Corona - andere Gedanken zum Thema

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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Kalliope » 5. April 2020, 17:31

;D - sehr schön! Lasst uns einen Corona-Humor-Thread aufmachen.
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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Ghostvoice » 5. April 2020, 18:01

Kalliope hat geschrieben:Oh, hier geht ja Diskussion los :).
... eher nicht.
Wir sind uns eh alle darüber einige, daß was derzeit abgeht etwas schräg und nicht vollends durchdacht ist! ;)

Kalliope hat geschrieben:@Ghostvoice *s.a. unten
Ghostvoice hat geschrieben:aber sie tragen maßgeblich dazu bei andere nicht zu infizieren!

Sagt wer (bei Euch)? Es gibt dafür keine Evidenz.
So propagiert es eben unsere faschistische Regierung. Leider ist das der Tenor in diesem Land seit „der Kurze“ am Ruder sitzt: es wird einfach etwas als Faktum verkauft ohne jeden Beweis oder auch schonmal entgegen handfester Tatsachen. Und da der durch Infotainment gut informierte Bürger das Schwiegerburli mag, wird es geglaubt.

Das erlaubt es ihm alles was er möchte gegen alle Widerstände durchzusetzten. Und da er handzahmer als ein Orban daherkommt, ruhiger als ein Strache und gebildeter als ein Trump sieht ihn niemand im gemeinen Volke als Gefahr an.
Ja, ich weiss selbst dass es herablassend klingt, wenn man Ausdrücke wie „gemeines Volk“ verwendet. Aber solche offenkundige Dummheit kann man nicht schönreden...

Kalliope hat geschrieben:Allerdings sollten ja gerade Menschen, die derzeit "grobe Tropfen" durch Niesen und Husten um sich herum verteilen, zuhause bleiben.
[...]
Wenn ich rumhuste und niese, wende ich das entweder an oder gehe nicht unter Leute.
Was sie allerdings nicht tun. Rücksicht auf Andere bedingt Bewußtsein seiner selbst und seiner Umwelt. Diese Fähigkeit geht leider so einigen Menschen komplett ab. Normalerweise sind sie nur ein Ärgernis, wenn man ihnen über den Weg läuft; derzeit sind sie eine Gefahr für gefährdete Becölkerungsgruppen.

Kalliope hat geschrieben:Das ist selbst bei den professionellen Masken, die aber nicht enganliegend sind, ebenfalls der Fall. Und die, die enganliegend sind, hält kein Mensch länger als 20 min. aus. Entweder klappste dann zusammen oder aber das Ding ist durchfeuchtet und dann ebenfalls von keinem Nutzen mehr.
Das kann ich bestätigen! Hatte vor einem Jahr das Vergnügen so eine für eine extrem staubige Arbeit tragen zu müssen. Innerhalb weniger Sekunden löste das bei mir ein heftiges Erstickungsgefühl aus, sodass ich dieses Ding ständig abnahm und lieber den aufgewirbelten Dreck schluckte!

Kalliope hat geschrieben:Ansonsten bin ich ziemlich kongruent mit Geextah. Ich halte Abstand halten für die sinnvollste aller Lösungen.
Mir würden auch noch andere, noch wirksamere Methoden einfallen, aber ich will nicht schon wieder der sein, der für eine Dezimierung der Menscheit plädiert. :teufel:

Kalliope hat geschrieben:Merkt wer was? WIRKLICHE und WIRKLICH EFFEKTIVE Hygiene ist gar nicht so leicht.
[...]
Eine weiter persönliche Maßnahme, die ich für mich anwende, ich aber bislang NIRGENDS als Rat in den Medien fand *staun*, ist die, dass ich mir NACH dem ausgiebigen Händewaschen mit Seife, IMMER, wenn ich von draußen reinkomme (auch Hausflur) auch das Gesicht wasche.
Ich selbst wasche tatsächlich vermehrt meine Hände, habe aber ehrlich gesagt daran bisher noch nicht gedacht! Obwohl es absolut Sinn macht! :erschrocken:

Kalliope hat geschrieben:@Ghostvoice. Du sprichst ja immer von faschistoid. Du meinst, dass das bei Euch über diesen von mir beschriebenen Aktionismus hinausgeht? Und schon jetzt dem Zwecke dient, die Staatsmacht und -gewalt zu erweitern?
Ich habe mir nun angewöhnt immer explizit von der „faschistischen“ Regierung zu sprechen/schreiben. Einfach nur damit es schön ins Ohr geht. ;)

