Schizoide PS vs. Folgen sozialer Ängste

Ein Leben in (völliger) Isolation? Du bist sehr introvertiert, ängstlich-vermeidend oder gar schizoid? Wie gehst du damit um?
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Re: Schizoide PS vs. Folgen sozialer Ängste

Beitragvon Distanzierte » 8. August 2013, 12:13

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Re: Schizoide PS vs. Folgen sozialer Ängste

Beitragvon Ambivalenz » 8. August 2013, 16:34

Ich halte das für verkehrt. So wird nur ein Extrem durch ein anderes ersetzt.
Beide Haltungen ("Hoffentlich denken andere nicht schlecht von mir" und " Andere sind dumme Schwätzer") haben etwas gemeinsam: Du bewertest dich allein/nur im Vergleich zu deinen Mitmenschen.
Viel wichtiger wäre es so zu handeln, dass deine Stärken zur Geltung kommen bzw so zu leben, wie DU dich gut fühlst! Man muss andere nicht "heruntermachen". Wenn du das Schizoide in dir als Stärke begreifen willst, musst du dich nicht vergleichen; ganz im Gegenteil. Schizoid zu sein heißt ja im Prinzip nichts anderes, als sich als Einzelwesen zu begreifen. Was andere denken/von mir halten interessiert mich nur, soweit es konkrete Auswirkungen auf mich/mein Leben haben könnte. Darum sind Arbeitsplatz, Schule, Familie u. ä. auch Stressoren für eine SP. Allein ins Kino/Cafe oder sonstwohin zu gehen ist dagegen etwas, was andere nicht im geringsten zu interessieren hat. Und mal ganz nebenbei, es interessiert (zumindest in der Stadt) wirklich niemanden. Heutzutage ist so etwas gang und gäbe. Schlimmstenfalls wirst du angeflirtet, und da braucht man dann einfach nur zu sein wie man wirklich ist: Keinerlei Gedanken um Mimik oder Stimmlage machen und sagen was einem in den Sinn kommt. Und schon - wie durch Zauberhand :breites grinsen: - hat man wieder seine Ruhe.
Andere für minderwertig zu erklären, hat nichts mit schizoidem Selbstbewusstsein zu tun. Letzteres bedeutet ganz einfach: Andere sind mir egal. Und da ich sie nicht bewerte, verbietet sich ein Vergleich von selbst.
Ich/du bin/bist nicht besser oder schlechter. Einfach nur ANDERS. Doch das ist jeder.
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Re: Schizoide PS vs. Folgen sozialer Ängste

Beitragvon Zamis » 8. August 2013, 17:52

Distanzierte hat geschrieben:
Ich habe dann gefragt, ob das neben der ängstlichen noch eine weitere Persönlichkeitsstörung ist. Da meinte er, das wäre egal und ich würde dann nur danach googeln (er hatte doch wohl schizoid im Sinn, oder?). Ich habe mich aber nicht getraut zu sagen, dass ich mich sowieso schon häufig damit beschäftigt habe.



Eine Gefahr bei Diagnosen innerhalb einer laufenden Therapie kann sein, daß man wirklich danach googelt, und sich so sehr wiederfindet, daß man glaubt, man sei ein 100%iger ....... Man kann anfangen sich nach den Symptomen auszurichten, ohne es zu merken, und vielleicht sogar neue, die noch nicht da waren, entwickeln, wegen der Identifikation. Genannt wird dies "therapeutischer Vorbehalt". Es gibt da verschiedene Meinungen unter den Therapeuten, einige haben den Vorbehalt gänzlich abgeschafft, und gehen offensiv mit einer Diagnose um, andere, oft analytisch arbeitende, halten an ihm fest.

Wenn es Dir wichtig ist, zu wissen ob, dein Verdacht stimmt, traue Dich ruhig, deinen Therapeuten darauf anzusprechen. Er wird Dir nicht den Kopf abreissen, zumal Du ja schon vor der Frage den Verdacht hattest.

Ich halte es so, daß ich meiner Diagnose nicht zuviel Platz und Wichtigkeit einräume, klar war ich froh das "es" einen Namen hat, aber ich bin als Person einfach ein Mensch mit bestimmten Prägungen, ich bin keine Diagnose.
[center]"I´m not an accident, i´m living in my own world, i´m not an accident, in the middle of the road..."[/center]

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Re: Schizoide PS vs. Folgen sozialer Ängste

Beitragvon Distanzierte » 9. August 2013, 02:11

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