu kriegen. Mein Sachbearbeiter ist recht nett und gewährt mir viel Freiheit im Handeln. Das ist für mich allerdings ein richtiges Problem: Ich brauche Antrieb von außen, um handlungsfähig zu werden. Kriege ich von außen Antrieb, fühle ich mich unter Druck. Er sagte, er würde mich "gerne" weiterhin betreuen und unterstützen. Das ist eine gefährliche Nähe, zu viel Fürsorge und hohe Erwartung. Gleichzeitig habe ich Angst, Dinge allein zu probieren, weil ja immer etwas schlimmeres irgendwo da draußen lauert. Ich bleibe also hocken und fantasiere wieder von Eigeninitiative.


Ich finde es immer wieder faszinierend in diesem Forum zu sehen, wie ihr in euren Schilderungen über euer Verhalten meine eigene Art so haargenau beschreibt, dass ich eigentlich selbst gar nichts mehr schreiben muss. Sehr praktisch. :)

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon tiffi » 16. Juli 2014, 07:46

23. Mai 2014, 17:15 » BlickwinkelFraktal hat geschrieben:Ich kann mein eigenes Verhalten in jemandens Gegenwart nur bedingt, für Momente, oder in Teilgültigkeit, als authentischen Ausdruck meiner anerkennen, wiedererkennen. Meistens erlebe ich mich irgendwie eher, wie die Funktion der um mich bestehenden Einflüsse, als Ausdruck anderer Menschen, fremden und eigenen Erwartungen, Bildern und Formen möglichen Lebens... nur mehr Projektionsfläche, bei sich analog dazu einstellendem Gefühl der Entrückung von dem was ich "meine Identität" nennen würde. Und ja, leider gilt das bei mir auch für die "Nahestehendsten". :x
Das kann sich bei mir hochschaukeln, und zu der Angst werden, demjenigen überhaupt zu begegnen. oder andere Menschen über einen gew. Zeitraum, weil ich immer Gefahr laufe, mich dahingehend in ihnen zu verlieren, dass ich in ihrer Gegenwart (was zur Zerstreung der Identität genügt) weder gültige Entscheidungen treffen kann, noch echte schadhafte Einflüsse, von "bloßem" Misstrauen unterschieden bekomme.
....
Das Fazit bleibt aber irgendwie das Gleiche: Es nur nicht zu viel werden lassen, seine Grenzen kennenlernen um mit ihnen umgehen zu können.. Was auch immer man mit ihnen zu tun gedenkt. :glück:


Diesen Eindruck, nicht Ich zu sein bei anderen sondern eine Mischung aus den Umständen, Erwartungen,
kenne ich auch.
bei damaligen Schulfreundinnen wenn nach Jahren (!) eine Art Befreiungswunsch oder Ärger im stilen Kämmerlein
schwelte, überlegte ich dann monatelang, wie ich ihnen mitteilen wollte dass ich was anderes will, dass es mir
so nicht gut geht.
In ihrer Gegenwart kam ich mir dann einfach wieder leer und absurd vor, der Wunsch war in dem Moment
"von innen" nicht mehr da, nur noch eine blasse Erinnerung.
Und dann ihre Rückfrage "Ja was willst du denn"?
ja was will ich denn? es ist kein positiver Wert, ich will nicht nur immer reagieren müssen, mich verhalten
müssen, mich irgendwo einordnen müssen und reflexhaftig sein und dabei meine andere Ebene
verlieren.

Zuhause mit meinem (Asperger) Partner schweige ich lieber, Gespräche über "wie war die Arbeit"
ermüden mich ganz schnell. es kann sein dass wir Grimassen schneiden, summen und brummen oder
Worte schöpfen oder über was völlig absurdes reden. manchmal auch Galgenhumor wenn der
WEltfrust sehr groß ist. Aber jeden "normalen" würde man wohl eher irritieren, glaub ich.Ich hatte Angst
mit meinem Partner zusammenzuziehen und wieder nur in einer festen Rollenerwartung zu sein.
Ab und an kommt das Gefühl auf, dass ich denke wir schieben beide nur eine Rolle oder haben unseren
festen Trott in manchen Abläufen.

