Lange Tage und angenehme Nächte!

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Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Revolvermann » 31. Juli 2017, 21:52

Hallo!

Ich bin der Revolvermann und bin mehrere Diagnosen in meinem Leben durchlaufen.
Ich erkenne mich aber sehr stark in der SPS wieder und will es nicht länger leugnen.
Ich weiss eigentlich schon sehr lange, dass ich anders bin und das Leben mit anderen Augen sehe.

Alkohol,Drogen und Medikamente sind ein Thema bei mir seit der Pubertät. Ich habe auf diese Weise versucht meine heftigen inneren Anspannungen in den Griff zu bekommen und die Ängste abzutöten. Das hat mal besser, mal schlechter funktioniert.

Ich starte mein Leben jetzt neu. Wohin es geht weiss ich selbst noch nicht. Ich stehe ganz am Anfang.

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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon sdsdsdsv » 1. August 2017, 08:11

Howdy Revolverman! Bild

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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Ambivalenz » 1. August 2017, 09:30

Revolvermann hat geschrieben:Ich starte mein Leben jetzt neu.

Viel Glück! Aber nicht vergessen: Ka ist ein Rad... [;)]
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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon ToWCypress81 » 1. August 2017, 16:12

Hallo Revolvermann

wodurch werden die inneren Anspannungen und Ängste ausgelöst?
Bei mir ist das immer in Verbindung mit Menschen bzw. menschlichen Emotionen die Nähe erzeugen. Immer wenn mir Menschen geistig und körperlich (emotional) zu nahe kommen werde ich sehr angespannt und entwickle Ängste. Ich schätze das hat vorwiegend mit meiner Mutter zu tun, da sie mich schon immer (vor allem als Kind) extrem emotional vereinnahmt hat, und dadurch statt Liebe - Ängste und sehr starkes Misstrauen erwuchsen + etwas gestörte Genetik.
Um diese Anspannung und Ängste unter Menschen erträglicher zu machen nehme ich auch seit sehr vielen Jahren Medikamente, speziell seit 12 Jahren 1 Medikament.
Ich habe auch schon viele unterschiedliche Diagnosen bekommen, in der SPS sehe ich mich allerdings auch noch am meisten und ist auch meine letzte Diagnose die ich bekommen habe.

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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Revolvermann » 1. August 2017, 19:18

Ambivalenz hat geschrieben:
Revolvermann hat geschrieben:Ich starte mein Leben jetzt neu.

Viel Glück! Aber nicht vergessen: Ka ist ein Rad... [;)]


Ich lese die Bücher momentan. Sehr geil. [;)]

Es tritt wirklich nur in Verbindung mit Menschen auf. Es ist für mich unerträglich bis unmöglich nüchtern an den ganzen gesellschaftlichen Gegebenheiten teilzunehmen. Aber immer alleine sein funktioniert auch nicht so gut.
Ich wollte diese Zustände aber nie akzeptieren, weil es für mich total unrealistisch war, nicht normal und ich wollte einfach normal sein. Mein Leben ist eine einzige Achterbahnfahrt seit ich ein Kind bin. Vernachlässigung und ständige Gewalt. Immer Angst haben. Einfach nur flüchten wollen. Dann kam die Jugendzeit, das erste Bier und kurz darauf die ersten anderen Drogen. Der Druck war weg. Ich war frei, auch wenn ich wusste, dass das eigentlich nicht gut gehen kann. Das ist es auch nicht.

Ich habe Beziehungen geführt, viel Mist gebaut, mich selbst belogen. Ich habe mir eingeredet jemand zu sein, der ich nicht bin. Dieses Bild. dass ich von mir hatte, war total unrealistisch und falsch.

Jetzt mache ich eine Therapie und habe noch absolut keine Ahnung wie es weitergehen wird. Ich bin noch ziemlich verwirrt. Es fällt mir immer noch schwer anzunehmen, dass dieser Zustand mein Leben lang anhalten wird. Ich dachte mir auch schon ziemlich früh, dass ich wohl irgendwann total verrückt geworden sein muss, aber im Laufe der Jahre habe ich die Beobachtungen angestellt, dass ich zu normal für total verrückt bin und zu verrückt für normal.
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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Headmatter » 2. August 2017, 15:34

Revolvermann hat geschrieben:Ich dachte mir auch schon ziemlich früh, dass ich wohl irgendwann total verrückt geworden sein muss, aber im Laufe der Jahre habe ich die Beobachtungen angestellt, dass ich zu normal für total verrückt bin und zu verrückt für normal.

Wem sagst Du das. Willkommen im Club.
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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Zarathustra » 2. August 2017, 18:39

So ein Berstieg assoziiert man ja für gewöhnlich mit einer Reise zu sich selbst. ^^ Man guckt tief in sich hinein auf der Suche nach dem, was einem am wichtigsten ist und gleichzeitig steigt man in die Höhe, um einen immer besseren Überblick zu bekommen über die Ziele, die man erreichen könnte. Mit der Absicht das, wonach man sich sehnt, einen Menschen, den man vermisst, eine Tätigkeit, die zu einem passt oder den Ort, an dem man alt werden will - in sich drin - mit dem was es da draußen gibt abzugleichen. Es wird Ziele geben, die man nicht will und unerfüllte Wünsche, aber in irgend eine Richtung wird es schlussendlich gehen - weil man lebt ja. Und einen Begleiter an seiner Seite zu haben, wie deinen Therapeuten, ist auch ist auch gar nicht mal so schlecht. Hoff jedenfalls das beste für dich. :peace:

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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Revolvermann » 5. August 2017, 22:04

Zarathustra hat geschrieben:Man guckt tief in sich hinein auf der Suche nach dem, was einem am wichtigsten ist und gleichzeitig steigt man in die Höhe, um einen immer besseren Überblick zu bekommen über die Ziele, die man erreichen könnte.


Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht. Ich habe mich viel zu stark unter Druck gesetzt um irgendwie reinzupassen und mich selbst belogen, was meine Fähig und Fertigkeiten angeht. Der Leidensdruck wurde unerträglich. Jetzt geht es erstmal darum stabil zu werden und mich realistisch einzuschätzen zu lernen.

Danke euch allen für die freundliche Begrüßung!
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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon Revolvermann » 6. August 2017, 16:55

Ich war heute ein wenig spazieren und musste anfangen zu schmunzeln, weil ich an dein Zitat denken musste...

Zarathustra hat geschrieben:...aber in irgend eine Richtung wird es schlussendlich gehen - weil man lebt ja.


...und ich mir dann gedacht habe, dass es sich hierbei um die idiotensicherste Definition des Lebens (in unserer Gesellschaft) handelt, die ich seit ziemlich langer Zeit gehört habe. So simpel und so wahr :lachen:
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Re: Lange Tage und angenehme Nächte!

Beitragvon bahnhof » 7. August 2017, 23:48

Revolvermann hat geschrieben:Hallo!
Ich erkenne mich aber sehr stark in der SPS wieder und will es nicht länger leugnen.


Halllo,
es bingt nichts, sich hinter Schubladen zu verstecken. Viel besser ist doch der von dir gewählte Ansatz, dein Leben in Griff zu bekommen und neu zu starten. Eine SPS stünde diesem Vorhaben arg im Weg.


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