Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

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sdsdsdsv
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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon sdsdsdsv » 19. Januar 2021, 12:52

Das ist ein Klassiker und mir pers. wichtig: Ein Kausalsatz mit "weil" eingeleitet, evtl. eine kleine Pause, und dann grammatisch wie ein zweiter Hauptsatz behandelt. Nicht nur unschön, sondern auch leicht vermeidbar, könnte man doch "denn" benutzen. Aber wer benutzt das schon und dann auch noch im gesprochenen Alltagsdeutsch?

Also beispielsweise:
Ich bin nass, weil ich bin in den Brunnen gefallen.

besser: Ich bin nass weil ich in den Brunnen fiel. / weil ich in den Brunnen gefallen bin.

ODER WARUM NICHT EINFACH Ich bin nass, denn ich bin in den Brunnen gefallen DAS GEHT DOCH AUCH

Sybillina
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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon Sybillina » 23. Januar 2021, 07:54

Kalliope hat geschrieben:@Sybillina: "Finde den Fehler" stammt, wenn mich meine Kindheitserinnerungen nicht trüben, aus der Hörz*, also einer Zeitschrift. (Kann aber auch eine andere gewesen sei.)
Dort gabe es in jeder Ausgabe so eine Seite Rätsel und anderes. Darunter so ein Doppelbild, eines das Original, eines eben eine Fälschung, wo 10 "Fehler" untergebracht waren. Diese konnte man dann so einkreiseln oder ankreuzen.

Darüber oder darunter stand: "finde den Fehler"

LG vom älteren Semester :)).
Danke, und ja: Ich weiß, da auch älteres Semester. ;)

Aber gerade deshalb ärgert es mich so: Ein Aufgabentyp, der für Kinder gedacht ist, wird plötzlich von Erwachsenen als (einziger!) Denktyp verlangt. Zumindest klingt "Finde den Fehler" so für mich: Eigenes Denken ist nicht gefragt, sondern nur ein Abgleich: "Wo habe ich mich anders verhalten, als es vom Gegenüber gewünscht war?"

Zudem impliziert es den Gedanken, dass es "richtiges" und "fehlerhaftes" Denken und Handeln gibt, ein Gedanke, den ich nicht mag. Das lege ich bitteschön für mich selbst fest! Und beziehe dabei ja trotzdem diverse Abwägungen vorher mit ein, zu denen natürlich auch gehört, wie es ankommt. Das wird einem durch diese Redewendung abgesprochen.

Reproduktion statt Eigeninitiative. Es gibt schon genug Menschen, die nur tun, was von ihnen verlangt wird, um ja nicht denken zu müssen oder aufzufallen. Dazu möchte ich nicht gehören. :katze:

tiffi
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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon tiffi » 30. Januar 2021, 10:11

Mir fällt auf, dass ich einige Füllwörter benutze. Früher wurde ich auf das "eigentlich" hingewiesen, dass ich nutzte,
mit Unverständnis, warum ich es nutze, aber es sind noch viele mehr. Wie etwas, also, doch, irgendwie, z.B., ....

Ich bin mir nicht sicher, ob es etwas mit "Verwaschenheit" zu tun hat, eine Bestimmtheit vermeiden wollen, dem Satz
"Kleidung anlegen", Andeutungen machen wollen, aber dahinter auch einen diffusen Raum lassen, der mehrere Deutungen
möglich sein lässt, weil ich weder mich noch die Welt so sicher zu fassen bekomme.

So Aussagen mit "ist so und nicht anders" und einem gewissen Wumms dahinter haben auch ihre Vorzüge.
In die Wissenschaft käme ich mit meiner Ausdrucksweise auf jeden Fall mal nicht :breites grinsen:
Und in die Politik will ich nicht :erschrocken:
Dann lieber eine Position als Orakel.

Wenn ich wirklich sehr eindeutig sein will, muss ich mich auf jeden Fall sehr konzentrieren und einen Satz verkürzen,
umbauen und über die Aussage und das mögliche Verständnis für einen Außenstehenden nochmals genau nachdenken.
Beim Brötchenkaufen geht es auch meistens jetzt gut.

Anscheinend mag ich gar nicht so sehr den Hauptstrom, wenn man das im Bild von einem Fluss sieht, sondern eher so
das Mäandernde..

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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon SystemZwang » 30. Januar 2021, 12:10

Man muss auch die Situation beachten. Ich schreibe im Chat anders als in einem Forum. Die gesprochene Sprache ist auch wieder anders. Und bestimmte Berufsgruppen (gerade Juristen) formulieren auch nochmal recht speziell.

Gutes Beispiel ist ja die Zeitform: https://de.wikipedia.org/wiki/Vergangenheit
Interessanterweise soll das Präteritum angeblich näher liegen als das Perfekt (dieses weiter in der Vergangenheit). In der gesprochenen Sprache verwendet man aber fast nur Perfekt. Online beim lockeren Schreiben eher auch.

(Im Englischen ist das wohl anders - bei den dort ähnlichen Formen. Da ist man eher bei der kürzeren Variante.)

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kritisches_Auge
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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon kritisches_Auge » 4. Februar 2021, 11:19

Der Gebrauch des Present Perfects ist im Englischen ein ganz anderer, er hat Bezug zur Gegenwart, I have cooked dinner, dann ist das Essen gerade fertig, dann gibt es noch eine weitere Variante, die Progressive form, I have been cooking dinner, dann hat der Betreffende in er Vergangenheit mit dem Kochen angefangen und kocht immer noch, dazu gibt es bestimmte Signalwärter, since, for, already, etc. Der Gebrauch der Zeiten ist im Spanischen sehr kompliziert, nicht Native speakers können sehr schwer korrekt mit dem indefinido und dem imperfecto umgehen, und für Muttersprachler hat es einen besonderen Reiz beides wenn nicht korrekt zu verwenden wenn sie etwas Bestimmtes ausdrücken wollen.

Ich finde es faszinierend.
Auch der Gebrauch der anderen Zeiten ist sehr komplex.

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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon Yuri87 » 6. Februar 2021, 00:19

Das für mich aktuell schlimmste Wort "Systemrelevant". Weniger Spielraum für individuelle Lebensläufe geht wohl nicht.

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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon Sybillina » 6. Februar 2021, 08:49

Gefolgt von "alternativlos". Es gibt immer Alternativen.
Natürlich aber nicht, wenn politisch anders gewollt. Leidiges Thema. Das Ganze ist einfach nur menschenverachtend.

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Re: Kläglich, unsäglich und schwer erträglich: DEUTSCH

Beitragvon bluelagoon » 17. Februar 2021, 11:38

Wenn jemand bei was Geschriebenem einen Buchstaben ausgelassen hat und dann danach schreibt: "Ich kaufe ein E" (wenn er ein E ausgelassen hat). Oder jemand anderes schreibt es dazu.


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