Haustiere

Ein Leben in (völliger) Isolation? Du bist sehr introvertiert, ängstlich-vermeidend oder gar schizoid? Wie gehst du damit um?
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Indigocat
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Re: Haustiere

Beitragvon Indigocat » 10. August 2016, 08:13

Hallo Knallschnute, :-)
knallschnute hat geschrieben:Wenn man einen Garten hat, sind Hasen oder andere Nagetiere auf natürlichere Weise zu halten.

Die Zwergkaninchen früher hatte ich im Winter in der Garage in einem großen Doppelkäfig und im Sommer auf der Wiese vor dem Haus in einem Freilauf gehalten, sehr zur Freude der Kleinkinder aus der ganzen Nachbarschaft. Eigentlich haben sie den Freilauf geliebt und wollten nie zurück in die Garage. Mein Garten ist nicht direkt am Haus, da wollte ich nicht jeden Tag fahren.
Eine unbekannte Umgebung in der Wohnung war eher ein Grund zur Flucht in ein bereitgestelltes Häuschen und im Grünen suchten sie dann ebenso Schlupfwinkel/ Verstecke, anstatt sich mal richtig auszupowern.)

Da braucht es wahrscheinlich einen ganz ruhigen Winkel und ein "sicheres Dach" z. B. in Form eines Gitters über den Kopf. Die Hasen kamen damit gut zurecht, auch mit den Autos, nur wenn Rasen gemäht wurde habe ich sie reingeholt.
Wie geht es deinem Kaninchen so?

Ich habe mich jetzt bewusst für Nutzkaninchen entschieden, als Futterverwerter, Lieferant für Dünger und dann eben auch mit allen Konsequenten. Fleisch essen wir ja sowieso, da weiß man wenigstens, dass die Tiere ordentlich gehalten wurden und was Ordentliches zu futtern hatten. Also ich denke, dass sie soweit ein schönes Leben, nicht in Einzelhaltung und in einem nicht zu kleinen Käfig, haben.
Bei der Gelegenheit muss ich erwähnen, dass Tappsi auch nach kurzer Zeit von uns gegangen ist. Wolle war ja gestorben, weil sie schon alt war und nichts mehr gegessen hat. Tappsi hatte dann auch noch Zahnprobleme und wir waren bei zwei Tierärzten mit ihm. Der eine hat die Zähne geknippst, dann ging es, wurde aber wieder unschön für ihn und der andere machte sogar eine OP. Wir waren wieder gezwungen zu päppeln. Anfangs aß er gut, dann wurde es immer schwieriger.
Wir hatten für ihn ein neues Weibchen gefunden, aber durch seine Situation und deren dominantes Verhalten, war das für ihn wohl eher eine Qual, als eine schöne Beziehung. Trotzdem ging es ihm besser mit einem zweiten Tier, als allein. Abends, als es ihm ganz schlecht ging und er im Häuschen zusammenkauerte, drückte sie sich ganz eng an ihn. Ich merkte das, weil wir ja auch in der Nacht päppelten. Nach zwei Wochen ohne Erfolg ließ ich ihn erlösen. Das war besser, als ihn bis zuletzt verhungern zu sehen... :(

Das ist wirklich sehr schade.
Das wollte ich einfach nicht nochmal mitmachen. Hinzu kommt, dass so ein Haustier auch enorm zeitaufwendig ist und ich durch meine Arbeit und die Familie wenig Muse für neue Tiere habe.

Das stimmt allerdings, ich werde mir wahrscheinlich auch keine Katzen mehr anschaffen, wenn meine gestorben sind, weil es ist schon sehr aufwändig und kostenintensiv und sie richten ja auch einigen Schaden an. Bei den Stallkaninchen kann ich aber das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Schade das Ganze. Die Meerlis bleiben mir aber in guter Erinnerung - meine Wolle war halt auch einmalig. (Ich konnte ihr ja sogar ein Bussi geben, wenn sie mich durch lautes Pfeifen an die Fütterung erinnerte.)

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Bedenken Sie, dass Sie nach den geistigen Gesetzen das, was Sie an sich oder an anderen ablehnen oder hassen, in Ihr Leben ziehen. Dadurch sollen Sie lernen, alles im Leben anzunehmen und zu lieben, auch die Dinge, die Sie momentan noch verabscheuen.

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Maikäfer
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Re: Haustiere

Beitragvon Maikäfer » 10. November 2016, 12:05

Hab seit gute 6 Wochen einen Langhaarhamster.
Anfangs war der Kauf wegen der 17 Uhr stör Regel und so schwierig.
Dann hab ich in einen Gartencenter kein Schild gesehen und ein Junge hat mit seiner Mutter vormittags gleich ein paar gekauft und ich hab dabei meinen gesehen. War noch verärgert, weil nur männliche zum kauf angeboten wurden und hab´s erst später kapiert.
Naja habe erst später alles gelesen und so richtig auf einen grünen Zweig sind wir noch nicht gekommen.
Dachte das ehr so ab 17 Uhr aktiv wird, aber es ist normal das Hamster erst ab 22 Uhr zu sehen sind.
Momentan ist er nur in einen zu kleinen Terrarium, weil die Temperatur nicht unter 17 C fallen soll.
Hab das Terrarium auf 22,2 C gestellt.
Wenn ich ihm im Laufrad da wische muss ich ihm zwischen den Händen in Lotusform hochalten das er ruhe gibt und sich ohrtlich putzt,
jedoch wir man dabei von verschiedenfarbigen Reiskörner bombardiert. :angst:
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Die Weisheit jagt mich, aber ich bin schneller

