Wohnlage

Die Gegenüberstellung der schützenden Distanz und dem Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen.
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Wohnlage

Beitragvon Qwert » 8. April 2018, 21:17

Hi,

Hat jemand von euch komplizierte und laute nachbarn? Wie geht ihr damit um?

Ich wohnte zurzeit in einer studenten wg. Da ist es oft laut, wird gefeiert etc. Besonders jetzt im frühling sitzen die alle auf balkons und tanzen. Ich wohne außerdem gand unten am eingang und sehe immer wenn leute an meinem zimmer vorbei gehen und höre immer ihre gespräche.

Das kann manchmal schlimm sein. Ich habe oft das gefühl, dass mich das ganze durchdringt, ich kann mich nicht alleine fühlen und meine gedanken hören. Ich habe ständig das selbe gefühl, wie wenn ich unter menschen wäre. Mir geht das so auf die pelle! Es so als ob ich dauernd unter strom stehen würde.

Für gewöhnlich, wenn ich alleine bin und mich alleine fühle, rede ich gerne mit mir selber und beschäftige mich mit meinen gedanken, aber das wichtigste ist, ich fühle mich alleine, unbeobachtet und in einer intimen atmosphere. Aber hier geht das nicht immer und die leute regen mich einfach auf.

Eigentlich will ich keine andere wohnung suchen, weil diese ziemlich günstig ist.

Wiebsiehts bei euch aus, wo wohnt ihr?

Gruss

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Indigocat
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Re: Wohnlage

Beitragvon Indigocat » 8. April 2018, 22:06

Hallo Qwert, dass es in einer WG sehr anstrengend sein muss, kann ich mir vorstellen. Auf dem Gymnasium habe ich mal zeitweilig in einer WG gewohnt, wobei das noch kurz nach der Wende war mit Etagenklo, Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsdusche. Lange habe ich es da nicht ausgehalten. Zurzeit wohne ich in einer eigentlich sehr schönen in sich geschlossenen Wohnanlage aus Mehrfamilenhäusern. Früher zu DDR-Zeiten und nach der Wende waren diese z. T. sehr großen Wohnungen privilegierten Familien vorbehalten gewesen, oft Ärztefamilien. In der letzte Zeit vermischt es sich leider immer mehr und es ziehen vereinzelt auch richtige Problemfamilien hierher. Belastend finde ich, dass sich Grillplatz und Spielplatz gleich neben dem Wäscheplatz befinden und man im Sommer beim Wäscheaufhängen beobachtet wird. War früher weniger ein Problem, allerdings gibt es in den letzten Jahren immer mehr kleine Kinder (komisch, als meine Kinder klein waren, hatten sie kaum Spielkameraden, das waren die geburtenschwachen Jahrgänge). Die Kinder finde ich sehr laut und anstrengend, auch wenn sie miteinander spielen und mich eigentlich nicht beachten und auch nicht irgendwie aggressiv sind.

Aber ich habe ja sowieso vor, in absehbarer Zeit umzuziehen, um vielleicht auch noch mal zu studieren. In eine WG möchte ich dann aber auf keinen Fall, wenn es finanziell irgendwie geht, dann gerne in eine 1,5- oder 2-Zimmerwohnung etwas außerhalb, mein Auto werde ich dann wohl behalten um zur Uni zu fahren.
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Re: Wohnlage

Beitragvon Themis » 9. April 2018, 08:50

Hi Qwert,

das klingt ja nicht so gut, wenn man sich nicht mal in den eigenen vier Wänden - und seien sie noch so klein - wohl und sicher fühlen kann, sondern ständig vom Leben der Anderen durchdrungen wird. :x

Die ersten fünf Jahre meines Studiums hab ich auch in einer WG in einem 10 qm-Zimmer gewohnt. Allerdings nur eine 3er-WG und sehr ruhig, darauf hatte ich bei der Auswahl geachtet.
Der Kostenfaktor ist natürlich ein Argument, aber vielleicht könntest Du Dich doch nach einer kleineren WG umsehen? Da kann man auch zur Not die Mitbewohner persönlich bitten, ruhiger zu sein. Und ob es so "Feiertypen" sind, merkt man ja beim Vorstellen und Besichtigen auch schon, so ungefähr wenigstens - oder kann auch danach fragen. Die Anderen wollen ja i. d. R. auch keinen ruhigen "Langweiler" (aus deren Sicht) und sind vielleicht froh, wenn das vorab geklärt wird.

Wir waren alle drei sehr introvertiert, unsere Zimmertüren immer zu und die Zimmergrenzen heilig. Aber in Küche oder Flur ergaben sich oft lange Gespräche. War sehr angenehm, und trotz mehrerer Personenwechsel konnte die Grundatmosphäre so ungefähr gehalten werden.

