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Nachtmensch
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Hallo

Beitragvon Nachtmensch » 10. Dezember 2017, 02:57

Hallo zusammen,

ich hatte etwas im Netz über F60.1 gestöbert, nach Tipps, was man vielleicht in bestimmten Situationen verbessern könnte. Da bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe mich nun schlussendlich registriert.

Momentan nehme ich keine Therapie in Anspruch. Ich bin gern alleine, freue mich wenn mein Smartphone endlich mal nicht klingelt, keine Verpflichtung oder ähnliches. Keine Türklingel. Einfach allein und Ruhe. Ich kann es nicht leiden, wenn andere Menschen ungewollt zu mir Kontakt aufbauen. Ich fühle mich dadurch oft überrumpelt und eingesperrt. "Du musst dies und das. Geh doch mal raus". Ja aber natürlich, um die nächste Panikattacke zu bekommen. </sarkasmus> Wenn man mich überrumpelt, will ich einfach nur weglaufen.

Die Probleme gehen erst los, wenn man mich bedrängt oder ich andersweitig im Stress bin. Sei es auf der Arbeit oder beim verlassen der Wohnung. Ich bin ein ziemlicher Tagträumer. Da ich sogut wie alle zwischenmenschlichen Situationen meide, habe ich mir das irgendwie angewöhnt, in meiner Phanatsie das "auszudiskutieren", mich zu streiten oder einfach meinen Frust abzulassen. Ich verarbete so das Erlebte. Manchmal laufe ich auch fast gegen eine Bushaltestelle :-) Allerdings kommen mir dadurch auch gute Ideen für die Programmierung. Es sind eben nicht nur negative Dinge. Andere Menschen meide ich. Ich warte bis niemand mehr im Treppenhaus ist, gehe bevorzugt Abends/Nachts hinaus, um etwas Ruhe zu haben.

Ich fühle mich abgekapselt von meiner Umgebung. Wenn ich in Gedanken bin, weiß ich oftmals nicht ob ich meine Hand bewegt habe, oder etwas ungünstiges gesagt habe. Die Barriere zwischen echt und nicht echt, ist mir manchmal nicht ganz klar. Das andere Ventil ist das kontrollieren von Gegenständen.

Ich freue mich auf einen regen Meinungsaustausch und hoffe doch auch etwas beitragen zu können.

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Re: Hallo

Beitragvon hinterdemmond » 12. Dezember 2017, 22:33

ja, ich bin auch ein tagträumer. ein totaler, leidenschaftlicher und überzeugter sogar. (dafür spiele ich keine computerspiele, gucke keine serien und habe auch kein smartphone) aber tatsächlich erlebtes verarbeite ich eher selten. manchmal spiele ich situationen nochmal durch und stelle mir einen besseren ausgang vor, oder ich stelle mir einen imaginären gesprächspartner vor, wenn ich zb. irgend ein problem durchdenken muss. er ist dann der andere part, der die gegenargumente vorbringt. aber die meiste zeit bin ich in meinen parallelwelten unterwegs. in einer lebe ich immer noch in meiner alten heimatstadt in russland, auch als künstler, aber die oktoberrevolution hat niemals stattgefunden und das land hat sich ganz anders entwickelt. in einer anderen bin ich anführer einer klenen gruppe von menschen in der steinzeit. ich habe ein gutes vorstellungsvermögen, es ist immer wie ein film, der vor meinem inneren auge abläuft. ich muss gar nicht ins kino gehen. gegen eine busshaltestelle bin ich aber noch nie gelaufen. ich habe so eine art autopiloten, der dafür sorgt, dass ich nicht bei rot über die kreuzung laufe oder mich von einem auto überfahren lasse. allerdings kann es passieren, dass ich an jemandem, den ich kenne, vorbeilaufe und ihn nicht erkenne, weil die gesichtserkennung in dem modus nicht mehr funktioniert. probleme habe ich keine damit, ich trenne scharf fantasie und realität. nur manchmal habe ich sowas wie walter mitty aus dem berühmten film, wenn es besonders langweilig wird oder jemand auf mich einredet, irgendein zeug, das ich nicht hören will, dann falle ich komplett raus aus der realität und in meine traumwelt hinein. das ist wie sekundenschlaf nur im wachen zustand. ich kriege da nichts mehr mit, würde ich auto fahren, würde ich in dem moment wahrscheinlich gegen einen baum brettern (hab aber keinen führerschein). aber sonst geht's mir gut. ich bin beruflich etabliert, habe sozusagen alle meine hobbies in einem beruf vereint und feiere die ersten erfolge damit. familie, kinder alles läuft.
auch im abseits sterben helden. (clickclickdecker)


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