Kriegsenkel

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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Jette » 3. Juni 2015, 00:01

Hat dich die Auseinandersetzung mit diesem Thema, in Bezug auf dich selbst, schon mal weitergebracht?

In wiefern?
Die Veränderung des Blickwinkels kann die Wahrnehmung von kleinen Dingen bewirken, die wir manchmal gar nicht mehr sehen. - Namasté

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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Headmatter » 3. Juni 2015, 05:55

So wie die anderen hier auch: Eigene Wesensmerkmale werden einem vor dem Hintergrund der traumatisierten Eltern und deren daraus folgenden Handlungsweisen plausibler. Ich selbst kenne diese Gehetzheit ohne jeden Grund, als sei der Russe hinter mir her, auch. Ich wurde auch dazu erzogen, keine Gefühle zuzulassen. Warum meine Eltern das buchstäblich als überlebensnotwendig ansahen (und ich das letztlich auch tue!), habe ich erst nach Lektüre der Forschungsergebnisse zu transgenerationaler Weitergabe von Kriegstraumata wirklich verstanden.
"T. H. White always took great pains to be gentle precisely because he wanted to be cruel."

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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Jette » 3. Juni 2015, 12:15

Ich finde schon, dass es großen Sinn macht, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Ich weiß von einigen, die es ihren Eltern sehr zum Vorwurf machen, sie so "lieblos" erzogen zu haben. Und ich finde, dass wenn man sich das bewusst macht, dass sie ja im Prinzip so werden mussten und gar nicht anders konnten,dann entlastet man sie ein Stück weit von ihrer vermeintlichen Schuld. Ich finde, das lindert u. U. die eigene Verbitterung sehr und man ist viel eher geneigt, ihnen auch zu verzeihen.
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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Lemur » 3. Juni 2015, 13:03

Bei dem Rainald-Grebe-Zitat wird mir ganz schwummerig. Au Backe, hat der recht! ...

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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Headmatter » 3. Juni 2015, 15:13

@Jette: Seh ich auch so.
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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Jette » 3. Juni 2015, 22:12

3. Jun 2015, 13:03 » Lemur hat geschrieben:Bei dem Rainald-Grebe-Zitat wird mir ganz schwummerig. Au Backe, hat der recht! ...


Es lautet?

Oder meinst du dieses Lied?
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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Lemur » 4. Juni 2015, 04:07

Dieses hier:

2. Jun 2015, 13:21 » Headmatter hat geschrieben:Meine Mutter is aus Breslau
Im Winter '44
Mit ihrer Käthe Kruse
Puppe geflohn
Seit über 60 Jahren
Muss sie weiterfahren
Auf ihrem Pferdewagen
Und ich bin halt ihr Sohn.



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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Headmatter » 27. Juni 2015, 14:30

Vielleicht findet sich der / die eine oder andere in diesen Beispielen wieder: http://www.forumkriegsenkel.de/Lebensgeschichten.htm
"T. H. White always took great pains to be gentle precisely because he wanted to be cruel."

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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Jette » 27. Juni 2015, 17:22

Das sind wirklich eindrucksvolle Schilderungen.

Vielen Dank!
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Re: Kriegsenkel

Beitragvon Jette » 5. Februar 2016, 23:29

Phoenix - "Kriegsenkel - wie wir den Krieg bis heute spüren"

https://www.phoenix.de/content/phoenix/ ... 2015-05-07
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