Manga/Anime-thread^^

Welche Musik hörst du gerade und/ oder welchen Film kannst du empfehlen?
Dann gib uns hier eine Kostprobe deiner Favoriten...
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Nebelwald
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Manga/Anime-thread^^

Beitragvon Nebelwald » 29. Januar 2017, 22:41

Hallo^^
da ich selbst ein Anime/Manga-fan bin, wollte ich mal hier nachfragen, ob es noch mehr "Otakus" gibt :feiern:
Falls ja, würden mich folgende dinge interessieren:
Welche Anime/Manga kennt ihr, welche mögt ihr und mit welchen könnt ihr gar nichts anfangen?

Ich mag am liebsten One Piece, Hunter x Hunter, One Punch Man(selten so was lustiges gesehen XD), xxx Holic, meist halt so
Shounen/Seinen oder Horrorkram.

Womit ich nicht so viel anfangen kann, ist romance. Das Genre mag ich aber allgemein nicht XD

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sdsdsdsv
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Re: Manga/Anime-thread^^

Beitragvon sdsdsdsv » 30. Januar 2017, 11:55

Oh, Zeit also auch das Thema mal abzufrühstücken.

Vorgeprägt bin ich mit den klassischen Serien wie "Sindbad", "Captain Future" oder "Biene Maja", die in den 70ern produziert wurden und die gerade wegen ihres langsameren Pacings und zeitlosen Geschichten auch heute noch anschaubar sind. Anfang der neunziger ging es dann weiter mit "Königin der tausend Jahre", "Mila Superstar" oder "Rock 'n Roll Kids" auf Tele 5.
Über einen Artikel in der Zeitschrift "Video Games", in der Anime erstmals als popkulturelles Phänomen vorgestellt wurden, kam ich dann an Infos und Bezugsquellen für weitere Filme. Das internationale Label "Manga Entertainment" (die jedem Film ihr großartiges Intro voranstellten) vertrieb die VHS-Kassetten damals in Europa. Auf diese Weise kamen meine Freunde und ich an die frühen "modernen" Filme mit einer großen thematischer Bandbreite. Von SciFi (Guyver, Venus Wars) über Action (Akira, Fist of the North Star, Crying Freeman) und Komödien (Project A-Ko) oder Horror (3x3 Eyes) war alles dabei. Die Filme liefen nebenbei, wenn wir uns am Wochenende trafen und mit irgendeinem Computerspiel beschäftigten.

Ende der neunziger, also in den letzten Schuljahren, kam dann der "Review" hinzu, ein monatlich erscheinender, dicker Katalog, in dem ich alles mögliche bestellen konnte, das dann von Japan nach Amerika importiert und von dort (mit ein bisschen Glück) nach Europa verschifft wurde. Eine Bestellung brauchte so 3 Monate, bis ich die Dinge in Händen hielt, bzw. bis der örtliche Comic- und Spielzeughändler dann den Karton in irgendeine Ecke stellte, wo man sie mir auch wegschnappen konnte (was aber nie geschah). Vorteil war auch, dass ich kurz reinschauen konnte und nur das mitnahm, was mir gefiel. Schließlich verfügte ich in diesen Prä-Internetzeiten nur über die kurzen Beschreibungen im Katalog. Der Umrechnungskurs war dabei sehr fair und für britisches Pfund zahlte ich 1:1 mit D-Mark (da hat er wohl was verschusselt). Alles in allem war das Leben als Animefan ganz gut in den Neunzigern.

Ein wenig hat man sich damals schon wie ein Pionier gefühlt, schließlich konsumierte man recht exklusive popkulturelle Erzeugnisse, die nur wenigen Anderen zur Verfügung standen. Andererseits war auch damals nicht alles Gold was glänzt und wir (ich) waren ziemlich unkritisch, was aber offenbar nicht ungewöhnlich war, wenn man sich die Rezensionen in der "Animania" ansieht, in der einerseits seichte Soapoperas besprochen werden, andererseits Sachen wie Uritsukidoji, ein Horror/Gore/Erotik-Anime, der nichts für schwache Nerven (oder Minderjährige) ist. Alles wurde da durcheinandergewürfelt und wohlwohlend besprochen. In der Rückschau wirkt das sehr befremdlich.
In diesem Zusammenhang fällt mir die große Ablehnung von "Anime" und den sog. "Weeaboos" aus dem amerikanischen Raum ein, von Leuten, die wohl etwas genauer wissen, welche Werte sie vertreten, bzw. was noch akzeptabel ist. Ich kann's ihnen ehrlich gesagt nicht verdenken - sexualisierte Darstellungen, der "male Gaze" und vor allem der freizügige Umgang mit sexualisierter Gewalt sind in vielen Produktionen äußerst problematisch. Andererseits vermute ich, dass auch noch eine gewisse amerikanische Xenophobie hinzukommt, aber das entkräftet das erste Argument nicht.