Gestern hab ich immerhin meiner Kollegin erzählt, dass ich es mittlerweile vermeide mich mit
Kollegen zu befreunden, dass ich früher immer egal wo ich war, ein paar Leute "mitgenommen" hab
bzw eher andersrum hab mich mitnehmen lassen,
es kamen Impulse von außen und ich sagte "warum nicht" gerade wenn der Selbstzweifel so siegte
dass innere dumpfe Gefühl.
Und ich hab gesagt dass ich es scheiße finde, wenn das was zu tun ist nicht von mir von innen
kommt, dass ich mich von außen so mitziehen lasse und es von innen nicht so richtig will,
aber auch nicht klar weiß ob ichs nicht will.
bis ich irgendwann merke, wo bin ich denn jetzt? wie komme ich aus der Nummer wieder raus?
und dann in einer Beziehung eine andere Qualität zu gewinnen, wo ich die passiv mittreibende war,
das ist schwierig. meistens geht dann nur wieder mehr Distanz.

Und: wo soll die andere Qualität herkommen? die hab ich eigentlich nur wenn ich alleine bin,
und es IST da kein aktiver Impuls irgendwas zu tun, ich hab meist kein Begehren irgendwohin
zu tun irgendwas anzupacken.
es sind andere Dinge....die ich lustig finde.
als Kind hab ich bei meiner Tante Teppichfransen gekämmt und fand das spannend und erfüllend....
ist halt auch nicht so eine soziale Tätigkeit.

heute...kann man vielleicht mal "Gedanken kämmen" hat wenig Sinn,v erbessert nicht die Welt...
aber hihi, fiel mir nur grad so als Vergleich ein.

VG
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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon blackeyeddog » 18. Oktober 2014, 12:33

Guter Thread, da kann ich nach langer Zeit auch mal wieder aktiv werden.

Ich persönlich habe inzwischen erkannt (u.a. durch 1-2 Jahre Therapie) dass abhängiges und Schizoides Verhalten bei mir zwei ungesunde Extreme sind.
Und ich glaube dass die Schizoiden Teile auch erst richtig in mein Leben getreten sind, als ich mich von ungesunden Freundschaften verabschiedet habe, als ich mich aus einer Abhängigkeit verabschiedet und mich auf mich besinnt habe. Letztlich verschwand dabei auch eine Freundschaft, die länger als 10 Jahre dauerte und sehr intensiv war. Spaßeshalber kann man sie meine "Exfrau" nennen. :) :(

Ich würde sagen, dass das Besinnen auf mich und meine Gefühle und Bedürfnisse mit einem zurücktreten einherging/-geht, um aus MIR Selbst heraus mein Leben zu leben. Dabei driftete ich auch in das Andere Extrem ab, in schizoides Verhalten und das Vermeiden von Nähe, im Gegensatz zu ZUVIEl Nähe, bzw. dem Übertreten (lassen) von persönlichen und psychischen Grenzen.
Außerdem wurde mir (auch im Laufe der Therapie) klar, dass der Hang zum Schizoiden wohl auch vererbt ist von meinem Vater, der sich zu 95% aus dem Leben stiehlt.
Und so genieße ich das BEI-MIR-SEIN und Unabhängigkeit, kann in meiner kleinen Wohnung (wohne zum ersten mal in meinem Leben alleine) tief durchatmen wie selten zuvor und genieße eine Freiheit, die mir sonst meist verborgen blieb. Und ich komme mehr zu mir, kann meine Mitte finden, mich in mir finden statt nur Anerkennung von Anderen zu erlangen oder erst DURCH ANDERE mich lebendig zu fühlen.

Geht es euch auch so, dass ihr auch eine Art von Seeligkeit in einem schizoiden Verhalten spürt? bzw. dass die Nähe zum Schizoiden schön und "befreiend" ist?

Na, und mit dieser Erkenntniss und all dem Gelernten über mein Verhalten, die psychischen Wurzeln, woher ich komme und wie dies meinen Lebensweg momentan bestimmt, versuche ich aus beiden ungesunden Extremen zu lernen und IN MIR diese Mitte zu finden, und AUS MIR HERAUS mit meinen Mitmenschen in Kontakt zu treten und dabei einen ehrlichen, respektvollen Austausch zu genießen.

Und in den guten Momenten tritt das Alleinsein in den Hintergrund und es gibt einen menschlichen Austausch von Bedürfnissen und Gefühlen auf Augenhöhe, selbst wenn dies nur ein kleiner Moment beim Späti sein sollte oder ähnlich "Belangloses".
Wenn ich vor einem Jahr zufälligerweise solch einen klaren, echten Moment des Miteinanders hatte, war die Erkenntnis zum Verzweifeln; inzwischen gibt mir solch ein Moment Hoffung.

Sry, dass ich auf niemanden geantwortet habe. Dies hier musste wohl erstmal heraus.

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon blackeyeddog » 18. Oktober 2014, 12:55

okay, hab jetz alle Posts gelesen.