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Re: Haustiere

Beitragvon MirrorMirror » 10. November 2016, 17:53

Maikäfer hat geschrieben:Momentan ist er nur in einen zu kleinen Terrarium, weil die Temperatur nicht unter 17 C fallen soll. Hab das Terrarium auf 22,2 C gestellt.
Wenn ich ihm im Laufrad da wische muss ich ihm zwischen den Händen in Lotusform hochalten das er ruhe gibt und sich ohrtlich putzt,
jedoch wir man dabei von verschiedenfarbigen Reiskörner bombardiert. :angst:


?????? Das ist wieder so ein Ding, da werd ich unglaublich böse.
Das ist Tierquälerei, ganz simpel.
Ein Hamster gehört nicht in "ein viel zu kleines Terrarium" und man nimmt auch keinen Hamster ungefragt in die Hand, damit der Ruhe gibt.
Die Tiere sind nachtaktiv und sie machen dabei Kilometer. Kein dämliches Laufrad, keine mickrige Kiste. Sie brauchen Platz. Wenn das nicht geht, dann bitte zurückbringen und einen Plüschhamster kaufen, dem macht das temperierte Terrarium nix aus.
Sorry, aber da zuck ich einfach aus.

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Re: Haustiere

Beitragvon Geextah » 20. November 2016, 08:21

Ich habe mehrere Aquarien mit diversen Kugelfischen, Aalen und Schnecken.

Der eine Kugelfisch ist recht zutraulich und begrüßt mich immer wie ein kleiner Hund, wenn ich ins Zimmer komme (er schwimmt also an die Scheibe und dort immer ganz aufgeregt hin und her und beruhigt sich erst, wenn ich nah an die Scheibe komme und mit ihm rede) :D

Er reagiert auch darauf wenn man ihm von weiter weg zuwinkt :)
"Erfindungen bedürfen der ungestörten Ruhe, des stillen, beständigen Nachdenkens und eifrigen Erprobens, und all dies gibt nur die Einsamkeit, nicht die Gesellschaft der Menschen."
- Gerolamo Cardano -

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Re: Haustiere

Beitragvon Nomore » 9. März 2017, 00:17

Wir haben einen Hund (Jagdhundmischling) und eine Katze. Seit der Hund hier ist, steigt meine Fitness, der Speck muss weg.
Bei Risiken und Nebenwirkungen fressen Sie die Packungsbeilage und erschlagen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Re: Haustiere

Beitragvon ebowinger » 3. Juni 2017, 12:07

Meine Katze ist alt und krank,

seit 16 Jahren habe ich meine Katze und lebe mit ihr zusammen. Sie war und ist wie mein bester Kumpel, Lebensgefährtin und Kind.
Sie war oft die einzige Motivation für mich, mein schwieriges Leben irgendwie zu ertragen. Doch jetzt ist das passiert was schon lange absehbar war. Sie ist an der Lunge erkrankt, möglicherweise ist es Krebs. Sie frisst nur noch selten und wenig, ist schon deutlich geschwächt. Die Tierärztin sagt ich muss mich langsam verabschieden. Ich soll meiner Katze noch letzte schöne Tage machen, und dann rechtzeitig die Entscheidung treffen sie zu erlösen bevor sie leidet. Ein paar Tage noch, eine Woche vielleicht noch. Mir graut es vor dem Moment beim Tierarzt, wenn sie eingeschläfert wird. Einen Platz wo ich sie begraben werde habe ich schon hergerichtet.

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Re: Haustiere

Beitragvon Milka » 3. Juni 2017, 12:15

Das ist so traurig. Es tut mir so leid für dich. Ich kann das sehr gut nachfühlen, denn meine beiden (12-jährigen Katzen) sind für mich auch das Liebste auf der Welt.
Das Einzige was du im Moment tun kannst, schenk ihr noch einmal deine ganze Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit. Und dann lass sie gehen, lass sie los, wenn der Moment gekommen ist. Die Erinnerungen kann dir niemand jemals nehmen und du weißt jetzt, dass es Wesen gibt, die deine Liebe verdienen und die dich zurück lieben.
Mach dir nie Gedanken darüber, was andere Menschen über dich denken. Diejenige, die Probleme mit dir haben, haben diese nur, weil sie Probleme mit sich selbst haben.

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Re: Haustiere

Beitragvon tiffi » 3. Juni 2017, 17:08

Hallo ebowinger,
ich kenne so ein Gefühl, das ist hart, wenn man jemand so vertrautes leiden sieht,
und auch weiß, dass der Abschied naht.
Ich wünsche viel Kraft das durchzustehen.

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Re: Haustiere

Beitragvon ebowinger » 9. Juni 2017, 20:41

Heute wurde meine "Tigerin" eingeschläfert. Und zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich wirklich einsam, alleine und verlassen !

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Re: Haustiere

Beitragvon Kalliope » 9. Juni 2017, 23:01

@ebowinger: das ist wirklich traurig! Ich weiß, wie sehr das schmerzt. Auch ich hatte mal ein Katzenkind.
Eine kleine, freiwillige Gefährtin.
So ein Katzenkind gehört zu einem, wie ein menschlicher Gefährte und bleibt ja manchmal auch länger bei einem, als es jemals ein Mensch getan hat. Hoffe, Deine Tigerin ist alt geworden. Sie hatte bei Dir bestimmt ein schönes Leben.
Du behälst sie im Herzen.
"In Wirklichkeit ist der andere Mensch Dein empfindlichstes Selbst in einem anderen Körper" Khalil Gibran
"Das Ideal einer vollkommenen Gesundheit ist bloß wissenschaftlich interessant. Krankheit gehört zur Individualisierung." Novalis


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