Eine These die für mich alles verändert.

Ein Leben in (völliger) Isolation? Du bist sehr introvertiert, ängstlich-vermeidend oder gar schizoid? Wie gehst du damit um?
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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon MeinNameIstHase » 26. Februar 2019, 13:22

Ich verstehe das Prinzip von Schutzsuche - auch in Bezug auf Religion, halte davon allerdings nur wenig, weil ich gar nicht mit den perfiden Mechanismen einer Religion in Berührung kommen möchte. Dann muss ich mich auf ein Hauch von Nichts verlassen, das mir angeblich Sicherheit bietet. Doch, wenn man es analysiert, bin ich es doch der mir selbst Sicherheit bietet, nicht die Religion, nicht der Glauben an xy. Denke, Gebete und Hilferuf lösen im Unterbewusstsein eher Mechanismen aus, die mir dann helfen (können). (Das Gute daran, wenn man sich dessen bewusst wird, ist, dass es auch das eigene Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein aufbaut, weil man nicht einer Gottheit dankbar sein muss, sondern ausschließlich sich, das Positive also auch nicht "abgeben" muss wie man es bei Hilferufe tut, um sich zu entlasten, sondern eben "behalten" kann. Stein auf Stein, Positives auf Positives - so gibt man dem Konstrukt auch weniger Chancen einzustürzen...)

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon schnuff » 26. Februar 2019, 14:38

Indigocat hat geschrieben:Hab so überlegt, ob ich mich gerne hab, keine Ahnung, im Moment tu ich mir eher leid, also nicht ich, sondern das kleine traurige Mädchen


Ich denke, sich selber leid tun und sich selber mögen gehen doch auch irgendwie Hand in Hand?
Man darf nur nicht in Selbstmitleid und "ich bin Opfer" zerfliessen, dann macht man sich nur weiter kaputt.

Ich denke auch, die schizoide (Störung) ist doch ein Schutzmechanismus, der damals (Kindheit) nötig und sinnvoll war. Das Unterbewusstsein hat es damit geschafft, das Ich zu retten!
Das ist garnicht so falsch, sondern auf eine gewisse Art eine Wahnsinns-Leistung von einem selber (!).

Leider war es dazu nötig, das Ich eben auch zu "verbuddeln" und es ist sehr schwierig, das später - wenn es nicht mehr nötig ist - wieder raus zu holen und "man selbst" zu werden.

Und ich denke auch wirklich, dass genau das ein wesentlicher Punkt vom "Sinn des Lebens" ist.

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon tiffi » 26. Februar 2019, 16:57

Indigocat hat geschrieben:Religiöse (christliche) Menschen sind im Allgemeinen zufriedener und erfolgreicher. Das Leben ist unsicher und gefährlich, ob man nun ständig daran denkt oder nicht.... Man macht sich selber nur mehr Stress, wenn man es sich ständig bewusst macht, finde ich....
Ich glaube, dass religiöse Menschen für sich das Schwere "abhaken" können, und dann ruhiger sind,
weil sie eine vorgegebene Antwort darauf akzeptieren.

Ich kriege das für mich so nicht hin (also zu glauben, dass das stimmt, was das jeweilige System anbietet an Antworten).
Meistens hat es ja auch mit Autorität zu tun, die die religiöse Gemeinschaft unter bestimmten Bedingungen als wohlwollend
definiert und dass es einen Sinn und Plan gibt. Für manche, unter bestimmten Bedingungen, oder auch für alle,
aber nicht für alle erkennbar - warum so kompliziert.

Ich kann nicht so richtig da an einen Sinn glauben. Obwohl ich mir sicher wäre, dass es leichter würde,
wenn ich mir einreden könnte, dass mein Leben / Existenz einen Sinn hätte.
Geschichten, wie man das Leben deutet, erhöhen ja auch die Motivation und formen den Fokus.
Ich kann mich aber einfach nicht durchringen, einen Bindung aufzubauen zu einem Sinn, geschweige denn
da völlig dran zu glauben und mich danach auszurichten.
Aber ich kann Werte haben, die mich durch das Jetzt so manövrieren.

Aber muss ja jeder selbst wissen, bei manchen funktioniert anscheinend eine Bindung und ein Glauben und
das gibt ihnen was.

In dem Punkt stimme ich zu: Sich ständig die Unsicherheit und das Schwere bewusst machen, ist eine für mich
eher zu betonte Forcierung, die meiner Meinung nach auch nicht sein muss oder ständig Stress auslöst und runterziehen kann.
Mag lieber so ein Mittelding.

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon Indigocat » 27. Februar 2019, 21:30

tiffi hat geschrieben:Ich kriege das für mich so nicht hin (also zu glauben, dass das stimmt, was das jeweilige System anbietet an Antworten).
Meistens hat es ja auch mit Autorität zu tun, die die religiöse Gemeinschaft unter bestimmten Bedingungen als wohlwollend
definiert und dass es einen Sinn und Plan gibt. Für manche, unter bestimmten Bedingungen, oder auch für alle,
aber nicht für alle erkennbar - warum so kompliziert.

Ich kann nicht so richtig da an einen Sinn glauben. Obwohl ich mir sicher wäre, dass es leichter würde,
wenn ich mir einreden könnte, dass mein Leben / Existenz einen Sinn hätte.
Für mich selber lehne ich das auch ab, wir wurden früher im Sozialismus anti-religiös erzogen. Für mich gibt es da niemanden, warum soll ich an jemanden glauben, den es nicht gibt. Im Osten von Deutschland ist auch nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung religiös, im Westen ein sehr großer, manchmal über 90 %. Tatsächlich ist die gemeinsame christliche Ideologie (wenn sie wirklich gelebt und nicht nur vorgetäuscht wird), für das Zusammenleben und den Erhalt der Familien und der Dorfgemeinschaften sehr förderlich, schon weil sie einen Grund für viele gemeinsame Veranstaltungen gibt. Ich habe aber religiöse Familienangehörige und da sehe ich, dass sich das Leben so viel leichter gestaltet und sich überall Türen öffnen und rote Teppiche ausrollen.

Ich selber sehe das Leben aber nicht als sinnlos, schließlich wurde niemand gefragt, ob er leben will. Einmal da, hat man demzufolge das Recht, sich vom Leben das Beste zu nehmen, das man bekommen kann...
schnuff hat geschrieben:Ich denke, sich selber leid tun und sich selber mögen gehen doch auch irgendwie Hand in Hand?
Keine Ahnung, irgendwie denke ich, das sind doch verschiedene Dinge, kann es aber gerade nicht begründen... Ich stelle mir auch meine Mutter als Kind vor - auf der Flucht, frierend auf einem alten Bahnsteig auf einem Koffer sitzend, mit einer Puppe im Arm - da tut sie mir auch leid.
Leider war es dazu nötig, das Ich eben auch zu "verbuddeln" und es ist sehr schwierig, das später - wenn es nicht mehr nötig ist - wieder raus zu holen und "man selbst" zu werden.Und ich denke auch wirklich, dass genau das ein wesentlicher Punkt vom "Sinn des Lebens" ist.
Stimmt, so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Aber tatsächlich ist die Suche nach mir selbst ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens....
Geniale Menschen sind selten ordentlich, Ordentliche selten genial. A. Einstein

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon MeinNameIstHase » 28. Februar 2019, 09:24

Indigocat hat geschrieben:Für mich selber lehne ich das auch ab, wir wurden früher im Sozialismus anti-religiös erzogen. Für mich gibt es da niemanden, warum soll ich an jemanden glauben, den es nicht gibt. Im Osten von Deutschland ist auch nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung religiös, im Westen ein sehr großer, manchmal über 90 %. Tatsächlich ist die gemeinsame christliche Ideologie (wenn sie wirklich gelebt und nicht nur vorgetäuscht wird), für das Zusammenleben und den Erhalt der Familien und der Dorfgemeinschaften sehr förderlich, schon weil sie einen Grund für viele gemeinsame Veranstaltungen gibt. Ich habe aber religiöse Familienangehörige und da sehe ich, dass sich das Leben so viel leichter gestaltet und sich überall Türen öffnen und rote Teppiche ausrollen.


