„Sagen Sie ihnen, dass man uns nicht ansieht, was wir empfinden.“ (Englisch)

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austerl
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SPS: Ja

„Sagen Sie ihnen, dass man uns nicht ansieht, was wir empfinden.“ (Englisch)

Beitragvon austerl » 6. März 2021, 14:51

SPS – die PS, die leicht übersehen wird

Elinor Greenberg: What People Should Understand About Schizoid Personality Disorder. This hard-to-notice personality disorder may be ruining your life. Psycholgy Today, 17.10.2020

Am Ende schreibt Greenberg, dass sie eine ihrer Klienten fragte, wie sie die SPS anderen gegenüber charakterisieren solle (was also das Wesentliche ist, was man sagen könnte), und darauf die Antwort erhielt: Sagen Sie ihnen, dass man uns nicht ansieht, was wir wirklich empfinden (“Tell them that they will never guess what we are really feeling from looking at us.”). – Ich fand das eine faszinierende und sehr nachvollziehbare Antwort, in der halb Verzweiflung, halb Genugtuung liegt.

Stichpunkte zu Greenbergs Charakterisierung der SPS:
  • Mangel an elementarem Vertrauen
  • übertrieben selbstgenügsam
  • Dissoziationen (z.B. das Gefühl, sozusagen auf Distanz zum eigenen Leben zu sein)
  • soziale Angst
  • Vermeidungsverhalten
  • bei engeren Beziehungen stets Distanz- bzw. Fluchtoptionen haben
  • „Rein-und-raus-Beziehungen“ (In and Out Relationships)
  • narzisstischer Anschein von Distanzierungen (aber eben aus einem Gefühl, gefangen bzw. kontrolliert zu sein, nicht, weil Partner nicht mehr idealisiert wird)
  • übermäßige Fantasiewelten, Beziehungsträume
  • Existenzängste (Angst, dass die Distanz zu groß wird/in vollkommene Isolation führt)
  • Emotionen verbergen: Niemand sonst soll in eigene Probleme einbezogen werden.
  • Sicherheit ist das zentrale Bedürfnis, keine Graustufen in dieser Hinsicht

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