Naja, Anfang der 2000er war ich dann mit dem Thema einigermaßen durch. Ich bin ganz froh im Nachhinein einige Filme und Serien gesehen zu haben, die nie offiziell in Deutschland veröffentlicht worden sind, stehe dem ganzen aber kritischer gegenüber.
Den Akira Comic fand ich toll (den Film etwas weniger), wie auch die anderen Sachen von Katsuhiro Otomo. Einen Kurzgeschichtenband und "Domu" habe ich als einzige Mangas noch. "Battle Angel Alita", "Crying Freeman" und "3x3 Eyes" mochte ich wegen der Action und der spannenden, geheimnisvollen Geschichte. Die "Blade of the Immortal" Serie war auch cool, "Maison Ikkoku" lustig. Anfang 2000 verkaufte ich meine Bücher für vielleicht 1 EUR pro Band. Was für ein Verlustgeschäft. Heute schaue ich noch ein- zweimal im Jahr online in ein neues Manga.
Mit "One Piece" konnte ich noch nie etwas anfangen. Die merkwürdigen Proportionen, das manische Grinsen des Hauptcharakters und die Gewalt haben mich da abgeschreckt. "One Punch Man" dagegen fand ich sehr witzig!

"Takemitsu Zamurai", "Teppuu" und "Franken Fran" habe ich von den neueren Sachen noch in guter Erinnerung.

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Re: Manga/Anime-thread^^

Beitragvon Ambivalenz » 31. Januar 2017, 11:08

Otaku? Früher ja.
Einiges mag ich auch heute noch:
Manga: Aqua/Aria, Fruit Basket, Ouran High School Host Club, Yotsuba & ! ...
Anime: Cowboy Bebop, Gunslinger Girl, Paprika, The Melancholy of Haruhi Suzumiya ...


Aqua bzw. Aria von Kozue Amano ist für mich das Nonplusultra in Sachen Stimmungsaufhellung und träumen lassen. :glück: :Ballon:
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Re: Manga/Anime-thread^^

Beitragvon Lichtgarten » 1. Februar 2017, 02:05

Otaku? Ja? Doch weniger im Bezug auf Mangas/Anime ... wobei Akira, Ghost in the shell, Nausicaä (vorzugsweise manga), hotaru no haka, Animatrix, Paprika, Blame! , Neon Genesis Evangelion, Ginga Tetsudō no Yoru, Aruku Hito , Haruko na Machi e ... kommen doch schon ein paar zusammen :)

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Re: Manga/Anime-thread^^

Beitragvon andersoderwie » 8. Mai 2017, 11:41

"Ginga Tetsudō no Yoru" ...ich wurde mal gespoilert dazu. Faszinierend und erschreckend zugleich.

Ich mag Manga und versuche heute etwas für meine Altersklasse bzw. Ansprüche zu finden. Es ist nicht vergebens, jedoch anstrengend, weil Mitteleuropa den populären Mist einkauft. Zusätzlich ist die Industrie nicht gerade am florieren und man hat irgendwann keinen Platz mehr im Schrank. Lesen und Gucken ist generell nicht mehr so mein Ding, auch außerhalb der Mangawelt.
Trotz allem versuche ich dran zu bleiben und gehe sogar auf Conventions, allein. Ich schreibe manchmal Artikel fürs Internet.

Meine Lieblingsserien waren die Sachen, die auf RTL II, Vox und MTV liefen. Ich mochte "Ranma 1/2", "Sailormoon", "Dragonball", "Samurai Champloo", "Katzenauge" und "Golden Boy". Ghibli steht bei mir ganz vorne. Genres, denen ich treu blieb sind Comedy, Shounen und BL. Keine Ahnung, warum Mädchen so sehr auf BL stehen...

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Re: Manga/Anime-thread^^

Beitragvon sdsdsdsv » 8. Mai 2017, 14:55

Habe vor ein paar Tagen die Akira-Bände durchgeackert und konnte geradezu in diesem Universum versinken. Die Geschichte atmet und transportiert durchaus den Geist der 70er, was sich in den Frisuren, den Gesprächen und der allg. Stimmung bemerkbar macht. Es finden sich auch einige Referenzen zu anderen Geschichten, wie Domu, Otomos Kurzgeschichten oder sogar dem Tintenfischplanet (gemalt auf den Wänden der "Kinderbehausung"), die mir vorher nie aufgefallen sind. Am besten gefällt mir das erste Drittel, wer wen im postapokalyptischen Tokio meuchelt, interessiert mich dagegen weniger. Die Handlung ist für meinen jetztigen Geschmack zu lang gezogen und wiederholt bestimmte Ideen zu häufig. Am enttäuschendsten war das Ende mit seiner knappen nationalistischen Message. "Get out of arr country, Yanks!". Naja. Natürlich ist das Werk als solches trotzdem beeindruckend (und bedrückend). Nihilismus, Idealismus, Selbstsuche, Grausamkeit und das stete Bemühen, die große Katastrophe abzuwenden, also die Kontrolle zu behalten von einer Generation, die vielleicht ein wenig besser ist, als die letzte - so könnte man einige der Themen zusammenfassen. Dabei wechselt die Stimmung zwischen Slapstick-Humor, Drama, Agententhriller, Horrorstory und Mystery und wirkt trotzdem wie aus einem Guss.
Alle paar Jahre kann man sich das anschauen.


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