Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Ein Leben in (völliger) Isolation? Du bist sehr introvertiert, ängstlich-vermeidend oder gar schizoid? Wie gehst du damit um?
Benutzeravatar
hinterdemmond
alteingesessen
alteingesessen
Beiträge: 717
Registriert: 14. Oktober 2015, 01:05
SPS: Vielleicht

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon hinterdemmond » 13. Februar 2017, 15:06

.
Zuletzt geändert von hinterdemmond am 19. Juli 2019, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
auch im abseits sterben helden. (clickclickdecker)

Sojabean
interessiert
interessiert
Beiträge: 12
Registriert: 8. Februar 2017, 09:12
SPS: Eher Ja
Wohnort: Augsburg

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon Sojabean » 13. Februar 2017, 17:50

Hinterdemmond
Bitte male niemals den Trump!
Noch wirklicher muss der nicht werden! Ich frage mich ohnehin ständig, ob ich halluziniere oder dieser Mensch tatsächlich Präsident ist.
Die Welt wäre ein besserer Ort wenn Menschen wie er nur introvertierter wären! Künstler sind wenigstens zumeist harmlos.
Vom Typ her bin ich dann definitiv ein Künstler. Denn wenn mich was interessiert, blende ich auch alles andre aus. Eigentlich bin ich aber mehr der Denker. Das Prinzip des wahnhaften hineinsteigerns und ausblendens bleibt aber.
Kann asperger, kann auch schizoid sein. ... Nur damit ich Mal das ursprüngliche Thema ins Spiel bringen ..

Benutzeravatar
ToWCypress81
erfahren
erfahren
Beiträge: 410
Registriert: 23. Juni 2016, 00:55
Kontaktdaten:

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon ToWCypress81 » 13. Februar 2017, 18:39

Hallo Sojabean
Ich bin da auch ähnlicher Meinung wie hinterdemmond, was Therapeuten (Psychologen usw. im Allgemeinen) betrifft.
Ich finde nicht das du dir weiterhin lauter so einen Müll von den Therapeuten reinziehen solltest.
Du musst immer bedenken, das diese Leute bezahlt werden und daher damit dazu verpflichtet sind dir irgendetwas zu sagen bzw. Aufgrund deiner Erzählungen dich in die eine oder andere Richtung zu lenken (in manchen Fällen ist da auch noch die Pharmaindustrie, Krankenkassen und weis der Geier was noch im Busch). - Noch dazu sind das im normal-Fall nie Leute die ähnlich "ticken" bzw. nicht gewisse psychische (starke) Leiden haben - und somit nur das wiedergeben, das sie aus Büchern/Studium und vorgeschriebenen Kriterien sagen sollen/müssen (natürlich spielt schon auch ihre Erfahrung mit den Patienten mit rein - dennoch müssen sie sich an gewisse vorgegebenen Kriterien halten).
Ich finde aufgrund deiner bisherigen Erzählungen über deine Mutter nicht, das da etwas ungewöhnliches dran ist. - Diese Generation der Eltern neigte/neigt ohnehin immer ein bisschen das Kind etwas "überunterstützen" zu wollen. - Bei meinen Eltern war das teilweise auch ähnlich (mein Vater 1939er Jahrgang, Mutter 1951er Jahrgang). - Klavierunterricht muss durchgezogen werden obwohl es mir überhaupt nicht gefallen hat, Mannschaftssport (Handball) machen müssen obwohl es mir überhaupt nicht gefallen hat, Berufe einschlagen sollen, die aber auch nix waren...
Ich finde das dass aber vollkommen normal ist bzw. das (auch zu der Zeit) gang und gebe war/ist und eher sehr sorgenvolle Eltern beschreibt, die sich viel um das Kind Gedanken machen. - Das Eltern das aus Prestige-Gründen machen um (vor ihren Freunden mit Kindern) angeben zu können ist nie wirklich der Fall, bzw. eher ein im Hintergrund laufendes Gedankenspiel (der Eltern) - wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt - besonders bei sehr "betuchten" bzw. reichen Menschen, wo viel Oberflächlichkeit herrscht (z. B. tut mir der Sohn vom Trump (der ca. 14jährige) extrem leid (der so rüberkommt, als hätte er so etwas wie AS oder SPS usw.) der sich wahrscheinlich viel anhören muss von seinem Vater).

