Guten Abend

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Guten Abend

Beitragvon nevermore » 2. September 2017, 00:32

Ich, 47 Jahre, weiblich, eine erwachsene Tochter

Also, ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, mit allen Annehmlichkeiten, die solch ein Leben bietet, sich mir aber nie wirklich erschlossen haben. Von der Dorfgemeinschaft, ein größtenteils eingeschworener Haufen, gelang es mir, mich bis auf ein paar wenige, sehr enge Kontakte, erfolgreich fernzuhalten. Ich war also die, die "sich selbst nicht mag" und die waren die, die mir egal waren. :lachen:

Nun, der Pflichten des Mutterseins enthoben, eine Illusion, denn das ist man nie (will man auch nicht), bin ich vor drei Jahren in die große Stadt gezogen. Freiheit. Dass sich dadurch aber alles ändert habe ich mir nicht erhofft.
Hat es auch nicht.

Ich hatte bis dato also zwei bis drei neue Kontakte, die sich aber wieder verflüchtigt haben :winken:
Ein enger Kontakt besteht, bestand aber schon vorher.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die emotionale Störung hat seit einigen Wochen einen Namen :feiern: Mein Leben und Leiden in einem Adjektiv zusammengefasst. Das ist schon was.

Viele Grüße und bis dann.
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Re: Guten Abend

Beitragvon Aion » 3. September 2017, 07:28

Herzlich willkommen im Forum, nevermore.
Du schreibst ansprechend, so dass man sich fragt, was zwischen den Zeilen wohl stehen mag. Mir z.B. erschließt sich nicht, wieso Du aufgrund Deiner zurückgezogenen Dorf-Existenz 'also die, die "sich selbst nicht mag"' warst.
LG
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 3. September 2017, 08:52

nevermore hat geschrieben:Nun, der Pflichten des Mutterseins enthoben, eine Illusion, denn das ist man nie (will man auch nicht), bin ich vor drei Jahren in die große Stadt gezogen. Freiheit. Dass sich dadurch aber alles ändert habe ich mir nicht erhofft.
Hat es auch nicht.
Hallo Nevermore, :winken:

wie meinst du das mit dem Muttersein? Empfindest du es als eine statische Größe?

Ich werde auch in Kürze den primären "Pflichten" des Mutterseins enthoben sein, habe vor, noch mal neu durchzustarten. Dass sich vieles ändert, hoffe ich ;), muss es aber nicht, ich kann über meinen "Ist-Zustand" auch nicht klagen.

Ich wünsche dir viele neue Erkenntnisse hier im Forum.
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Re: Guten Abend

Beitragvon nevermore » 3. September 2017, 21:49

Hi Aion,

vielen Dank. Ja, ich weiß, etwas holprig. Wollte halt mal kurz hallo sagen ;) Zu deiner Frage: "sich selbst nicht mögen" wird mit sich selbst nicht zurechtzukommen gleichgesetzt, was wiederum bedeutet, mit anderen nicht zurechtzukommen. Was ja jetzt so verkehrt nicht gedacht ist. Aber auch nicht ganz richtig, mit mir selbst komme ich nämlich ganz wunderbar zurecht :)
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Re: Guten Abend

Beitragvon nevermore » 3. September 2017, 23:27

Hi Indigocat,

danke, habe schon viel Interessantes gelesen hier.

Muttersein als statische Größe? Nene, eher nicht. Ich bin jung Mutter geworden, nicht geplant. Später Trennung vom Kindsvater, aber gute Interaktion. Wir haben unsere Tochter quasi zu gleichen Teilen großgezogen. Zu meinem und ihrem Glück, denn die Mutterrolle war eine emotionale Herausforderung, der ich ehrlich gesagt nicht vollends gewachsen war. Auch heute noch eher ein freundschaftliches Verhältnis, denn eine Mutter-Tochter-Beziehung.

Zu eurer geplanten "Abnabelung" wünsche ich euch alles, alles Gute :) Muss ja irgendwann kommen und ist auch wichtig. Bei uns kam zusätzlich eine räumliche Trennung von fast 700 km dazu. Bitter sweet...

LG
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 6. September 2017, 10:08

nevermore hat geschrieben: Wir haben unsere Tochter quasi zu gleichen Teilen großgezogen.
Das finde ich prima, ist durchaus nicht selbstverständlich. :begeistert:
Zu eurer geplanten "Abnabelung" wünsche ich euch alles, alles Gute :) Muss ja irgendwann kommen und ist auch wichtig. Bei uns kam zusätzlich eine räumliche Trennung von fast 700 km dazu. Bitter sweet...
Danke schön. :) Na ja, bin schon trennungserfahren. Außerdem freue ich mich, wie du schon sagst, auf die "Freiheit". Wie das dann allerdings aussieht, wenn ich am Flughafen winke, daran will ich jetzt noch nicht denken.

700 km sind schon eine lange Strecke, die fährt man dann auch nicht jede Woche.
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Re: Guten Abend

Beitragvon nevermore » 6. September 2017, 21:22

Hi Indigocat,

vielen Dank für deine positive Rückmeldung :)

Ich denke, dass ich mich zum Thema "Freiheit" missverständlich geäußert habe. Es hat keineswegs damit zu tun, dass ich mich der Nähe zu meiner Tochter entziehen wollte, im Gegenteil. Das war und wird ein Dilemma für mich bleiben. Vielmehr ist es so, dass ich mich der Enge des Dorfes, in dem ich mich von Kindesbeinen an nicht zugehörig fühlte, und wo ich Jahrzehnte aus dem Gefühl der Verpflichtung gegenüber meiner Tochter verbracht habe, entflohen bin. Ein 700 km-Neustart in der Großstadt. Eine andere Welt und es gibt so viel zu sehen, so viele Eindrücke, immer noch, wofür ich sehr dankbar bin. Und wenn ich auch nur Beobachter bin, es hat sich gelohnt. Das ist meine Definition von Freiheit. :)
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Re: Guten Abend

Beitragvon Indigocat » 8. September 2017, 08:11

nevermore hat geschrieben:Ich denke, dass ich mich zum Thema "Freiheit" missverständlich geäußert habe. Es hat keineswegs damit zu tun, dass ich mich der Nähe zu meiner Tochter entziehen wollte, im Gegenteil. Das war und wird ein Dilemma für mich bleiben.
Hallo Nevermore, :), da habe ich dich tatsächlich teilweise falsch interpretiert. :verlegen:

Ich schreibe mal in diesem Forum weiter, da die Diskussion hier öffentlich einsehbar ist. Folge einfach dem Link, wenn du willst:

viewtopic.php?f=32&t=2029
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