Haustiere

Ein Leben in (völliger) Isolation? Du bist sehr introvertiert, ängstlich-vermeidend oder gar schizoid? Wie gehst du damit um?
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orinoco
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Re: Haustiere

Beitragvon orinoco » 12. März 2019, 00:11

Im Tierheim mit genug Auswahl an Artgenossen mag eine solche Partnervermittlung funktionieren. In der privaten Haltung ist das kaum praktikabel und wäre mMn eine wesentlich größere psychische Belastung für die Tiere wenn ständig ausprobiert und ausgewechselt und Katzen hin und her geschoben würden.
Da hätte ich ethisch wesentlich größere Bedenken im Vergleich zum derzeitigen Zustand zumal die Katzen ja nicht vollkommen allein sind, sondern ihre menschliche Bezugsperson haben und auch keine Verhaltensauffälligkeiten und Anzeichen für Stress zeigen. Die eine Katze hat sogar vorher mit einer anderen zusammengelebt. Das war aber ihre Ziehmutter und als sie starb war sie nicht besonders traurig jetzt das Revier für sich allein zu haben. Einen Versuch mit einem neuen Partner haben wir gemacht, aber damit ist es auch gut. Dass sie jetzt unter der Einzelhaltung besonders leiden, kann ich nicht feststellen, ganz im Gegensatz zum Verpartnerungsversuch, wo der Stress den beide Katzen hatten, sehr deutlich erkennbar war.
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Re: Haustiere

Beitragvon Traumafrau » 12. März 2019, 01:13

He Ho orinoco,

grundsätzlich beanspruchen alle Einzelhalter, das sie für ihre Tiere das Beste wollen und ihnen nach eigenem Gutdünken bereits angedeihen lassen, dies wird auch ganz allgemein als "Tierlieb" in der Bevölkerung unterstützt und ist allgemeiner Konsens. Leider wird dabei immer wieder die These "Meine Katze ist ein Einzelprinz/ eine Einzelprinzessin / unverträglich / war schon immer so / ich will ihr Stress ersparen" in Anspruch genommen. Dabei ist zu bedenken das Depression unter Einzelkatzen nicht selten anzutreffen sind. Wie Kinder, die stundenlang "so schön vor sich hinspielen und sich allein beschäftigen können, ganz friedlich und ohne Probleme" zeigen sie für den Beobachter keinerlei Stressreaktion. Eine trügerische Ruhe. Sie haben innerlich lediglich resigniert.

Tierrechtsarbeit und Diskurs darf dort nicht aufhören wo Konsens unter Tierfreunden erwünscht ist. Sich als Mensch zum Mittelpunkt des Universums seines "Haus"-Tieres aufzuschwingen - oft bei Einzelhaltern unter Papageien, Wellensittichen sowie Wohnungskatzen anzutreffen - um damit die ungeteilte Aufmerksamkeit "seines" "Haus"-Tieres zu sichern und liebgewonnene Routinen nicht zu unterbrechen steht dabei leider oft unausgesprochen im Raum - Anwesende wie üblich ausgenommen.

Daher müssen Fehlprägung auf Artfremde, zu früh unterbrochene/weniger als 2 -3 korrekt durchgeführte Zusammenführungen in den eigenen 4 Wänden, soziale Deprivation/Kaspar Hauser Syndrom/ Depression unter Einzelkatzen dringend den Weg in die öffentliche Wahrnehmung finden. Damit Wohnungs-Isolationshaltung abgetrennt von Artgenossen in Zukunft so wenig Tiere wie möglich belasten und damit genaue Hinterfragung/Ursachenforschung, die zu diesen Zuständen bei dem jeweiligen Tier geführt haben, betrieben wird.

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Re: Haustiere

Beitragvon orinoco » 12. März 2019, 20:22

Da sehe ich die Prioritäten in der Tierrechtsarbeit und in der Stressvermeidung bei Haustieren anders.
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Re: Haustiere

Beitragvon Indigocat » 14. März 2019, 19:02

Maikäfer hat geschrieben:Ruhiger als erwartet ist er auch noch.
Oh, da habt ihr ja Glück gehabt :begeistert:
Wenn die Kuriosität nicht von den Leuten mal festgehalten wird , müsste es schon hoffentlich gut gehen.
Da hätte ich allerdings auch Angst... hier werden sehr viele Katzen überfahren, ich lass meine gar nicht raus.
Nachbarin hätte auch eine solche gewollt.
Würde ich auch gerne nehmen, aber bestimmt hätte ich nicht so viel Glück... Meine zwei Katzen sind schon Senioren, aber noch sehr fit. Die nächsten werden wahrscheinlich BKs, am liebsten Whiskas, Perser sind einfach zu aufwändig in der Pflege und überall liegen die Haare rum...
„Selbstsucht heißt nicht: so leben, wie man zu leben wünscht; sie heißt: von anderen verlangen, so zu leben, wie man zu leben wünscht.“ Oscar Wilde

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Re: Haustiere

Beitragvon Maikäfer » 21. März 2019, 16:52

Ich möchte den Kater äußerst ungern kastrieren lassen. :(
Wir sind einfach zu bequem um die Türen geschlossen zu halten.
Jetzt ist er noch neutral aber man sieht schon die Veränderungen.

Mir geht es ums benommene weglaufen und weil er ein super Fell mit eher künstlerischen um Punkte hat.
Ein Verwandter ist auch noch Wasserleser und der hat seinen Kater bei einer Familie im Nachbardorf gefunden und dann kastrieren lassen,
aber zu früh aus dem Hasenstall gelassen und er war gleich wieder weg.

Gefühlsmäßig wär es zeit für einen Hormonspritze für ein Jahr die ich nur weis, dass es diese für den Hund gibt.

Der Hund hatte anfangs des Jahres vor einen Jahr für 2 Monate eine Ultra starke Teeny stur fase.
Wenn man eine halbe Stunde länger braucht um den Hund ins Auto zu bekommen, weil er einen komplett verascht Schnee in den Mund nimmt und frech ausspuckt ist es schon ……….. Mitten auf der Straße stehen bleibt sodass die Autos halten müssen. Wollte geocaching und Gassi gehen verknüpfen aber mit noch weniger Aufmerksamkeit kam er nicht zurecht.

Aber jetzt haben wir nur Probleme mit kastrierten Hunde die wegen den Eier -Neid häufig auf meinen losgehen und mein Hund wird immer braver. [:)]
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Die Weisheit jagt mich, aber ich bin schneller
Mit einer Gruppe die sich selbst beschäftigen kann - komme ich zurecht!


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