Zwischen nicht-religiös und Atheismus besteht ein Unterschied. Aber anhand der Zahlen für Atheisten in Europa kann der von dir genannte Anteil schon nicht stimmen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus ... hanced.svg
(das Bild zeigt Europa, Anteile der Atheisten in %)
Tatsächlich wächst der Atheismus und der Säkularismus kommt - hoffentlich - immer stärker zum Vorschein. Da fehlen leider viele Schritte u.a. das man sich an die Verfassung hält und Staat und Kirche voneinander trennt. Stichwort: eigenes kirchl. Arbeitsrecht.

Was förderlich für ein Zusammenleben angeht: Das stimmt auch nur so lange, wie die Gruppe das mit sich machen lässt.
Es ist in erster Linie ein ungerechtes System, dass sich auf eine Herde verlassen muss, die brav folgt. Ansonsten gibt es vermeintlich humanere Methoden damit man Menschen heutzutage nicht mehr verbrennen muss wie Giordano Bruno einst, siehe erneut kirchl. Arbeitsrecht.

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon Indigocat » 28. Februar 2019, 09:52

MeinNameIstHase hat geschrieben:Zwischen nicht-religiös und Atheismus besteht ein Unterschied. Aber anhand der Zahlen für Atheisten in Europa kann der von dir genannte Anteil schon nicht stimmen:
Nochmal für Federfuchser: Ich habe geschrieben: manchmal. Ich könnte auch eine Stadt nennen, wo es so ist, geht aber nicht aufgrund von Wiedererkennbarkeit.
Was förderlich für ein Zusammenleben angeht: Das stimmt auch nur so lange, wie die Gruppe das mit sich machen lässt.
Es ist in erster Linie ein ungerechtes System, dass sich auf eine Herde verlassen muss, die brav folgt. Ansonsten gibt es vermeintlich humanere Methoden damit man Menschen heutzutage nicht mehr verbrennen muss wie Giordano Bruno einst, siehe erneut kirchl. Arbeitsrecht.
Glaube hat viel mit Verdrängung zu tun, was aber nicht unbedingt negativ sein muss. Und nein, im evangelisch-lutherischen Bereich ist niemand gezwungen, brav zu folgen, das ist ja keine Sekte. Man kann jederzeit austreten. Was ich kritisieren würde, ist die ausgeprägte Homophobie einzelner Führungspersönlichkeiten (was aber wahrscheinlich eher mit dem Charakter von Führungspersönlichkeiten allgemein zusammenhängt). Gerade im Osten sind die kirchlichen Veranstaltungen für Heranwachsende die einzige halbwegs vernünftige sinngebende Alternative, die übrige Jugend, auch die gymnasiale, verbringt einen großen Teil ihrer Freizeit mit Herumhängen und Alkoholismus.
Geniale Menschen sind selten ordentlich, Ordentliche selten genial. A. Einstein

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon MeinNameIstHase » 28. Februar 2019, 12:11

Indigocat hat geschrieben:Nochmal für Federfuchser: Ich habe geschrieben: manchmal. Ich könnte auch eine Stadt nennen, wo es so ist, geht aber nicht aufgrund von Wiedererkennbarkeit.


Leider sind einzelne Orte genau so wenig repräsentativ wie 1000 Personen in Umfragen, wenn es über 80 Millionen in der Bevölkerung sind.

Indigocat hat geschrieben:Glaube hat viel mit Verdrängung zu tun, was aber nicht unbedingt negativ sein muss. Und nein, im evangelisch-lutherischen Bereich ist niemand gezwungen, brav zu folgen, das ist ja keine Sekte. Man kann jederzeit austreten. Was ich kritisieren würde, ist die ausgeprägte Homophobie einzelner Führungspersönlichkeiten (was aber wahrscheinlich eher mit dem Charakter von Führungspersönlichkeiten allgemein zusammenhängt). Gerade im Osten sind die kirchlichen Veranstaltungen für Heranwachsende die einzige halbwegs vernünftige sinngebende Alternative, die übrige Jugend, auch die gymnasiale, verbringt einen großen Teil ihrer Freizeit mit Herumhängen und Alkoholismus.



Naja, offiziell ist es keine Sekte und raus geht auch in vielen Bundesländern nur, wenn man bezahlt für den Austritt. Und das, obwohl man nicht mal hinein wollte. Tatsächlich sprechen viele Punkte dafür, dass es eine Sekte ist. Schließlich mussten viele heutige Freiheiten, die man als selbstverständlich ansieht gegen den Willen der Kirche erkämpft werden. Eigentlich alle. Darunter Pressefreiheit, Menschenrechte, Frauenrechte, Gleichstellung, Rechte für Behinderte, usw.

Naja, wenn es gemacht werden würde ohne Hintergedanken, dann wäre das sicherlich okay. aber die Kirche weiß ja, dass ihre Schäfchen schwinden und zu wenige nachkommen. Orte oder ganze Bundesländer, wo viele nicht-religiöse sind, sind da sicherlich ein guter Nährboden. Der Mangel an Perspektiven ist zum Teil Schuld der Länder, des Staates, aber auch eine Erziehungssache. Das, was die Kirche dort macht, ist nichts anderes als Variante für ältere Menschen, die im Kindergarten nicht schon von Religion überzeugt werden konnten.

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon ToWCypress81 » 28. Februar 2019, 23:23

Ein Punkt der zwar nur mich betrifft, aber vielleicht teils auch im Fazit für andere hilfreich sein könnte:

Ich hatte in meiner Schulzeit ein Trauma, das ich nie wirklich verarbeitet habe, da ich es immer verallgemeinert bzw immer "auch für alle anderen passier-bar" angesehen und oder bewusst normalisiert habe (auch weil ich so erzogen wurde).
Zuvor muss ich sagen, das ich ohnehin durch meine Eltern vorbelastet war/bin bzw emotional keine Bindung zu ihnen hatte, da sie jeder auf ihre art sehr schwierig und entspechend ich auch emotional problematisch erzogen wurde. Sprich: Mutter sehr ängstlich, emotional höchst irritierbar, sehr irritierend und sehr unsicher. Vater emotional vollkommen starr und blockiert, hat starke Angst vor Gefühlen, daher kein emotionaler Austausch möglich. Sodass ich somit in meiner Schulzeit und Ausbildungen nie über meine Probleme und Lebenserfahrungen sprach.

Zurück zum Trauma: es war eine Situation in der Schule (ca. 14. Lebensjahr), in der ich im Mittelpunkt stand und aufgrund meines verunsicherten Verhaltens und entsprechenden unzusammenhängenden Sätzen - von allen in der Klasse ausgelacht wurde und entsprechend (als ob mit mir absolut etwas nicht stimmt) angesehen wurde. Und vorallem nochdazu der Lehrer vor allen Mitschülern danach zu mir kam und mein Verhalten als "absolut nicht verständlich" erklärte. Ich hatte keine Freunde, niemanden mit dem ich sprechen konnte. Ich fühlte mich ab dem Zeitpunkt aus der Gesellschaft/Gemeinschaft rauskatapultiert, nicht mehr zugehörig und vor allem sah ich mich ab dem Zeitpunkt unter Menschen nur noch von außen. Durch diese gestörte Außen-Ansicht dachte ich unter Menschen nur noch wie ich rüberkommen könnte, was man über mich im negativen alles denken könnte. Sprich: ich leb(t)e (durch die nicht richtige Verarbeitung) bis jetzt immer in ständiger Angst vor Beurteilung anderer, das sehr oft in starke Panik gipfelte. Nur mein Medikament (ab 2005 Sulpirid, später Amisulprid) hat bisher relativ gut geholfen, und das Training mich selbst runterzufahren/mich selbst zu regulieren.
Dennoch habe ich auch vor, noch eine richtige tiefenpsychologische Therapie zu machen. Ich hatte bisher zum teil die falschen Therapeuten, war aber vor allem auch noch nicht so weit mein Problem den Tatsachen entsprechend richtig anzuerkennen, also nicht immer stattdessen (wie ich es bisher tat) alles bewusst zu normalisieren.

Das was ich eigentlich nur will, ist zurück in meinen Körper zu kommen, zu verstehen, das ich wieder in meine Welt, mein Ich eintauchen kann ohne das man mich dort wieder "rausschmeißt".

Dennoch ist mir da auch noch was allgemeines in den Sinn gekommen, das vielleicht auch anderen helfen könnte. Vor allem aber auch mir, da wenn (meine Meinung) es somit für andere funktioniert, es auch etwas allgemeingültiges und somit Menschliches ist. Und deswegen mir zum Verständnis für meine Störung hilft bzw. mir somit besser helfen kann, wie wenn ich eine reine Egoperspektive auf mein Problem habe.
Dieses jetzige Verständnis heißt:
Zu verstehen, das jeder in seiner Welt (in seinem Ich), egal ob extrovertiert oder introvertiert - lebt, und VOR ALLEM aus dieser nicht rausgestoßen werden will.
Deswegen - egal wie andere einen angehen, ansehen, angreifen usw. (vor allem wenn man nichts bewusst offensichtliches "verbrochen" hat), man immer davon ausgehen muss oder sollte, das sie das nur aus einer Unsicherheit heraus machen um in ihrer sicheren Welt und/oder damit zusammenhängenden Gemeinschaft/Anerkennung anderer - zu bleiben. Sprich: sich mit ihrer Welt/Ich abgrenzen wollen - der eigenen Sicherheit wegen.

Oder anders ausgedrückt: Jemand der nicht offensichtlich andere verletzt (geistig/körperlich), sondern eher Unruhe durch eine ungewöhnliche art des Verhaltens auslöst - verletzen andere diese Person nur aufgrund ihrer eigenen Unsicherheit, um ihr Ich/Welt/Habitus zu schützen, OHNE, und das ist das wichtigste dabei: sich bewusst zu sein, wie sie dem anderen dadurch schädigen (da das nur aus der zu schützenden Egoperspektive heraus geschieht).

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon hinterdemmond » 28. Februar 2019, 23:26

..
Zuletzt geändert von hinterdemmond am 9. Juli 2019, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
auch im abseits sterben helden. (clickclickdecker)

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Re: Eine These die für mich alles verändert.

Beitragvon Indigocat » 28. Februar 2019, 23:49

ToWCypress81 hat geschrieben:Oder anders ausgedrückt: Jemand der nicht offensichtlich andere verletzt (geistig/körperlich), sondern eher Unruhe durch eine ungewöhnliche art des Verhaltens auslöst - verletzen andere diese Person nur aufgrund ihrer eigenen Unsicherheit, um ihr Ich/Welt/Habitus zu schützen, OHNE, und das ist das wichtigste dabei: sich bewusst zu sein, wie sie dem anderen dadurch schädigen (da das nur aus der zu schützenden Egoperspektive heraus geschieht).
Ja, vielleicht greifen sie an aus Angst oder Unsicherheit, weil sie sich bedroht fühlen. Das erleben schizoide Menschen wohl öfter. Besonders dominante Menschen werden auch öfter angegriffen, schöne Frauen von anderen Frauen niedergemacht und gemobbt. Prinzipiell wäre es in dem Fall Sache der Eltern, dem Kind Selbstbehauptungsstrategien beizubringen. Meine Mutter ist aber immer mit den anderen gegen mich gegangen, statt mir beizustehen.

Anderseits, es gibt Menschen, die andere bewusst niedermachen, um sich aufzuwerten, in der Regel Persönlichkeiten Cluster B, Narzissten, Soziopathen, Psychopathen, Borderliner... Das ist für diese wie Opium, sie brauchen das, um sich emotional stabil zu halten. Leider gehören Lehrer in der Regel zu dieser Personengruppe, sonst wären sie nicht Lehrer geworden, irgendwoher muss ja der Wunsch kommen, das Sagen zu haben und im Mittelpunkt zu stehen... deshalb, wird, wer von zu Hause schon vorbelastet ist, in der Schule noch mehr Opfer von Anfeindungen.

Mein Lehrer war auch einer von jenen, die sich mit den Leistungen der guten Schüler brüsten wollten, ich war gut in bestimmten Sachen und da hat er mich immer zu Leistungsvergleichen geschickt... Wenn ich dann keinen Platz belegt hab, hat er mich eiskalt fallen lassen und vor den anderen lächerlich gemacht. Meine Mutter in männlich also...

Hab da irgendwo im Internet einen schönen Spruch gelesen, so sinngemäß: Wie andere dich behandeln, hat nie etwas mit dir zu tun, sondern mit ihnen selbst.

Ich habe mir da einfach einen dicken Panzer zugelegt, schlechte Dinge blende ich aus und gute lasse ich durch. Es wird immer passieren, dass Menschen versuchen, einen zu kränken, das passiert aber jedem, nicht nur einen selber. Es wird aber auch immer passieren, dass Leute nett sind und freundlich.

hinterdemmond hat geschrieben:ich selber, für meinen teil, glaube ganz fest und unerschütterlich an gott, obwohl ich auch nicht religios erzogen worden bin und auch keiner kirche oder sonstigen glaubensgemeinschaft angehöre. ich kann auch nicht nicht glauben, selbst wenn ich ein atheist werden wollte, könnte ich es nicht, weil ich mich dann selbst belügen müsste. der glaube ist wie licht, das eines tages in mir einfach angegangen ist, und ich finde den schalter zum ausmachen nicht mehr. aber es tut auch nicht weh oder behindert mich sonst irgendwie, es leuchtet halt nur ganz tief in mir drin, sonst nichts.
Was hältst du davon... dieses Licht ist die Kraft unserer Vorfahren, immerhin sind wir die Nachkommen von tausenden von Generationen, die allen Widrigkeiten getrotzt haben und sich immer weiter fortgepflanzt bis heute.... Wir haben darüber glaube ich schon mehrmals in diesem Forum hier geschrieben....

Ich habe mal eine Familienaufstellung gemacht. Da kam zum Schluss raus, dass irgendjemand mir ständig Kraft gibt. Dieses etwas war männlich. Die Familienstellerin vermutet ja, das ist mein Erzeuger, den ich aber nie persönlich kennengelernt habe. Fakt ist aber, da ist etwas in mir - oder um mich, was Kraft gibt, wie du es beschreibst - ein Licht - oder Energie... :rätseln:

Aber ein Gott, ein christlicher, wie Menschen ihn sich vorstellen, nein, das glaube ich nicht.... das müsste ja ein ganz schöner Sadist sein... Wie kann es sein, dass wegen dem, der als Erlöser kommen sollte, sämtliche Neugeborenen einer Stadt sterben mussten? Wer denkt sich so was aus?
Geniale Menschen sind selten ordentlich, Ordentliche selten genial. A. Einstein


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