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Sisyphos
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Beitragvon Sisyphos » 12. März 2018, 14:06

Guten Tag erstmal,

nachdem ich vor ein paar Monaten eher zufällig auf dieses Forum stieß, habe ich mich nun entschlossen mich in diesem anzumelden.
Ich bin männlich, mein mögliches Alter lässt sich auf Mitte 20 beschränken. Die verschiedene Fachärtze, bei denen ich mich stationär wie ambulant in Behandlung begab "diagnostizierten" mir abgesehen von Depressionen, die meine Behandlunsbedürftigkeit erst verursachten, eine schizoide oder eine dissoziale Persönlichkeitsstörung. Nach intensiver Beschäftigung konnte ich viele Persönlichkeitsanteile in den ISD als auch DSM Kriterien der Schizoiden Persönlichkeitsstörung finden.
Die Tendenz zur Diagnose der ASP entstand wohl durch meine mangelnde Regelkonformität, einem Problem mit zweifelhaften Autoritäten, und meines manchmal sicherlich überheblich anmutendem Verhalten. Tatsächlich besitzte ich ein ausgeprägtes Gewissen, und würde mein Verhalten als ethisch aber nicht immer moralisch bezeichnen. Autoritäten werden dann respektiert wenn solche Bezeichnung denn als verdient und gerechtfertigt betrachtet werden kann.
Ich neige dazu Kompetenz und Gesetzte kritisch zu hinterfragen und mich auch über sie hinwegzusetzten wenn ich zum Schluss gekommen bin sie seien antiquiert, nicht korrekt, unangemessen oder ungerecht. Die Diagnose hat viele Erfahrungen in ein neues Licht gerückt und mir Rückschlüsse über die Fremdwahrnehmung ermöglicht.
Einen der Vorteile davon sich mit schizoiden auseinanderzusetzten abgesehen vom Erfahrungsausstausch, sehe ich in der Möglichkeit sich frei von emotionaler Befangenheit über Themen von Brisanz unterhalten zu können. So kommt es zu einem konstruktivem Gespräch dem im besten Fall sogar noch ein eindeutiges Ergebnis folgt.
Ich bin jederzeit bereit meinen Standpunkt zu überdenken und daraufhin auch zu revidieren, und begrüße es korrigiert zu werden. Soviel dazu. Ich freue mich auf den Dialog mit euch und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
"Lustiger noch, als sich die Affen im Zoo anzugucken, ist es, die freilaufenden Menschen zu betrachten."
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Re: Grüße

Beitragvon orinoco » 12. März 2018, 21:07

Hallo Sisyphos,

erst mal herzlich willkommen. Ich sehe immer wieder ähnliche Parallelen bei SPSlern was Fragen der Ethik, Moral, Gerechtigkeitssinn und kritischer Umgang mit Autoritäten, aber eben auch mit sich selbst, betrifft. Ich betrachte mich allerdings auch als sehr moralischen Menschen, wobei ich unter Moral nicht die verbreitete, statische, gesellschaftlich aufoktroyierte Doppelmoral der Autoritäten oder die vollkommene Abwesenheit davon verstehe, sondern eine (direkt-)demokratisch legitimierte Verhandlungsmoral, die die persönliche Ethik des Einzelnen und echte (direkte, sachunmittelbare) Demokratie als Grundlage des politischen Zusammenlebens hat.
LG Orinoco
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Re: Grüße

Beitragvon Sisyphos » 12. März 2018, 22:52

Guten Abend Orinoco,
ein sehr interessanter Beitrag, ich stimme dir da in manchen Punkten zu, bevor ich mich aber in Gänze dazu äußern möchte
hätte ich drei Fragen, und einen Hinweis.
Du sprichst von "persönlicher Ethik des Einzelnen". Meintest du vieleicht den persönlichen Ethos ? Oder die Moral des Einzelnen?
Die Ethik als Teilgebiet der Phliosophie kann schließlich nicht persönlich sein.
Was meinst du mit politischem Zusammenleben? Ein Zusammenleben solcher die aktiv mitgestalten?
Worauf ich dich hinweisen möchte: Du hast es in einem Satz geschafft gleich zweimal einen interessanten Pleonasmus zu verwenden.
Respekt, das kann nicht jeder. :D War das Absicht? Dann war es wohl eher eine Tautologie und ich bin nicht minder beeindruckt. Ansonsten muss ich dir sagen das ich anfangs etwas perplex war und es noch mal nachschauen musste.
Die persönliche Ethik des Einzelnen und die direkte, sachunmittelbare Demokratie. Nach meinem Verständnis ist direkte Demokratie immer
sachunmittelbar, vice versa.
Das ist nicht böse gemeint, solche Dinge fallen mir nur ins Auge, warum auch immer. Und das obwohl meine eigenen Äußerungen an Qualität und Rechtschreibung oft sehr zu wünschen übrig lassen. So eine Schande. Rheinländer eben, hoffnungslos.
Danke für deinen Beitrag und Grüße.
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Re: Grüße

Beitragvon orinoco » 16. März 2018, 23:18

Sisyphos hat geschrieben:Guten Abend Orinoco,
Du sprichst von "persönlicher Ethik des Einzelnen". Meintest du vieleicht den persönlichen Ethos ? Oder die Moral des Einzelnen?
Die Ethik als Teilgebiet der Phliosophie kann schließlich nicht persönlich sein.


Ja, persönliche Ethik kann man auch als Ethos bezeichnen. Seh ich nicht so eng. Der Unterschied zu Moral ist für mich, dass Moral einen gesellschaftlichen Anspruch hat, statt nur eine persönliche Überzeugung.

Sisyphos hat geschrieben:Was meinst du mit politischem Zusammenleben? Ein Zusammenleben solcher die aktiv mitgestalten?


Das betrifft schon alle. Echte (direkte) Demokratie ist für mich das System der Möglichkeit für jeden dieses aktiv mitzugestalten.

Sisyphos hat geschrieben:Worauf ich dich hinweisen möchte: Du hast es in einem Satz geschafft gleich zweimal einen interessanten Pleonasmus zu verwenden.
Respekt, das kann nicht jeder. :D War das Absicht? Dann war es wohl eher eine Tautologie und ich bin nicht minder beeindruckt.


Das mach ich öfters. Ich versuch mich möglichst präzise auszudrücken, weil ich viele Begriffe anders verwende als andere und da immer versuche das deutlich zu machen.

Sisyphos hat geschrieben:Ansonsten muss ich dir sagen das ich anfangs etwas perplex war und es noch mal nachschauen musste.
Die persönliche Ethik des Einzelnen und die direkte, sachunmittelbare Demokratie. Nach meinem Verständnis ist direkte Demokratie immer sachunmittelbar, vice versa.


Für mich auch, aber auch der Begriff der direkten Demokratie wird schon verwässert gebraucht z.B. wenn irgendwo mal wieder über die Direktwahl des Bundespräsidenten diskutiert wird und nicht selten haben die Leute überhaupt keine Vorstellung davon, was das ist und vor allem was es nicht ist.
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