Jetzt - 20 Jahre später ;) - wohne ich leider deutlich lauter. Das Hochhaus ist zwar sehr gepflegt und schön anonym, aber auch hellhörig. Man versteht durch die Wände teils sogar die (lauteren) Gespräche der Nachbarn.
Wäre schon okay, ist halt baulich so. Auch die große Ringstraße vor dem Haus stört mich wenig, dafür entschädigt der große Südbalkon und die Aussicht weit ins Land.

Was mich aber sehr stört, ist das unbedachte Fehlverhalten anderer Mieter. Ich bin in den letzten zwei Jahren extrem dünnhäutig geworden und dadurch auch sehr geräuschempfindlich. Es muss auch m. E. nicht sein, dass man sich auf dem Balkon mit wummernder Musik beschallen lässt oder Türen laut schließt.
Aber gut, es ist so und ich habe keine Lust auf Auseinandersetzung. Daher behelfe ich mir mittlerweile mit Ohropax, auch wenn das unangenehm ist und den Schall auch nur minimal dämmt.
Durch zwei Jobs bin ich aber auch oft außer Haus bzw. im Sommer viel in der Natur. Manchmal auch in einer ruhigen Bibliothek. :)

Kannst Du nicht evtl. auch öfter wohin, wo es angenehm und ruhig ist? :rätseln:
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Re: Wohnlage

Beitragvon tiffi » 9. April 2018, 11:57

Qwert hat geschrieben:Ich wohnte zurzeit in einer studenten wg. Da ist es oft laut, wird gefeiert etc. Besonders jetzt im frühling sitzen die alle auf balkons und tanzen. Ich wohne außerdem gand unten am eingang und sehe immer wenn leute an meinem zimmer vorbei gehen und höre immer ihre gespräche.

Das kann manchmal schlimm sein. Ich habe oft das gefühl, dass mich das ganze durchdringt, ich kann mich nicht alleine fühlen und meine gedanken hören. Ich habe ständig das selbe gefühl, wie wenn ich unter menschen wäre. Mir geht das so auf die pelle! Es so als ob ich dauernd unter strom stehen würde.

Für gewöhnlich, wenn ich alleine bin und mich alleine fühle, rede ich gerne mit mir selber und beschäftige mich mit meinen gedanken, aber das wichtigste ist, ich fühle mich alleine, unbeobachtet und in einer intimen atmosphere.

Ich kenne das Gefühl gut.
Ich wohne aber mittlerweile ruhiger. Gerade ist nur Baustelle, und es turnen ein paar Leute rum, und das stört mich.
Oder auf Arbeit, wenn die Büros so hellhörig sind.
Ich brauche ganz dringend die Zeit, alleine zu sein, ohne Geräusche, ohne eine anderen Menschen,
nicht aus meiner Welt gerissen zu werden, sonst werde ich total nervös und ausgelaugt.

Ich vermute @Quert, du bist eher introvertiert und brauchst es, in deiner Welt zu sein, um aufzutanken.
Finde ich total nachvollziehbar beschrieben, dass du nicht mehr deine Gedanken hören kannst, und dass das
Kraft kostet.

Ich würde dir raten, dir einen Platz zu suchen, wo es ruhiger ist. Entweder neben der Wohnung (rausgehen, wann
und wo es ruhig ist, warst du das mit alleine im Kino, und nachts im Wald? super Idee :begeistert: )
und besser auch ne Wohnung, die ruhiger ist, also vielleicht wirklich ne WG mit introvertierten anderen.
Ist zwar lästig, was zu suchen, und kostet, aber vielleicht ist es die Investition doch wert?

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Re: Wohnlage

Beitragvon Kalliope » 9. April 2018, 14:47

Kann ich gut nachvollziehen @Qwert. Zeit meines Lebens habe ich unter solchen "Nebengeräuschen" gelitten. Wie im Allgemeinen unter sämtlichen, menschengemachten Lärmemissionen. Also diese nerven mich deutlich mehr als alle anderen.

In meiner Kindheit lag das Kinderzimmer neben der Küche. Während der Trennungsphase meiner Eltern (dauert eher Jahre als Wochen) haben sich diese dort nachts bis sonstewann angebrüllt. (Bis irgendwann mal die Hängeschränke von der Wand fielen - keine Lüge!) Das ist mein Urtrauma.

Später lebte ich mit meinem ersten LG in einem Soutterrain (das ist noch vornehm ausgedrückt, es war schon eher Keller), später da allein. Über uns der Sohnemann von Vermietern mit seinen wechselnden Lebensgefährtinnen, später seiner Frau. Und Kinder. Diese pflegten auf dem Parkettfußboden Sonntags früh gegen 6 - 8 Uhr Hockey zu üben. Auf der Einfahrt ratterten den ganzen Tag die Bobbycars.