Wenn man Andere Menschen braucht, um "Dinge für mich mit Bedeutung auf(zu)laden", hat das dann auch mit Depression und Antreibslosigkeit zu tun? So im Sinne von: Ich habe nicht genug (psychische) Energie, selber etwas "echtes" zu machen? - konkrete Frage: Nimmt einer von euch hier im Thread Medizin dagegen?

@lickwinkelfraktal: zu "Peter und Lotta": Zuerst dachte ich mir, dass das doch auch schön klingt, und dir nur ein wenig Vertreuen in den Moment, in die Anderen oder in dich selber fehlt, um solche Momente auch anzunehmen. Vielleicht hilft einfach ein wenig abwechslung schon?

"Das Fazit bleibt aber irgendwie das Gleiche: Es nur nicht zu viel werden lassen, seine Grenzen kennenlernen um mit ihnen umgehen zu können.. Was auch immer man mit ihnen zu tun gedenkt. :glück:" :Sonne:

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon unikum » 20. Oktober 2014, 10:59

18. Okt 2014, 12:33 » blackeyeddog hat geschrieben:
Geht es euch auch so, dass ihr auch eine Art von Seeligkeit in einem schizoiden Verhalten spürt? bzw. dass die Nähe zum Schizoiden schön und "befreiend" ist?




Ja, das kann ich bestätigen. Als ich noch alleine gelebt habe, hab ich die Einsamkeit und Unabhängigkeit regelrecht genossen. Aber es war immer eine schwache latente Unsicherheit, ob mein Lebensstil auf Dauer gesund ist.
Ich denke man muss aktiv die Balance finden (wie immer im Leben). Beide Extreme schaden leider immer.

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon Bernstein » 28. Dezember 2014, 02:16

Ich bin ebenfalls von diesen beiden Extremen betroffen und kann vielem, was geschrieben wurde, aus eigenem Erleben ohne Weiteres zustimmen. Auch sind die Verwirrungen ob dieser Zusammenhänge und gegenseitiger Beeinflussung oftmals so umfassend, dass mir dazu die Worte fehlen. Aber über eine Sache habe ich in letzter Zeit vermehrt nachgedacht:
Mir scheint es, als ob die schizoiden Verhaltens- und Gefühlsanteile bei mir so etwas wie ein überschiessender und in Teilen fehlgeleiteter Versuch meines Ichs sind, mich selbst zu erhalten und mich zu schützen vor diesem Verlieren in den Gefühlen des anderen, dem Wollen, den Motivationen, sogar in der Art und Weise, wie der andere ist. Also zusammengefasst, dass die emotionale Abhängigkeit zuerst da war und in ihrer erschreckenden und überwältigenden Präsenz, die sie möglicherweise damals hatte, nur wenig Spielraum für angemessene Reaktionen übrig blieb.
Ich habe viel über mögliche Ursachen der Entstehung von emotionaler Abhängigkeit gelesen und in der Therapie erarbeitet, so z.B. ein mangelndes oder fehlendes Urvertrauen, geprägt durch Bindungsprobleme mit den ersten Bezugspersonen, evtl. traumatisierende Erfahrungen von Ablehnung und unter anderem noch ein falsches (falsch vermitteltes und anerzogenes) Verständnis von Liebe zu Bezugspersonen, bzw. Umgang mit Autoritätspersonen.

Das bringt mich zu der Überlegung, dass, wenn man die Ursachen der emotionalen Abhängigkeit angehen würde, es doch vielleicht möglich wäre, die Folgen, also in meinem Fall die schizoiden Gefühle und Verhaltensweisen wenigstens in der Form abzumildern, dass sie nicht mehr alleiniges Muster zur Bewältigung darstellen. Sicherlich werde ich wohl nie ein geselliger Mensch werden und auch die Probleme mit der Reizüberflutung verschwinden dadurch nicht, aber schon allein die Tatsache, dass ich diesem Ganzen vielleicht nicht mehr gefühlt komplett ausgeliefert wäre und sich nicht mehr alles in Endlosschleife nur um das Pendeln zwischen den Extremen drehen würde, was einfach nur ermüdend, auslaugend und deprimierend ist... Das wäre die Arbeit an den Ursachen schon wert...
Nur da kommen die Probleme in der Beziehung zu Therapeuten... Mal abgesehen von den Schwierigkeiten, Vertrauen, Sicherheit, Sich-Öffnen und Abhängigkeit gegenüber den Therapeuten überhaupt zulassen zu können... :lachen: ... Ich weiss eben auch nicht, was ich will!!! Was von dem, was in der Therapie besprochen wird, wirklich von mir kommt und nicht nur eine Folge dessen ist, dass mir mein eigenes Wollen und Fühlen auch im Kontakt zur Therapeutin unerreichbar, verschwommen und fern jeglichen Zugriffes ist! Meine ich wirklich dieses und jenes, ist das jetzt gut für mich, oder doch eher schlecht? Werde ich jetzt durch die Motivation der Therapeutin "mitgezogen", handele ich nach alten Mustern der Verschmelzung mit dem Willen des anderen? Oder andersherum, widerspreche ich nur deswegen, weil ich mich abgrenzen will von ihrem Willen, um diese Verschmelzung um jeden Preis zu vermeiden? Damit der Schein einer eigenständigen Persönlichkeit gewahrt wird...
Ich frage mich, wie eine Wirkung erzielt werden kann. Wie kann man (in einer Therapie) an etwas arbeiten, wenn es einem gar nicht zur Verfügung steht? Wenn kaum authentischer Kontakt da ist, sondern hauptsächlich Verwirrung, Anpassung oder Distanzierung?