Und nochmal was das Thema Diagnosen betrifft: ich persönlich sehe mich in einer Mischung aus Schizoider PS, Asperger Syndrom und möglicher Weise noch Selbstunsicher-Vermeidenden PS - und bin daher mit meiner mir gegebenen Diagnose und vor allem meiner eigenen Einschätzung bzw. Empfinden sehr zufrieden und will und muss auch nicht mehr weiter diagnostiziert werden. - Ich habe alles was ich brauche - ein super Arbeitsplatz, eine eigene Wohnung, gute Hobbys und wenn ich mich mal unterhalten oder etwas lesen will über die Psycho-Materie, dann kann man das z. B. auch gut über so ein Forum bzw. Internet.
Habe gestern aber spaßeshalber mal wieder ein paar Tests von Aspergia.de (Asperger-Syndrom-Internet-Seite) gemacht wo rauskam:
AS-Test von Carl Irjala: 137 Punkte - "du hast sehr wahrscheinlich das Asperger Syndrom".
Augenpartietest: 30 Punkte - "Dein Ergebnis entspricht dem vieler "normaler" Menschen ohne Asperger Syndrom".
EQ-Test: 40 Punkte - "Du hast wie die meisten Menschen einen durchschnittlichen EQ. Knapp 20 Prozent der Menschen mit Asperger Syndrom erreichen solche Werte".
SQ-Test: 116 Punkte - "Du hast einen sehr hohen SQ. Diese Werte erreichen nicht viele Menschen; die meisten, die es hierhin geschafft haben, sind Menschen mit Asperger Syndrom (oder hochfunktionierendem Autismus)".

Benutzeravatar
hinterdemmond
alteingesessen
alteingesessen
Beiträge: 717
Registriert: 14. Oktober 2015, 01:05
SPS: Vielleicht

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon hinterdemmond » 13. Februar 2017, 21:31

.
Zuletzt geändert von hinterdemmond am 19. Juli 2019, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
auch im abseits sterben helden. (clickclickdecker)

tagträumer
engagiert
engagiert
Beiträge: 189
Registriert: 3. Januar 2017, 11:20
SPS: Eher Ja

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon tagträumer » 14. Februar 2017, 08:24

@ToWCyPress81 Ich kann Deine Meinung bezüglich Therapeuten nicht teilen. Aber auch dort ist es so, wie in allen Berufen, das es gute und schlechte Therapeuten gibt. Und bei vielen Menschen die Pyschologie studieren, ist es mMn eher das Problem das sie zu viele Probleme haben.
Soweit ich weiss ist zur Zeit immer noch nicht endgültig geklärt ist, was genau die Ursachen des Asperger-Syndrom-Spektrums sind und wie das ganze im Körper aussieht. Versucht man immer über eine Reihe von Syntomen eine Zuordnung zu schafen und da wird man immer jemanden finden der in die bisherigen Schubladen nicht so richtig reinpasst oder in vielen Beziehungen sehr gut rein passt in anderen jedoch nicht. Dann muß man halt eine neue Schublade finde oder erfinden.

Und mMn ist es bei SPS noch schlimmer, da kennt man eine Gruppemenschen, die einige ähnliche Symptome aufweisen, hat aber keine Ahnung was das eigendlich ist und kann auch letztendlich nicht sagen, das war der Auslöser. Irgendwas aus der Kindheit bietet sich in der Zeit nach Freud immer an, aber gesichert ist das nicht.
Ich warne immer davor den Psychologen abzulehnen nur weil es eine Urssache nennt, die einem nicht gefällt. Manchmal sollte man sich dann auch überlegen ob es etwas gibt, weswegen man das ablehnt. Oder natürlich das einfach bleiben lassen zum Psychologen zu gehen, dann kann man sich selbst aussuchen, wie man weiter damit umgeht. :kein Plan:
I'm not crazy about reality, but it's still the only place to get a decent meal. (Groucho Marx)

Benutzeravatar
Indigocat
alteingesessen
alteingesessen
Beiträge: 1519
Registriert: 6. September 2013, 20:40
SPS: Ja

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon Indigocat » 14. Februar 2017, 10:14

tagträumer hat geschrieben:@ToWCyPress81 Ich kann Deine Meinung bezüglich Therapeuten nicht teilen. Aber auch dort ist es so, wie in allen Berufen, das es gute und schlechte Therapeuten gibt. Und bei vielen Menschen die Pyschologie studieren, ist es mMn eher das Problem das sie zu viele Probleme haben. ...
Ich warne immer davor den Psychologen abzulehnen nur weil es eine Urssache nennt, die einem nicht gefällt. Manchmal sollte man sich dann auch überlegen ob es etwas gibt, weswegen man das ablehnt. Oder natürlich das einfach bleiben lassen zum Psychologen zu gehen, dann kann man sich selbst aussuchen, wie man weiter damit umgeht. :kein Plan:

Der Meinung bin ich auch. Psychotherapie ist nun mal das Einzige, was hilft, sofern man sich denn helfen lassen möchte und einen geeigneten Therapeuten findet. Und ja, leider studieren viel zu viele Menschen Psychologie, die man nicht guten Gewissens auf Menschen loslassen kann. Leider wird vorher keiner getestet, wichtig ist nur, dass man die Prüfungen besteht Dass jemand aus Interesse nach Beschäftigung mit den eigenen Problemen Psychologie studiert, ist wahrscheinlich, was ja nicht heißt, dass man gerade deshalb nicht ein besonders guter Therapeut werden kann, sobald man natürlich sein eigenes Problem im Griff hat.
Mit Asperger kenne ich mich leider nicht genug aus, manche diskutieren ja auch einen Impfschaden, ebenso wie bei ADHS. Wobei ich wiederum denke, damit wird es nur einigen Eltern zu einfach gemacht und Probleme unter den Tisch gekehrt...
Geniale Menschen sind selten ordentlich, Ordentliche selten genial. A. Einstein

