neue freunde, alte freunde, neue liebe, alte liebe....

Die Gegenüberstellung der schützenden Distanz und dem Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen.
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Tibro33
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neue freunde, alte freunde, neue liebe, alte liebe....

Beitragvon Tibro33 » 12. November 2014, 21:41

heyy... ich weiß ich war jetzt länger nicht online. zuerst wollte ich keine anderen leute mit meinen blöden Beschwerden nerven, dann hab ich das sps Forum ganz vergessen.
es hat sich viel getan...
zu meiner ehemaligen besten Freundin hab ich den kontakt abgebrochen, diesmal ganz endgültig. ich hab ihr geschrieben warum, und mich entschuldigt. sie hat mir immer mal wieder geschrieben, aber da ich nicht wieder "rückfällig" werden will, hab ich sie dann geblockt. seit das mit ihr vorbei ist, hab ich wieder Gefühle für das Mädchen, in das ich auf den ersten blick vor 11 Monaten schon verknallt was, ich wollte nur nicht drüber nachdenken und das nicht zulassen. und jetzt sind die Gefühle seit einiger zeit wieder da, und viel stärker geworden. eine der neuen Bewohnerinnen in der wg wurde mir langsam sympatisch, und ich konnte das rauchen nutzen, um gaanz zufällig mit ihr ins Gespräch zu kommen. sie sagte mir, sie hat irgendwie das gefühl, sie könne mir das sagen, und erzählte ausführlich über ihre Schizophrenie. der schatten den sie sieht, ähnelt ziemlich einem meiner... was auch immer. ich habe ja inzwischen auch schon herausgefunden, dass ich eine multiple Persönlichkeit habe. ich weiß nicht, wie sie das wohl auf meine restlichen Diagnosen auswirkt, aber jedenfalls gibt es mich, ein jüngeres Mädchen und einen erwachsenen mann. und er ähnelt dem, was sie sieht, sehr. zuerst hab ich sie nur angestarrt und dachte was ich jetzt so gern sagen würde, aber ich darf ja nicht. er will nicht, dass ich drüber rede, dass ich mich anderen anvertraue, dass ich freiwillig mit anderen rede, freundlich bin, und er will nicht, dass ich wieder so einen scheiß anfange wie bei meiner ehemaligen besten Freundin.
aber das Mädchen gewann den Konflikt in mir, weil es ihr so wichtig ist, die neue Bewohnerin besser kennenzulernen, weil sie sich soo freute, dass sie jetzt mit jemanden reden könnte, und dass sie wen gefunden hat den sie mag. sie wollte hier nicht gehen, ohne ihrer nummer. die Bewohnerin war aber so lieb von sich aus, und hat mir mal einen zettel ins Postfach gelegt. sie beschrieb, was sie sieht und sich denkt, wenn sie mich ansieht. sehr interessant, und meistens zutreffend. einen tag später, nachdem wir schon öfter geredet hatten, gab sie mir noch einen zettel, mit ihrer nummer. wir schreiben seit dem, und können uns alles sagen. ich hab ihr in dieser einen Woche schon mehr private Sachen erzählt als meiner ehemaligen besten Freundin jemals.
sie erzählt mir auch alles, und wir versuchen uns zu helfen, obwohl wir uns gut in die Situation des anderen versetzen können, und wissen, dass es nicht viel bringt. wir können uns ja beide überreden, aber.... wenn wir zu zweit draußen sitzen, sind wir zu fünft. und die geben nicht nach.
jedenfalls hat sie mir alles gesagt... unter anderem, bevor ich ihr das sagte, dass die, in die ich verknallt bin, auf sie steht. sie ist aber hetero, und hat kein Interesse an ihr. dafür ist sie freundschaftlich sehr gut mit ihr, und ich rede natürlich kein wort mit jedem anderen Bewohner. jetzt hab ich schmerzen, sie ein schlechtes gewissen, und ich bin verwirrt und sie depressiv. beides macht nicht den eindruck, als ob es so schnell anders werden würde.
aber es ist okay, ich weiß ja, dass jede in die ich verliebt bin mich hasst. schon okay :/

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Re: neue freunde, alte freunde, neue liebe, alte liebe....

Beitragvon Ashmedai » 13. November 2014, 00:02

Ohne das boese zu meinen, bist du in psychotherapeutischer behandlung? Wenn nein, werde sofort aktiv und such dir hilfe.

Ich weiß nicht was man sonst zu dem text sagen kann oder ueberhaupt sollte. Da spielen so viele dinge zusammen die es fast unmoeglich machen rational zu antworten. Dazu ist der letzte absatz zumindest fuer mich unnachvollziehbar durcheinander. Ich verweise noch mal auf meinen ersten satz!