Im Grunde ist es nur eine Partei von jugendlichen Schnöseln, die mit Bussi-Bussi und Prosecco grossgezogen wurde und die Methoden der Manipulation gut gelernt hat. Solange sich solche Typen nur in der Wirtschaft tummelten konnte man gerade noch darüber hinwegsehen - seit sie politische Ämter besetzen und Gesetze erlassen können, die auch nach ihrem Abgang bestehen bleiben sehe ich das alles mit grosser Besorgnis.

Denn Schnösel kennen leider nur ihren Vorteil und den ihrer Vertrauten. Somit sind sie Huren, die JEDEN Kunden annehmen, der genug Geld mitbringt. Ob die Konsequenzen für andere verherend sind oder nicht ist dem Schnösel egal.

Gerade unter „dem Kurzen“ wurde das nur all zu offensichtlich, als er den 12-Stunden-Tag durchgespeitscht hat. Dieser Bursche mag für manche harmlos aussehen, ist aber dafür bekannt, daß er alles durchbringt, was er sich in den Kopf gesetzt hat! Soll heissen: egal welche Maßnahme seinen Geld-/Machtgebern nutzt, er wird sie durchbringen.

Egal, was Experten dagegen einzuwenden haben.
Egal, wie sehr sich die Opposition dagegen auflehnt.
Egal, wie beharrlich seriöse Medien auf die Konsequenzen hinweisen.

Am Ende wird das geschehen, was die Partei will.

Und das ist für mich „sanfter“ Faschismus. Aber solange man dem ganzen den Sticker „Demokratie“ verpasst muss ich mir wohl keine Sorgen machen. Alles in Ordnung! :tanzen:

Kalliope hat geschrieben:Auch ich befürchte, dass, wo es jetzt so schön easy geht, Grundrechte auszuhebeln, dass man "hinterher" da das eine oder andere "vergisst", wieder rückgängig zu machen.
Es gibt wirklich kaum eine bessere Zeit dafür; das sehe ich genauso!
Bisher gab es nur vorübergehende Einschränkungen der persönlichen Freiheit, was für mich einfach nur bedeutet, daß derzeit niemand einen konkreten Vorteil durchgesetzt haben möchte.

Derzeit gibt es eine App vom Roten Kreuz, die man freiwillig installieren kann. Und dort auch freiwillig angeben kann, wenn man an Corona erkrankt ist. Somit können andere App-Nutzer vergleichen, ob sie mit dieser Person Kontakt hatten und eventuell einer Ansteckung ausgesetzt waren. Wie gesagt: diese App ist freiwillig.

Das wird derzeit von politischen Vertretern jedes mal erwähnt wenn sie wieder versichern, daß es KEINE Pläne gibt, so eine App verpflichtend zu machen!

Datenschützer und Journalisten kritisieren diese App jetzt schon: denn obwohl sie vom Roten Kreuz angeboten wird (das sind „die Guten“) wurde die App von einer Versicherung entwickelt (das sind die... naja).

Die Kritik daran bezieht sich darauf, daß wenn so eine Registrierung verpflichtend werden würde, dies durch eine App unter staatlicher Kontrolle geschehen müsste, wo man aber im Vorhinein rechtlich regeln würde, wie lange diese zu nutzen sei und dass die gesammelten Bewegungsdaten eben auch unverzüglich nach Beendigung der Maßnahme wieder gelöscht würden. Und dass sie eben auch nicht irgendjemandem zugänglich gemacht werden. Alles Dinge, die bei der aktuellen App nicht gewährleistet sind!

Wie ich schon erwähnte, wird morgen die Regierung verkünden, ab wann die Einschränkungen wieder gelockert werden und in welchem Maße. Und ich weiss jetzt schon, daß weder Wirtschaftskammer, noch das Parlament bei den morgen verkündeten Regelungen irgendetwas mitzureden hatten. Gewerkschaften lasse ich komplett aus - die Regierung Kurz hat sehr deutlich gemacht, was sie von Arbeitnehmervertretungen hält.

Im Zuge der Lockerungen kann ich mir vorstellen, daß man aber dem Bürger die eine oder andere Verpflichtung auferlegt: vielleicht die Registrierung der oben erwähnten App. Oder etwas anderes.

Ganz nach dem Motto: wir wollen nur das Beste für euch, aber dafür müsst ihr uns auch ein bisschen etwas geben!
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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon ToWCypress81 » 5. April 2020, 19:08

In allen Ländern, wo viele das Selbst höher über das Wohl des anderen stellen, werden Eitelkeiten und Persönliches Wohl wahrscheinlich zu einer weitaus höheren Ansteckung führen (teils bereits sichtbar) und immun Schwache, Raucher bzw Lungen-gefährdete über früh oder lange ein Problem haben.

Wenn hier in Deutschland jemand seine Meinung in einem Gespräch kundtut, wird das körperliche agieren des Egos gerne höher gestellt als soetwas wie eine weltweit fundierte Warnung verschiedener Ärzte. Soziale (körperliche) Distanzierung im Meinungsaustausch habe ich hier, wo ich arbeite und wohne noch nicht wirklich einhalten sehen.

In diesen unseren Ländern gibt es in vielen Fällen die Auffassung eines ganz oder gar nicht Prinzips. Wenn etwas nicht 100% funktional ist, wird ein 50%er Schutz (im Beispiel der Masken) aufgrund eigener Vorlieben und Persönlichkeitsrechte auch nicht eingesehen.

Vielleicht die Krux der Westlichen Welt.

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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Kalliope » 5. April 2020, 21:02

@ToWCypress81
ToWCypress81 hat geschrieben:Vielleicht die Krux der Westlichen Welt.

nein, es ist das Menschliche.
Genau das schrieb ich auch jemandem, dem ich von dem Video hier von @2Ost berichtete - neben den Anmerkungen, die ich hier auch schon machte -, dass sie leider wie Viele eine Art Idealverlauf phantasiert, aber den Faktor Mensch dabei vergisst.
Menschen werden nie gleichzuschalten gehen, zumindest nicht, ohne Gewalt anzuwenden. Das versuchen Diktaturen und Diktatoren immer wieder.
Ansonsten wird es immer Menschen geben, die andersherum denken, anderes für sinnvoll erachten, sich schlicht gegen jede Form von Bevormundung zur Wehr setzen (z.B., weil es dabei eher um Widerstand um des Widerstands willen geht. Oder eben um die Sorge, dass dadurch erkämpfte Grundrechte über Bord gehen. Gründe für Widerstand gibt es viele), weil Menschen ALLE Individuen sind mit unterschiedlichen Bedürfnissen (der eine kommt problemlos damit klar, 2 Wochen in einem Zimmer zu hocken, der andere dreht bereits nach 3 Std. durch), usw. usf.
Wer wirklich glaubt, ein Volk oder gleich viele Völker dauerhaft knastartig einsperren zu können und dabei an "Vernunft" appeliert, wird wie einen Bumerang die "Unvernunft" und die ganze Menschlichkeit um die Ohren gehauen bekommen. Dessen bin ICH mir sicher.

Und das hat aus meiner Sicht nichts mit "westlicher Welt" zu tun. Schau Dich um auf der Welt...
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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Ghostvoice » 5. April 2020, 21:58

Kalliope hat geschrieben:Und das hat aus meiner Sicht nichts mit "westlicher Welt" zu tun. Schau Dich um auf der Welt...
Da möchte ich kurz einhaken...

ToWCypress81 hat mit ihrer Einschätzung nicht unrecht wie ich finde. Gerade in westlichen Ländern haben wir ein Individualitätsgefühl entwickelt, welches es uns erlaut die von dir erwähnten Bedürfnisse zu äussern und auf ihnen zu bestehen. Aber das ist nicht überall auf der Welt so!

Auch wenn der Mensch grundsätzlich all die von dir aufgezählten Eigenschaften besitzt, die ihn zum Widerstand gegen ihm unvernünftige Regelsetzung treibt, so wird in vielen "östlichen" Ländern dieser Trieb entweder unterdrückt oder kommt erst gar nicht auf.