Sanssouci
interessiert
interessiert
Beiträge: 43
Registriert: 21. Juni 2015, 23:26
SPS: Vielleicht

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon Sanssouci » 14. Februar 2017, 11:19

Indigocat hat geschrieben:Leider wird vorher keiner getestet, wichtig ist nur, dass man die Prüfungen besteht Dass jemand aus Interesse nach Beschäftigung mit den eigenen Problemen Psychologie studiert, ist wahrscheinlich, was ja nicht heißt, dass man gerade deshalb nicht ein besonders guter Therapeut werden kann, sobald man natürlich sein eigenes Problem im Griff hat.


Eigentlich muss JEDER Therapeut bevor er eine Zulassung bekommt mindestens ein Jahr lang Therapie machen, um genau zu schaun weshalb derjenige Psychologie studiert hat. Weil in der Psychologie lernt man schon im ersten Semester das Psychologen dazu tendieren ihre eigenen Probleme bei den Patienten zu therapieren.

Aber genau deswegen sind SPSer auch so schwer zu therapiern, weil sie so wenig von sich Preisgeben, sind die Therapeuten immer versucht die weißen Flecken mit eigenen Problemen zu füllen.

tagträumer
engagiert
engagiert
Beiträge: 189
Registriert: 3. Januar 2017, 11:20
SPS: Eher Ja

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon tagträumer » 14. Februar 2017, 12:32

@Indigocat Soweit ich weiß (d.h.laut Wikipedia) hat sich das mit der Impfnebenwirkung Asperger als nicht haltbar erwiesen, was natürlich nicht heisst das es weiter diskutiert wird, evtl. ist es nur eine Behauptung der Impfgegner. Mei stand ist das man auf eine Genetische Ursache setzt, wobei man bis jetzt nicht weiss welche Gene das genau sind und ob diese zwingend Asperger auslösen oder nur die Wahrscheinlichkeit für Asperger erhöhen.

@Sanssoucci Erschwerend kommt noch hinzu das man nicht mal Psychologie Studiert haben muss um als Psychochterapeut arbeten zu können. (Der Begriff Psychotherapeut ist nicht geschützt) Es gibt auch Heilpraktiker und Ärzte darunter. Nur der psychologische Psychotherapeut hat auch wenigstens Psychologie studiert. Wobei Ärzte konnen das teilweise auch sehr gut. :katze:
I'm not crazy about reality, but it's still the only place to get a decent meal. (Groucho Marx)

Benutzeravatar
hinterdemmond
alteingesessen
alteingesessen
Beiträge: 717
Registriert: 14. Oktober 2015, 01:05
SPS: Vielleicht

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon hinterdemmond » 14. Februar 2017, 12:53

.
Zuletzt geändert von hinterdemmond am 19. Juli 2019, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
auch im abseits sterben helden. (clickclickdecker)

tagträumer
engagiert
engagiert
Beiträge: 189
Registriert: 3. Januar 2017, 11:20
SPS: Eher Ja

Re: Asperger Syndrom, SPS usw. - alles Schubladendenken oder gleiche/r Nenner?

Beitragvon tagträumer » 14. Februar 2017, 13:54

@hinterdemmond Du meinst wahrscheinlich den Postzusteller Gert Postel, der ist in den 80. in Schleswig Holstein schon als Psychologe und als Mediziner aufgetreten. Er hatte nur einige psychologie Vorlesungen und Fachbücher gelesen um die richtige Wortwahl zu haben. Als im Westen nichts mahr lief ist er nach der Wende im Osten wieder aufgetreten. Er ist ein Argument gegen übertriebene Koryphäen Gläubigkeit und weiter nichts. Hochstapler können sicher im interlektuellen Bereich spektakulärer auftreten, da es hier nicht einfach um Handwerkliches können geht, aber das ist kein Arguement gegen die Wissenschaft. Es wird immer wieder solche Fälle geben, wäre ja auch langweilig, wenn nicht, worüber sollte man dann lachen. Es wird immer wieder Fälle geben in den etwas passiert,das die Wissenschaft aktuell nicht erklären kann, z.B. Schamanen, Homöopathie.

Glauben hilft sicher und ein rotes Placebo wirkt besser als ein weisses. Aber alles das Hilft den wenigsten aus einer Depression und ähnlichem.

Wer so wie er lebt glücklich ist, den möchte ich auf keinem Fall sagen, das an ihm irgendetwas Falsch ist oder Behandlungs bedürftig, aber denen die mit ihrem Leben so nicht zu frieden sind und sich auch verändern wollen, würde ich sagen Therapie ist die eine wirkungsvolle Chance.
Zuletzt geändert von tagträumer am 14. Februar 2017, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
I'm not crazy about reality, but it's still the only place to get a decent meal. (Groucho Marx)


Zurück zu „Schizoide Wesenswelten“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste