Reality-Check

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Indigocat
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Re: Reality-Check

Beitragvon Indigocat » 9. Oktober 2018, 23:49

hinterdemmond hat geschrieben:ich muss halt an beides denken. meine mutter würde es nicht verstehen, wenn ich mir einen ganzen bauernhof kaufe, und sie keinen platz darin findet.
Warum ist es nicht egal, ob sie es versteht oder nicht?
bei uns steht die familie über alles. das sind leute, auf die ich mich immer verlassen konnte. auf meine mutter konnte ich mich immer verlassen. egal was sie sonst für unsinn redete, wenn es wirklich darauf ankam, war sie für mich da.
War sie immer für dich da, selbstlos und ohne Hintergedanken? alles andere zählt nicht.
ich für sie scheinbar nicht.
Ist auch nicht Aufgabe des "Kindes", für die Eltern da zu sein.
aber zu viel besitz belastet mich und meine seele, so ein haus sich ans bein zu binden muss deswegen gut überlegt sein. es gibt dann kein entrinnen mehr, man ist dann festgenagelt.
Ein Haus ist ein Gegenstand, man kann ihn erwerben, kurz halten, sich daran freuen und ihn weiterreichen. Festhalten belastet die Seele, nicht das Haus.

Meine Mutter versteht auch nicht, warum das "Ding", das sie eigens zur Altersversorgung kreiert und worein sie so viel "investiert" hat, sie so völlig abblockt und unerreichbar ist.
Willst du normal sein oder glücklich? (Robert Betz)

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hinterdemmond
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Re: Reality-Check

Beitragvon hinterdemmond » 10. Oktober 2018, 01:25

Indigocat hat geschrieben:Warum ist es nicht egal, ob sie es versteht oder nicht?

sie ist meine mutter, ich hab nur eine.
Indigocat hat geschrieben:War sie immer für dich da, selbstlos und ohne Hintergedanken? alles andere zählt nicht.
ohne sie wäre ich nicht da, wo ich bin. ob selbstlos und mit oder ohne hintergedanken spielt keine mandoline, nur das ergebnis zählt.
Indigocat hat geschrieben:Ist auch nicht Aufgabe des "Kindes", für die Eltern da zu sein.

ist aber auch nicht unbedingt aufgabe der gesellschaft. weil, wenn ich es nicht mache, müssen andere ran. dann nölen wieder welche, dass sie so viele steuern bezahlen müssen.
Indigocat hat geschrieben:Ein Haus ist ein Gegenstand, man kann ihn erwerben, kurz halten, sich daran freuen und ihn weiterreichen. Festhalten belastet die Seele, nicht das Haus.

hm, so einfach ist das nicht. schon mal was von zinsausfallentschädigung gehört, oder wie das im bankersprech heißt? dh. du kaufst eine hütte für zb. 100000€, hast nach ein paar jahren genug vom schönen landleben und verkaufst sie für, sagen wir mal 105000€. freust dich über den kleinen gewinn, dann kommt die bank und sagt: ne ne, mein lieber freund, wir wollten an der hütte 30 jahre lang geld verdienen, du schuldest uns noch 50000€ ausgefallene zinsen. schau mal in deinem vertrag nach. wenn du keinen guten grund hattest die hütte abzustoßen, zb. arbeitslosigkeit oder berufsunfäigkeit usw, das du vor gericht geltend machen kannst, musst du zahlen.
ausserdem sind in unserem budget eh nur bruchbuden in der oberlausitz drin. da kannst du 800m² mit 0,5ha grundstück drumherum für 4500€ haben. muttis rente und erspartes kann dann mit in den ausbau fließen, weil so ganz selbstlos und ohne hintergedanken mache ich das ja auch nicht. weiterreichen kannst du dann die hütte definitiv nicht mehr. nicht in der gegend. dann sitzt du wirklich fest.
auch im abseits sterben helden. (clickclickdecker)

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Re: Reality-Check

Beitragvon Indigocat » 10. Oktober 2018, 09:13

hinterdemmond hat geschrieben:ist aber auch nicht unbedingt aufgabe der gesellschaft. weil, wenn ich es nicht mache, müssen andere ran. dann nölen wieder welche, dass sie so viele steuern bezahlen müssen.
Stimmt auch wieder :peace:, aber da finde ich das Geld bei Mutti besser angelegt als bei der Russischen, Italienischen oder Griechischen Mafia.
hm, so einfach ist das nicht. schon mal was von zinsausfallentschädigung gehört, oder wie das im bankersprech heißt? dh. du kaufst eine hütte für zb. 100000€, hast nach ein paar jahren genug vom schönen landleben und verkaufst sie für, sagen wir mal 105000€. freust dich über den kleinen gewinn, dann kommt die bank und sagt: ne ne, mein lieber freund, wir wollten an der hütte 30 jahre lang geld verdienen, du schuldest uns noch 50000€ ausgefallene zinsen. schau mal in deinem vertrag nach. wenn du keinen guten grund hattest die hütte abzustoßen, zb. arbeitslosigkeit oder berufsunfäigkeit usw, das du vor gericht geltend machen kannst, musst du zahlen.
Soweit ich weiß gilt das nur 10 Jahre lang? So lange dauert das mindestens, bis deine Kinder groß sind. Vorher würdest du es wahrscheinlich ohne "triftigen Grund" auch nicht abstoßen. Und wer weiß, vielleicht wird die Gegend in ein paar Jahren zu einer begehrten Lage, schon weil sich im "Westen" kaum noch einer ein Haus leisten kann? Für den, der ortsunabhängig arbeiten kann, ist der "Osten" auf jeden Fall günstiger und schöner zum Wohnen.
muttis rente und erspartes kann dann mit in den ausbau fließen, weil so ganz selbstlos und ohne hintergedanken mache ich das ja auch nicht.
Oki, aus dieser Sicht betrachtet ändert sich die Sachlage natürlich. :sammeln:
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