Vor kurzem hörte ich einen Bericht darüber wie befremdlich es für uns ist mit Gesichtsmasken herumzulaufen, während es für Menschen aus/in China, Japan oder Korea eine Selbstverständlichkeit ist. Ein wichtiger Grund dafür ist in diesen Ländern die stärker betonte Gemeinschaft und die Hörigkeit gegenüber Autoritäten. Man macht, was einem gesagt wird.

Um so eine Einstellung leben zu können, muss man seine Individualität innerhalb engerer Grenzen entwickeln und den Drang zu rebelieren auszuleben würde einem dort weitaus mehr kosten als hierzulande.

Während in Österreich wider dem Abstandsgebot wochenendlich "Corona-Parties" von der Polizei gesprengt und angezeigt werden, hat die Kontaktsperre in China beispielsweise besser funktioniert. Auch die Überwachung mittels Big Data wurde anstandslos angenommen. Eben weil - obwohl wir als Menschen gleich beschaffen sind - die Leute dort ihre Bedürfnisse anders gewichten: Hörigkeit wird wichtiger genommen als persönliche Freiheit (respektive: "unser" Verständnis davon!).

Somit werden Maßnahmen, die für uns stark in unsere Persönlichkeitsrechte eingreifen, in östlichen Kulturkreisen erst gar nicht als Eingriff empfunden.

Menschliche Bedürfnisse werden abhängig von unserem Umfeld unterschiedlich stark gewichtet. Und verändern sich entsprechend der vorherrschenden gesellschaftlichen Werten!
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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Kalliope » 5. April 2020, 22:30

@Ghostvoice:
Ich stimme Dir zu, dass die Menschen in manchen Ländern anders gepolt sind, aber nicht grundsätzlich anders.
Das widerspricht allerdings in keinster Weise dem, was ich sagte. Und auch Du widersprichst dem nicht, sonden bestätigst es in gewisser Weise, indem Du sagst:

Ghostvoice hat geschrieben:so wird in vielen "östlichen" Ländern dieser Trieb entweder unterdrückt oder kommt erst gar nicht auf.

Ich meine, er kommt nicht auf, WEIL er unterdrückt wird.
Und sehe das also als Bestätigung und Ergänzung meiner Aussage, dass >
Kalliope hat geschrieben:zumindest nicht, ohne Gewalt anzuwenden.

Ob die Gewalt vom System direkt oder indirekt über "die Gesellschaft", ist dabei nach meiner Anschauung zweitrangig. Ich darf daran erinnern, dass auch in D bis vor nicht allzu langer Zeit der Untertanengeist herrschte und sogar eine Art "Prädikat" war für "den Deutschen", oder "den Preußen".
Ich stimme Dir dahingehend zu, dass wir natürlich auch weiterhin unterschiedliche Kulturen auf der Welt haben und da natürlich auch die Geschichte dieser Kulturen eine Rolle spielt.
Die Mentalitäten sind natürlich nicht nur von der aktuellen politischen Lage geprägt, sondern von der gesamten Geschichte ihres Landes, ihrer Kultur. Und viele stecken ja noch tief drin in ihren patriarchalen und hierarchischen Strukturen, im Großen wie im Kleinen. Monarchie oder Diktatur, "Oberhaupt" usw.
Und die Religionen mischen da ja auch ganz besonders gern mit.
Aber Gleichschaltung geht mMn ausschließlich via Unterdrückung und dafür braucht es Gewalt oder mindestens Gewaltandrohung.

Ergänzung:
"Erziehung" lasse ich dann mal auch unter "Gewalt" laufen, sofern sie eben das Individuum und den Individualismus unterdrückt.

(Das magst Du evt. anders sehen. Für mich als Individualistin ist Indivualismus ein extrem hohes Gut. Daher sehe ich möglicherweise als Gewalt an, was für Dich noch keine ist. Nun magst Du natürlich sagen "typisch westlich" und ich entgegne: typisch menschlich. Das wäre nun mal interessant zu gucken, was da die Forschung - welche Fachrichtung auch immer - zu sagt.)
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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Kalliope » 6. April 2020, 06:29