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Re: neue freunde, alte freunde, neue liebe, alte liebe....

Beitragvon Bernstein » 13. November 2014, 10:07

Hallo,
wie lange weisst du denn das schon mit deiner DIS / multiplen Persönlichkeit? Das stelle ich mir auch sehr schwierig vor, damit einen guten Umgang zu finden, ich hoffe, du hast Unterstützung? Wenn ich das richtig verstanden habe, wohnst du in einer WG, ist das eine irgendwie betreute WG? Jedenfalls ist es doch schonmal gut, dass du jemanden zum Reden hast, wenn es natürlich auch immer wieder Missverständnisse geben wird, aber sowas ist normal!
Gruß,
Bernstein
Gönne dich dir selbst! (v.Clairvaux)

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Re: neue freunde, alte freunde, neue liebe, alte liebe....

Beitragvon Tibro33 » 12. August 2015, 02:36

13. Nov 2014, 11:07 » Bernstein hat geschrieben:Hallo,
wie lange weisst du denn das schon mit deiner DIS / multiplen Persönlichkeit? Das stelle ich mir auch sehr schwierig vor, damit einen guten Umgang zu finden, ich hoffe, du hast Unterstützung? Wenn ich das richtig verstanden habe, wohnst du in einer WG, ist das eine irgendwie betreute WG? Jedenfalls ist es doch schonmal gut, dass du jemanden zum Reden hast, wenn es natürlich auch immer wieder Missverständnisse geben wird, aber sowas ist normal!
Gruß,
Bernstein


hallo. ich hatte mich vor einem jahr irgendwie ganz darauf verlassen, dass ich eine benachrichtigung bekomme, wenn jemand antwortet. vielleicht habe ich diese unabsichtlich gelöscht oder so, jedenfalls habe ich das erst jetzt gelesen...

seit wann ich das weiß? keine ahnung. mit der zeit immer ein bisschen mehr. ich habe die anderen und mich in der mitte schon gezeichnet als ich viel zu jung war um mir selbst eine diagnose zu geben. und nein, ich habe keine unterstützung. ich bin zwar in einer therapeutischen WG, aber ich habe denen nie davon erzählt. ich lasse betreuer grundsätzlich kaum in meine privatangelegenheiten. desswegen bringt mir die WG jetzt auch nichts mehr. am anfang war es gut, ein geschütztes umfeld, zeit, um mich zu erholen. aber nach einigen weiteren blöden erfahrungen mit menschen habe ich gelernt, wie ich womit umgehen muss, und wie ich mit welchen situationen zurecht komme.
das mit dieser person, mit der ich reden konnte, und der anderen person, die ich irgendwie bewundert habe, hat es fast so ein schlimmes ende genommen wie mit der ehgemaligen besten freundin, mit der ich noch lange später zu kämpfen hatte. aber jetzt bin ich seit einigen monaten wieder völlig allein, und habe keine einzige person auf diesem planeten, die mir irgendwas bedeuten würde. das ist schon länger so, als ich allein bin. ich musste so viel kämpfen, um diese leute endlich los zu werden.
so war das immer. von klein auf verspürte ich immer früher oder später den drang, jemanden aus meinem leben zu haben. blöd nur, dass das fast immer gute gründe hatte. so wie im letzten jahr. all diese erfahrungen mit diesen wandelnden katastrophen haben mich ein ganzes stück klüger gemacht. hin und wieder wird mir langweilig, aber ich wüsste sowieso nciht, wie ich mit leuten umgehen sollte, wenn ich mal die wohnung verlassen würde.
aber in kürze werde ich eh von der einen in die andere einrichtung verlegt... ich wäre so bereit für eine eigene wohnung, und ich weiß dass ich das locker hinbekommen würde, im vergleich zu all den anderen in diesen einrichtungen. ich brauche nciht mal betreuung, ich bin immun dagegen. aber trotz meinem wachsenden und inzwischen massiven selbstbewusstsein finde ich einfach kein argument in einer bewerbung, warum man mich einstellen sollte. irgendwie habe ich das gefühl, dass ich meine diagnose dazu ausnutze, um nicht auf der straße zu landen. ich will arbeiten, ich würde mich irgendwann auch eingewöhnen, aber ich bin so träge und alles in allem irgendwie depressiv, was wieder an meinem schlechten bild von der zukunft liegt, und noch viel mehr. ein teufelskreis. ich bin gespannt, wie lange ich so verharren kann, bevor mich die letzte einrichtuung fallen lässt.

ich weiß nicht, was ihr dazu sagen sollt, aber ich würde mich für jede art von kommentar interessieren.


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