Heute wohne ich "ganz oben". Aber irgendwie holt mich dieses Trauma wieder ein. Seit vielen, vielen Jahren hausen neben meinem Schlafzimmer - wie sollte es anders sein? - zwei Alkis. Sie mit einer Stimme, die kann man gar nicht beschreiben, igendwas zwischen Geier und Krähe. Ihr Partner ("Ingo") brüllt den ganzen Tag "Ruhe" oder "halts Maul(wahlweise mit "alte Fotze" im Anhang), dabei ist das dann der, den man auch dauernd hört. Das geht jeden Tag zwischen 18 bis ...irgendwann. Gern bis nach 12 Uhr. Ist er mal irgendwie nicht zugegegen, pflegt sie so halbdement bis - debil an ihrer Stereoanlage herumzuspielen. Was heißt: sie hört gerne 3 Std. hintereinander immer denselben Song. Jethro Tull. Das nenn' ich mal Psychofolter.
Aber die ganze Gesellschaft besteht aus Alkoholikern, man darf sich da nicht wundern.
Und nein, ist keine Asigegend hier. Das ist klassenübergreifend.

Ja, ich möchte auch gerne bei mir zuhause mit mir sein. Ich fürchte, ich kann Dir doch nur den Rat geben, Dir etwas anderes zu suchen.
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Re: Wohnlage

Beitragvon Qwert » 11. April 2018, 19:44

Oh man, das klingt echt krass. Da wäre ich glaube ich schon ausgerastet. Ich hatte mal einen alki+harz4 unter mir. Er und seine frau waren richtig laut und haben unter der woche besäufnise veranstaltet. Ich bin beim zweiten mal runter gegangen und hab ihm eine verpasst. Und ohne scheiß, ich hab die in nächsten monaten nicht gehört.
Ich muss sagen, ich hatte schon öfter auseinandersetzungen mit nachbarn, weil die idioten einfach zu laut sind. Aber bei studenten ist das ganze viel komplizierter, da kann man nicht einfach ne party stürmen ://

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Re: Wohnlage

Beitragvon Kalliope » 13. April 2018, 11:17

Hallo Qwert, was ich noch nachtragen wollte: hast Du es mal mit Ohropax probiert? Ich kann ohne nicht mehr leben, vor allem nicht mehr schlafen.

Und hej, ich bin auch ausgerastet :). Wie oft habe ich schon die Polizei gerufen (manchmal, weil die Flaschen durch die Gegend flogen, manchmal weil es eher danach klang, als brächten sie sich gerade gegenseitig um "Hilfehilfe" "patschpatsch").
Dann habe ich eine Anzeige aufgegeben und denen wurde die Stereoanlage weggenommen. Na immerhin. Dann war ne Zeit lang bisschen Ruhe und über die Jahre hat sich dann der alte Pegel wieder eingestellt. Da "Ingo" ihr Geld (sie ist Apothekerin) verballert in irgendein Projekt in Spanien (bekomme durch die Wand alles bis zu den Kontoständen mit), hoffe ich, dass die irgendwann endlich pleite sind. Also VOR mir :D und ich die dann los bin. Aber ich schaue ständig mit einem Auge nach Alternativen für mich. Zumal ich auch andere Änderungswünsche habe. Möchte weiter raus (wohne am Stadtrand, der aber durch Zuzug leider sehr voll geworden ist) und möglichst gleich in einer bezahlbaren Werkstatt wohnen. Kann also Industriegelände sein o.ä. Kumpel von mir "wohnt" in sowas, offiziell "Büro", auch ganz oben riesengroß, zwar keine Heizung, aber Rohre laufen da durch und somit ists sogar eher zu warm im Winter.

Nee, bei Studentenwohnheim haste schlechte Karten in Sachen Partymiesmacher. Deswegen sag' ich ja: weg da, wenn es für Dich irgendwie geht.
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Re: Wohnlage

Beitragvon Themis » 13. April 2018, 13:03

Kalliope hat geschrieben:hast Du es mal mit Ohropax probiert? Ich kann ohne nicht mehr leben, vor allem nicht mehr schlafen.
Bißchen OT, aber:
Helfen die denn bei Dir? Ich lebe ja nun seit einiger Zeit, wie oben geschrieben, auch fast durchgängig damit, wenn ich zuhause bin. Aber leider
a) dämmen sie den Schall nur zu vielleicht 30 %
b) bin ich auch irgendwie "körperlich" extrem empfindlich gegenüber bestimmtem Schall, also z. B. die Bässe des Gewummers stören mich weniger vom Hören her (meist ist das auch gar nicht soo laut) als von den Körperschwingungen. Dito der Klang von Streitgesprächen oder Geschirrklappern. Ich glaube, auch wenn ich da fast völlig "taub" werden könnte, würde ich es im Körper immer noch sehr störend spüren.

Bei Dir sind es ja nun auch sehr akustisch UND psychisch belastende Klänge aus der Nachbarschaft. Hilft Ohropax da wirklich zur Abschirmung, oder ist es eher ein gefühlter Akt der aktiven Abgrenzung und damit schon entlastend (also quasi Placebo-Effekt)? :rätseln:

(Ich versuche ja zusätzlich zu den Ohropax, innerlich davon abzuschalten, z. B. keinen Schall zu erwarten oder zu befürchten; oder ihn als für mich nicht relevant einzustufen. Mir die Wohnungsmauern als Grenzen vorzustellen, durch die zwar der Schall, aber sonst nichts von den diversen Nachbarn rüberkommen kann: keine Gerüche, keine Blicke, keine Präsenz.
Gelingt manchmal und dann stört mich der Schall auch weniger, aber eben nicht, wenn ich ohnehin schon gestresst/angespannt bin.)
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Re: Wohnlage

Beitragvon Qwert » 13. April 2018, 19:28

Jaaaa, ohropax und ich sind sozusagen gute freunde hehe... aber es geht nicht einfach um geräusche, sondern viel mehr um das gefühl, dass weit und breit niemand ist, erst in dolchen momenten fühle ich mich oft vollständig und mit mir im reinen. Keine ahnung, wie ichs besser sagen soll. Aber es ist ein außergewöhnliches gefühl, wenn man spät abends, wenns dunkel ist alleine auf einer lichtung steht.

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Re: Wohnlage

Beitragvon Kalliope » 14. April 2018, 14:13

Huhu,

@Themis:
ja, es hilft (mir) deutlich. Ich verwende das klassische aus Wachs. Wenn man das richtig zurechtknetet und an der Ohrmuschel so überlappend anbappt schließt das total ab.
Ich verwende es aber fast nur nachts.
Bereits als Kind habe ich mir aus oben genannten Gründen immer mit Spucke angefeuchtetes Klopapier oder Papiertaschentuch in die Ohren gestopft. Das passt sich auch gut an und hilft. (Und hält die Ohren schön sauber ;) )

Unter mir ist "Waschsalon Kaiser", wie die Nachbarin unter Waschsalon Kaiser sie immer nennt. Die hat nen Wäschewaschfetisch. Wenn das schleudert und es schleudert viel und lange, dann zittert der ganze Schreibtisch bei mir mit.

Als wir hier einzogen gab es auch noch im Hof (viele Garagen) noch eine Harleytruppe. Naja, muss ich nicht weiter ausführen, nicht?. Zwei versprengte Reste davon sind noch aktiv. Aber nichts mehr gegen die Zeiten, als hier Sonntag früh 10 Harleys vom Hof rauschten - nachdem man lautstark Begrüßung zelebriert hatte. So, wie das mit den Dinger überhaupt möglich, haben sie sogar "Rücksicht" genommen. Dennoch: die Teile, wie auch Ducatis gehören verboten. Ich verstehe sowieso nicht, wie Geräte Lärmauflagen bekommen können, wenn man den Rest der Bevölkerung unter so einem ökonomisch und ökologisch völlig bescheuerten Hobby leiden lässt. Nur, damit irgendwer seinen zu Kleinen kompensieren kann oder den Testosteronspiegel.
Naja.

Sicher, da ist auch ein Placeboeffekt dabei (Ohropax). Aber das ist doch ok.

Das mit den Blicken bei Qwert ist auch sehr nervig. Vom Souterrain kenne ich das insofern noch, als die Ableger der Vermietersohnes dann da als Kleinkinder gerne vorstanden und reinglotzten. Nur, die waren da in einem Alter, wo sie noch gar nicht begriffen haben, dass das nicht ok ist. Sonst war erfreulicherweise Garten rundherum, also keine Straße, Da gab es noch Büsche dazwischen. Dafür erhielt ich viel Katzenbesuch und auch einen Fuchs.

@Qwert
Qwert hat geschrieben:sondern viel mehr um das gefühl, dass weit und breit niemand ist, erst in dolchen momenten fühle ich mich oft vollständig und mit mir im reinen.

Ich hätte es für mich nicht besser beschreiben können! Sind genau die Augenblicke, die ich suche und nach denen ich mich immer sehne! Früher bin ich sogar nachts in den Wald(rand).
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