Ich wollte noch eine Gedanken zu "Bereitschaft, Mundschutz zu tragen in Asien" äußern: diese "Bereitschaft" hat ihre Ursache meines Erachtens weniger in der Angepasstheit oder in einer anerzogenen Devotheit, sondern schlicht in der Luftverschmutzung vieler der Metropolen Asiens. Weder haben wir solche Megacities noch diese Luftverschmutzung.
(Auf dem Land in Indien oder China laufen die Menschen auch nicht mit Mundschutz herum, "einfach so".)
So gesehen ist einen Mundschutz zu tragen, schlichtweg schon ein vertrautes Bild in vielen asiatischen Städten und niemand "stört" sich mehr daran.
Hier hingegen war es bis vor kurzem extrem auffällig, lief einer mit so einem Ding herum.
Als ich den allerersten hier sah, dachte ich unwillkürlich, ach, armer Leukämiepatient (weil ich das von einer Freundin, die Leukämie durch hat, kannte). Mittlerweile denkt man eher an Corona oder schon gar nicht mehr drüber nach.
Dauert der Zustand länger und das ist ja eher zu erwarten, dürfte der Anblick sich hier auch etablieren und zu einem normalen Erscheinungsbild werden.
Nun, wo alle auch noch mit "niedlichen Motiven" (ich hatte es ja geahnt :-(( ), Blümchen, Bärchen, "witzig" - also das übliche, was Muddi sich so dazu ausdenkt - gibt bestimmt auch bald welche mit "Glitzer") herumrennen, dürfte das um so fixer gehen.
Ich werd' dann mal auf "cool" umsteigen vom Design her. Streng genommen ist das ja meine Branche (wer was braucht, darf sich gerne melden :P).
Aber eigentlich wäre ich ja ohnhin (natürlich ;D) für heavy rubber Gasmaskenfetisch-Outfit-Pflicht. Inklusive Latexganzkörperkondom. Das ist dann echt safe. Wenn sich das etabliert ist das Schöne für uns Fetischisten dran: wir fallen schon fast nicht mehr auf und können unserem Hobby nachgehen, ohne dass sich noch wer groß dran stört.
Allerdings fällt dann der Faktor "public disgrace" weg und das dürfte dann wieder einige frustrieren. ;)
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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Traumafrau » 6. April 2020, 11:11

In Deutschland gilt Vermummungsverbot, welches Sonnenbrille und Stoffmaske beinhalten sollte. Auf Demonstrationen bislang undenkbar, zum Thema "Kopftuchmädchen" vor kurzem noch DAS Argument. Passt aber, vor kurzem unkten sie ja noch, das die Grenzen nun endlich dicht wären um ad hoc einen U-turn hinzulegen als die Bauern Alarm schlugen das jetzt die Erntesaison losgeht. Wer konnte das schon ahnen! Die ekligen Rumänen, was haben die überhaupt in der EU zu suchen - OHA, DIE SPARGELERNTE! SCHNELL! LASST SIE EINFLIEGEN! Wertvolle Jobchance für den gemeinen Biodeutschen? Fehlanzeige! Die Bauern "sind gerührt" über die Städter, die eine Saison lang Corona-Trümmerfrau spielen wollen - und lehnen wohlwissend "gerührt" dankend ab. Ein Haufen Spielkinder die sich nichts sagen lassen und nicht 12 Stunden akkordknüppeln können haben auf dem Feld und Hof nichts verloren.

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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon sdsdsdsv » 6. April 2020, 13:35

Vor einer Woche las ich einen Artikel über den dt. Ethikrat, der dringend darauf hinwies, dass man doch nicht "nur Virologen befragen" sollte, sondern v. a. aber auch die dt. Politiker, die schließlich demokratisch gewählt worden seien und daher im Sinne der Demokratie handelten. Journalistisch wurde das nicht hinterfragt, sondern so abgedruckt. Die Botschaft war klar: Die Wirtschaft soll mal gefälligst auch mitbestimmen, und zwar in ihrem Sinne. Möchte gar nicht recherchieren, wie sich der Ethikrat zusammensetzt und welche Historie der hat. Das ist schrecklich verlogen.
Erinnert mich übrigens auch an die Berichterstattung des US Wahlkampfes, wo Bloomberg und jetzt Biden ("Warum er so beliebt bei den Schwarzen Wählern ist") viel Platz eingeräumt wird, Sanders aber nicht. Naja, man könnte sich lange darüber aufregen.

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Re: Corona - andere Gedanken zum Thema

Beitragvon Traumafrau » 6. April 2020, 13:50

"Die Würde des Spargels ist unantastbar!"


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