Das ist jetzt doch länger geworden, als ich dachte. (Und ist wohl in erster Linie ein Frustrationspost)
Gönne dich dir selbst! (v.Clairvaux)

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon krebsi » 28. Dezember 2014, 13:08

Ich bin auch manchmal von anderen Menschen abhängig. Aber ich sehe das nicht als Schwäche an. Ich ziehe da ja überwiegend meinen Nutzen draus. Ein Parasit ist ja auch von seinem Wirt abhängig. Aber deswegen ist er nicht unbedingt schwächer, sondern der klügere und wird am Ende siegen. Der Parasit zieht seine Energie und Lebenskraft aus seinem Wirt. Und der Wirt ist am Ende der Schwächere. :katze:

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon tournesol » 29. Dezember 2014, 08:33

Ich lebe doch hier auf der Welt " in einem Gefüge ;) " von den ich selbstverständlich abhängig bin :)
NUR wie und was -----ändert sich ständig und es ist meine Entscheidung , wie und was ICH ändere.... :herz: :Sonne:

Vor allem gebe ich doch ebenso in DAS GEFÜGE , wie ich vom GEFÜGE nehme, nämlich MICH ....
mit dem, was ich habe :) .....wie alle....alles hier dies auch tun :Sonne:

Dies ist mir---uns zwar m.E . oft nicht so klar :( wenn wir von anderen , oder anderes wollen und uns klar wird, dass wir andere und anderes " als uns selbst" brauchen.....und auch nehmen
( damit dann folgern , wie Du lieber Krebsi :) " wir wären Schmarotzer :) )
Weil wir dabei nur das " Äußerliche "zu beurteilen in der Lage sind......mit unserem Verstand !

In einem ruhigen Moment.....können wir jedoch erkennen, dass ALLES zu dem Reichtum ! unseres Seins gehört :blumengabe:
Auch das Negative m ebenso wie das Positive , unsere NAHRUNG IST :begeistert:

L.G. Tournesol

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Re: Abhängigkeit von anderen

Beitragvon sourcream83 » 3. Januar 2015, 19:17

16. Jul 2014, 06:46 » tiffi hat geschrieben:
23. Mai 2014, 17:15 » BlickwinkelFraktal hat geschrieben:
als Kind hab ich bei meiner Tante Teppichfransen gekämmt und fand das spannend und erfüllend....
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ich find das irgendwie witzig mit den Teppichfranzen :D Ich hab mir als Kind oft Kopfhörer aufgesetzt und meine Lieblingsband angebhört.

Habt ihr auch das Gefühl, wenn ihr in einer Partnerschaft lebt oder gelebt habt , das ihr innerlich das Gefühl habt ihr müsst euch aufgeben, ihr könnt euren Hobbys nicht mehr nachgehen? Genau das Gefühl hatte ich immer und fühlte mich total eingeengt. Ich hatte plötzlich nicht mehr soviel Spielraum für mich. Ich habe mich dann total aufgegeben für ihn und dann am Ende gemerkt, das es mich eigentlich kaputt macht. Ich habe immer gedacht, ich kann nie wieder Musik machen, ich kann nie wieder Sport treiben, ich kann nie wieder meine Pizza vor dem TV essen, ich kann nie wieder das machen was ich halt will...........ich habe immer meine Routine...zb während dem Essen muss ich mir immer eine Serie angucken und ich gucke die Serien öfters an, ich hab die Serien sicher schon hundertmal gesehen, aber ohne diese Serien bekomm ich kein Essen herunter, und ohne Essen kann ich keine Serien angucken. Schon komisch. :lachen:


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