Ich bin Tommy

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TBone7
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Ich bin Tommy

Beitragvon TBone7 » 2. Mai 2019, 20:15

Hey,ich bin der Tommy und 26 jahre alt.Ich gehe davon aus dass ich eine SPS habe vermischt mit anderen PS Anzeichen.Ich denke das es auch was mit meinem Drogen Konsum zu tun hat den ich seit 11 jahren Regelmäßig ohne richtige Pause durchziehe.Cannabis rauche ich schon seit ich 15 bin täglich,Amphetamin mit 16 angefangen was dann mit ca.20 jahren auch schon Alltag wurde.Ich war ungewollt und bin 3 Wochen zu spät auf die Welt gekommen und war bei der Geburt schon sehr Blau im Gesicht. Ich war früher als kleines Kind richtig aufgedreht und wild,konnte sehr früh schon laufen und war sonst kerngesund.Meine Eltern stammen ursprünglich aus einer armen Gegend in Kroatien ich habe 7 Geschwister.Ich bin der jüngste.Das Problem ist das ich mich fast garnicht mehr an meine Kindheit erinnere um dort was zu finden warum ich bin wie ich bin.Als ich mit der Schule anfing war ich sehr schüchtern hatte vlt nur 1/2 Freunde mit den ich spielte und baute ziemliche Kacke die schon extrem waren für ein Kind.Schläge habe ich dann bekommen,so wie ich mich errinere sehr böse Strafen mit Einsperren,Gürtel,Stock.Doch das schlimmste waren für mich die Drohungen von meiner Mutter.Ich weiss noch wie ich ne zeitlang echte Angst vor ihr hatte...Da war ich ca.5-7 jahre alt.An meinen Vater kann ich mich fast garnicht erinnern,er war auch selten Zuhause.Meine Mutter war oft überfordert mit den restlichen Geschwistern und so war meine Oma eine Zeit lang mein Mutter Ersatz...Ich habe noch nie von Meiner Mutter gehört das sie mich liebt.Das hat meine Oma mir nur gesagt,soweit ich mich erinnern kann....Meine Eltern trennten sich dann auch irgendwann...Ich habe auch nur Streitereien anstatt Liebe bei ihnen gesehen.Als ich auf die Hauptschule kam fing ich an der Aussenseiter zu sein und war der skurille stille junge den keiner mochte.Das änderte sich auch die jahre nicht viel...Als ich mit 15 Gras entdeckte und durch mein Bruder auch immer was davon hatte,fing das an was nicht enden will! ich habe mich seit dem ich ca.16 bin extrem von allen Menschen sogar der Familie isoliert...Von 16-23 waren meine Hardcore Konsum Zeiten.Auch sehr oft alleine und psychisch am Boden.Arbeiten war ich in dem Alter höchstens 1 Monat im ganzen Jahr.Also,ich habe bis jetzt nicht mal ein ganzes Jahr zusammen.Wohnen konnte ich bei meiner Mutter bis letztes Jahr,aber auch nur wegen Wohngeld vom Jobcenter weil sie nicht alleine bezahlen konnte.Therapien wollte ich schon oft machen,aber ich habe es nie geschafft...Is für euch vlt ne dumme Ausrede aber es kam immer irgendwas was mich abhielt,selbst als ich depressive Phasen mit Suizid Versuchen hinter mir hatte,es vergingen Tage und ich geriet ins alte Verhalten.Das wiederholte sich ganz oft.Ich hatte schon viele Chancen aufzusteigen und was zu machen.Doch ich bin bis jetzt in diesem Leben unterwegs,Und nun will ich garnichts mehr!Ich habe meine Gefühle komplett weggesperrt und lache sehr selten.Ich habe null interesse an zwischenmenschlichen Dingen und phantasiere mir mein Glück.Ich werde sofort nervös und distanziere mich direkt bei fremden Leuten.Selbst bei nem normalen gespräch mit jemand meiner Familie werde ich manchmal so nervös das ich panik bekomme und flüchte um allein zu sein.Das seit ungefähr 3 jahren jetzt stark ausgeprägt...

Sowas von mir preisgeben mache ich zum ersten mal überhaupt...DAS MUSSTE MAL ALLES RAUS!
Sagt mir was ihr denkt,ich danke euch fürs lesen

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Re: Ich bin Tommy

Beitragvon Jette » 2. Mai 2019, 22:22

Hallo Tommy,

ich denke, du hast die Wahl, dich endgültig zu einer Therapie durchzuringen oder vor die Hunde zu gehen.

Die Entscheidung liegt bei dir und du triffst sie ganz alleine!
Die Veränderung des Blickwinkels kann die Wahrnehmung von kleinen Dingen bewirken, die wir manchmal gar nicht mehr sehen. - Namasté

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Re: Ich bin Tommy

Beitragvon orinoco » 3. Mai 2019, 10:16

Hallo Tommy,
und erst mal herzlich Willkommen!
Dass du deinen Mut zusammen genommen hast und hier wildfremden Leuten deine Lebensgeschichte erzählst (ok, hier ist alles ano- bzw. pseudonym, aber trotzdem) spricht für dich und dass da doch eine Lebensenergie in dir drin steckt von der du vielleicht selbst nicht so viel weisst.
Kennst du das Prinzip des guten Grundes? Von der Gesellschaft werden Drogenkonsum (bis auf Alkohol in Maßen) und Süchte immer erst mal als etwas Negatives betrachtet und man wird dann auch entsprechend "behandelt", sowohl vom sozialen Umfeld als auch von Ärzten/Therapeuten usw.
Die wenigsten sehen dahinter den Mensch und seine Probleme und das die Sucht/whatever nicht in erster Linie pure Selbstzerstörung und das eigentliche Problem ist, sondern, dass es dafür praktisch immer einen guten Grund gibt. Und es ist praktisch immer der verzweifelte Versuch den eigenen Stress und die Panik irgendwie in den Griff zu kriegen, weil man es eben sonst nicht im Griff hat.
So wie du deine Kindheit und die "Beziehung" zu deiner Mutter schilderst ist eine Traumatisierung in der Kindheit auch kein Wunder. Von so einer Mutter kann man gar nicht die für ein glückliches und unbeschwertes, stressarmes Leben notwendige emotionale Autoregulation lernen.
So stringent wie du deine Lebensgeschichte schilderst, denke ich hilft es dir zu verstehen wieso und warum du so bist wie du bist. Schau mal in meinem unten verlinkten Blog vorbei. Vielleicht kannst du damit etwas anfangen.
Und schöne Grüße an deine Oma. Meine hat mich vor Schlimmerem bewahrt. Vielleicht auch deine bei dir.
VG
Orinoco
Verständnis ist für den Traumatisierten, was die niedrige Bordsteinkante für den Rollstuhlfahrer.
t+ - mein Traumablog (nichtkommerziell und werbefrei)
Disclaimer "Lesen auf eigene Gefahr!" - unbedingt lesen!


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